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chen Beschäftigung zu machen, ungeachtet er, wie schon s. Tod der Kleopatra be-weisen kann, Talent und Neigung genug hatte, sich in Hähern Gattungen auszu-zeichnen unv sich über den Geschmack der niede: land. Schule, zu welcher er gehört,zu erheben. Auch in Dem, worm diese Schule eine eigenthümliche Stärke besitzt,in der getreuen Nachahmung der Natur, besonders der Stoffe, übertrafen die me-derländ. Maler, Der weihe Atlas und Sammet in den Gewändern und Drape-rien s. Gemälde und das Haarige der türk. Teppiche haben eine täuschende Wahr-heit. Er hat einem frischen Pinsel und einen vortrefflichen Farbenton. Seine klei-nen Cabinelstücke werden wegen ihrer Vollendung am meisten geschätzt. Hier stellter uns Gruppen von wenigen, höchst anmuthig gezeichneten Figuren dar; beson-ders liebt er es, eine in weißen Atlas gekleidete weibliche Figur anzubringen. Inder histor. Malerei wählte er s. Gegenstände gewöhnlich aus der röm. Geschichte.Er starb zu Haag 1684 und hinterließ 2 Sökne, Konstantin und Theodor,genannt der Franzose, ebenfalls verdienstvolle Maler, die jedoch hinter ihrem Va-ter weit zurückgeblieben sind.
Nettelbeck (Joachim Christian), Bürgerrepräsenkant, dann RathsherrZu Kolberg , verdient, als Muster eines Patrioten von echtem Biedersinn und Bür-gertugend, die Auszeichnung, welche ihm seit der Belag-rung s. Vaterstadt durchdie Franzosen 1807, unter s. deutschen LandSkeuten zu Theil geworden. SeineAnstrengungen in einem damals fast '«Ojähr. Alter, sein Muth, s. Erfahrung, s.Rathschläge und s. Aufopferungen an Leib, Gut und Vermögen während dieserPeriode bewiesen, was ein Privatmann zum allgemeinen Wohl zu leisten vermöge.Einverstanden mit der Bürgerschaft, die seiner Einsicht und Rechtlichkeit unbedingtvertraute, hielten, in Verbindung mit s. Freunde Schill, vorn Anfange der Bela-gerung an durch Vorstellungen, Warnungen und selbst Drohungen, der Gei-stesschwäche, Unentschloffenheit und dem vorurtheilsvollen Dünkel des Festungs-commandanten, Obersten v. Loucadou, ein wirksames Gegengewicht, wodurchdieser zu Maßregeln, welche den Fall des Platzes verhüteten, wie mit Gewalt ge-zwungen wurde. N.'s schriftlichem Anhalten beim Könige verdankte darauf Kol-berg die Zusendung eines neuen Befehlshabers. Von deni Augenblick an, woGnei-senau dort auftrat, gewann die Vertheidigung ein völlig verändertes Ansehen, undnun erst konnte N-, als freiwilliger Bürgeradjurant (wie er es vormals im sieben-jährigen Kriege bei ähnlicher Gelegenheit gethan) dem Commandanten zur Seitetretend, im vollen Umfang nützlich wirken. Ihm ward die Leitung der Über-schwemmungen um die Festung her, zu deren Bewerküelligung ihm die vollkom-menste Ortskenntniß beiwohnte, überkragen. Als früherer Seemann unterhielter auch jetzt die Verbindung mit der Rhede und geleitete die Hülfe bringendenSchiffe in den Haken, wenn in stürmischer Witterung kein Andrer das LootsenbootZu besteigen den Muth hatte. Das schwed. Kriegsschiff, welches die Belagerer inder Flanke und im Rücken zu beschießen bestimmt war, führte er, des SeegrundeSvollkommen kundig, als Pilot zunächst dem Ufer in die voi theilhafteste Stellung.Die Löschanllalten in der Festung, welche bei dem Bombardement ein Gegenstandvon der höchsten Wichtigkeit wurden, standen unter s. Aussiebt; und wo^S hierVerachtung der Gefahr galt, dem Feuer Einhalt zu thun, ließ sich zu jeder stündeN., im dichtesten Kugelregen, an der Spitze der Löschenden finden. Bei jeden«Ausfalle war er in der Näke, entweder den Fechtenden Munition und Equickun-gen zuzuführen, oder auf Wagen ihre Verwundeten i» Sicherheit zu bringen. Auss. Herde ward der große Kessel, der Speise für sie bereitete, nie leer. Sein an-sehnliches Lager von Branntwein (dessen Bereitung er als bürgerliches Gewerbetrieb) ward nach und nach unter die Besatzung unentgeltlich vertheilt. Mehr alsein Mal kaufte r, bis zu völliger Erschöpfung s. Wäschen VeimögenS, alle Brot-schrangen und Fl-^chbänke in der Stadt aus, um die Krieger zu sättigen; er be-