Band 
Siebenter Band. M bis N.
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chen abgeben könnten, die sich zum Theil in das Dunkel der Geschichte verlieren.Allein viele dieser antiquarischen und mythologischen Notizen, welche wir zuerst undallein bei den Neuplalonikern finden, tragen zu sehr das besondere Gepräge der Wahr-heit, als daß wir sie als von ihnen erdichtet ansehen können, und sie dürften daherleicht aus fi ühcrn, echten Ou llen geschöpft sein welche uns verloren gegangen sind.Der Überdruß an der während des Mittelalters herrschend gewesenen scholastischen Verstandesphilosopbie und dialektischen Subtil tät, und die Sehnsucht nach einer dasganze Wesen des Menschen befriedigenden Philosophie veranlaßten ani Ende d. 15.Jahrh. das Wiedererwachen der platonischen Philosophie in der Umbildung, die sichdurch die Neuplatoniker erhalten hatte. Der größte Geist in dieser neu n, vonden Mediceern zu Florenz begünstigten italisch-platonischen Philosophie warMarsilius Ficinus (starb 1499).

N e u sch o t t l a n d. 1 Ein britisches Gouvernement in Nordamerika , wel-ches sonst mit dem Gouvernement Neubraunschweig den Namen Aka dien führte.Es begreift eine zwischen 43° 30' und 48" N. Br. liegende Halbinsel (730 UM.,125,000 E.), die bloß im W. mit Neubraunschweig zusammenhängt. Der atlantischeOcean, welcher aus 3 Seiten Neuschottland umgibt, macht hier tiefe Einschnitte!daher viele und gute Häfen, besonders AnnapoliS an der Foundybai. Ebbe und Flutsind so reißend, daß da« Wasser nicht selten auf 40 Fuß Höhe steigt. Die Einwohnersind größtentheils britischen Ursprungs; doch gibt es auch viele Deutsche und Fran-zosen . Das Land hat wegen seiner hohen und felsigen Küsten ein rauhes Ansehen.Das Innere hat geringe Hügelketten, ist stark bewaldet und an den Küsten und Flüs-sen angebaut. Der Boden ist sehr fruchtbar; das Klima ziemlich gemäßigt, an denKüsten feucht und nebelig. Da, wo der Anbau stärker ist, die Waldungen gelichtetund die Sümpfe ausgetrocknet worden sind, spürt man eine gesündere Atmosphäreals zuvor. Schnee fällt genug, aber der Himmel ist, besonder« in den südlichen Thei-len, klar, und der Somme -- heißer als in England. Die Kälte dauert 4—5 Monate.Die Wälder liefern im Überfluß Eichen, Tannen, Fichten, Cedern, Buchen, Zucker-ahorn ic. Man bauet Getreide, Erbsen, Bohnen, Hanf, Flachs, Gartengewächse,Obst, besonders Mais. An Vieh, Fischen und Pelzthieren ist kein Mangel. Die be-nachbarten Sandbänke wimmeln von Stockfischen. Biber, Fischottern, Lachse,Schellfische, Hummern, Makrelen, Störe, Heringe werden in Menge gefangen.Hauptartikcl des Handels sind Pelzwerk, Holz. Fische, auch etwas Pottasche. DerGewerbfleiß ist von keiner Bedeutung, man findet nur die nöthigsten Handwerker.Außer Viehzucht und Ackerbau wird mit Erfolg Fischerei getrieben. Auch werdenSchiffe gebaut. DemGouverneur sind einRaih und eineDersammlung bcigegeben,welche aus 12 von den dazu berechtigten Gutsherren erwählten Vertretern des Volksbesteht. Sebastian Cabot , ein Venetianer i» Diensten König Heinrichs VII. vonEngland, entdeckte dieses Land 1497. Da die Engländer das Land vernachlässigten, soließen sich auch Franzosen daselbst nieder, welche aber 1613 von jenen vertrieben wur-den. Sieben Jahre lang blieb das Land ohne europ. Niederlassung. König Jakob 1.schenkte es hierauf (1621) dem schottischen Ritter Menstly, nacbherigem Grafen v.Stirling und StaatSsecretair von Schottland, von dem es Neuschottland genanntwurde, weil Schotten es anbauen und bevölkern sollten. Allein diese Culturversucheblieben unausgeführt. Nachdem Frankreich vermöge eines mit England geschlossenenVertrags 1632 in den Besitz von Neuschottland gekomnien war, erhielt es sich darinbis 1654, wo die Franzosen durch Eromwell daraus vertrieben wurden. Indessenwurde das Land durch den Vertrag von Breda 1667 vonKarl II. abermals anFrank-reich abgetreten. 1690 eroberten während des Krieaes zwischen Frankreich und Eng-land die Einwohner von Neuengland die 'Provinz Neuschottland für England. Dievöllige Abtretung von Seiten Frankreichs erfolgte im utrechter Frieden (1713), jedochohne genaue Ang rbe der Grenzen. Dieses verursachte in der Folge unaufhörlicheStreitigkeiten zwischen beiden Mächren. welche endlich den Ausbruch des Kriegs