Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Ikukomm

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Neujahrsgrschmke

land (s. d.). Nördlich haben die Briten 1824 Mischen den Inseln Bakhurst undMelville an der Meerenge ?lpsley eine Niederlassung errichtet, ein Fort erbaut un»Besitz von dem ganten Küstenland? zwischen den« 129 und 135° der L. genommen.Sie ist nur wenige Tagereisen von den holend. Gewürzinseln entfernt und liegt demHafen Cockburn in Neuguinea gegenüber. Die 1829 auf der Westküste aniSwan-river gegründete Colonie Cockburn-Sund hat ein fruchtbares Land von 5 Brei>tengraden und liegt weit vortheilbafter als NeusüdwaleS. Es werden keine V°rbre-cher dahin geschickt. Hier ist bereits die veredelte Schafzucht eingeführt; auch solldie Colonie Pferde zum Dienste der engl. Compagnie in Ostindien ziehen. Cap.Stirling ist zum Gouverneur ernannt. So werden diese Australländer mit jedemJahre siir Großbritannien wichtiger; und durch Entdeckungen im Innern N-ubol-landS sowol als auch durch den Fortschritt des Anbaues und der gesellschaftlichenBildung wird für die Colonialpolitik eine neue Welt erobert, die im Laufe des Jahr-hunderts dem britischen Dreizack ein wichtiger Stützpunkt werden kann. K.

N e u j a h r s g e sch e n k e. In Rom gehörte es zu den Vorrechten der Pa-trizier, daß jeder Client dem Patrizier, welchen er als Patron angenommen halle,am Neujahrskage ein kleines Neujahrsgeschenk bringen mußte. Die römischenKaiser verlangten einen Tribut dieser Art von allen Einwohnern Roms. Caligula trat sogar in eigner Person vor die Thüre s. Palastes, um die Neujahrsgeschenkeeinzusammeln. Auch die ältesten Deutschen kannten die Sitte der NeujahrSge-schenke, welche sich in Franken und Baiern am längsten erhalten hat. Doch wur-den die NeujahrSgeschenke nach Einführung des Christenthums durch die Weih-nachtsgeschenke vermindert. In neuern Zeiten finden sie nur hier und da, z. B.gegen Geistliche (von ihren Beicht - und Pfarrkindern) und Ärzte (von ihren Apo-thekern), statt. Höchst verwerflich ist die Gewohnheit, welche den geringern öffent-lichen Dienern und andern Untergebenen verstattet, Neujahrsgeschenke als ein Ac-cidenz ihrer Besoldung einzusammeln. In Frankreich kennt man wol Neujahrsge-schenke (etruunrs), aber keine zu Weihnachten. — Neujahrswünsche. DerUrsprung unserer, in den neuesten Zeiten durch bloße Visitenkarten erleichtertenNeujahrüwünsche ist bei den Römern zu suchen. Die Magistratspersonen nahmenschon in den ältesten Zeiten am ersten Tage des Jahres eine feierliche Aufwartungan, die nicht, wie diejenigen, welche sich die Patrizier von ihren Clienten an demsel-ben Tage machen ließen, mit Geschenken begleitet, sondern auf bloße Glückwün-schung eingeschränkt war. Dieser Gebrauch ging aus dem Heidenthum in das Chri-stenthum über, und da er nicht bloß, wie anfanglch, in den Grenzen einer Ehr-furchlsb-zeigung gegen Staatsbeamte stehen geblieben war, so wurde er eine wahreLast und in Deutschland besonders höchst pedantisch betrieben. Die gedrucktenNeujahrswünsche, welche noch vor 30 I. üblich waren, scheinen abzunehmen undein Gegendstand der vertraulichen Sitte oder der sinnreichen Eleganz geworden zusein. Die pariler und wiener Neujahrswünsche zeichnen sich durch letz'ere aus.

Neukom m (Ligismund), Tomponist, geb. d. 10. Juli 1778 zu Salzburg ,zeigt, schon im 6. I. große Fähigkeit zur Musik. Sein Lehrer war der OrganistWeißauer in Salzburg , welchen er bald in seinem Amte unterstützte. In seinem15. I. ward er UnivcrsuätSorganist in Salzburg , wo er s. Studien gründlichfortsetzte. Sein Vater, Lehrer der Scbönschreibekunst an derselben Universität, trugfür s. wissenschaftliche und musikalisch, Bildung große Sorge. Mich. Havdn gabdem jungen N. Unterricht in oer Composikion und ließ ihn öfters s. Stelle als ersterHoforganist verschon. Im 18. I. ward N. als Correpelitor der Oper beun Hof-theater in Salzburg angestellt, welche Beschäftigung in ihm den Entschluß befe-stigte, sich ausschließend der Tonkunst zu widmen. 1798 Aing er nach Wien , woihn Jos. Haydn zu seinem Schü'er aufnahm und wie s. Lohn behandelte. Bis1861 benutzte er diese glückliche Lage, wo er dann in Petersburg als Capellmessterund Director der deutschen Oper angestellt wurde. Eine schwere Krankheit nölhigie