Band 
Siebenter Band. M bis N.
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und lndemisck>'Krankheiten bestimmten ihn, nach Caravalles, dann weiter nachEta.-Cruz u»d Villa-Belmonle zu gehen, auf welchem Wege er Iauassema be-rührte, wo die einzigen Spuren einer menschlichen Dorzen in küssn loeike» Land-strichen angetroffen werden. Seine Beobachtungen der dort anwohnenden Boto-cuden waren ihnen günstiger als denen am Rio-Dore. Der Wunsch, wenigerbesuchte (legenden kennen zu lernen, trieb den Prinzen vorn Flusse Belmonte nord-wärts, guer durch die Waldungen bis zu den Grenzen von Miuas-Geraes. Seinegenauern Nergleichungcn der wilden Stämme geben den Darstellungen der großentropischen Natur eine anziehende Mannigfaltigkeit. Auf der Minasstraße mitArr und Bei! durch die Wälder sich Hab» machend, kamelr die Re>send-n nachVilla te S. Pedro d'Alcantara. Mit Schwierigkeit trieben sie die Mittel derWeiterreise dort auf, und ihr Muth mußte bei dem neuen Zuge durch die Wälderneue Proben bestehen. Denn erst bei Barra da Vareda verließen sie die kolossa-len Waldhollen, von wo sie sich durch die h-erdenreichen Gegenden der Grenze vonMinas-Gcraes näherten. Eine durch das Klima bewirkte Unpäßlichkeit bestimmteden Prinzen, von dort aus quer durch den Sertam t>e Rückreise nach Bahia anzu-treten, die durch einen Überfall und eine dreitägige Gefangenschaft in Nazareth, inFolge eines Mißverständnisses, gestört und verzögert wurde. Vielleicht wirkte die-ser Unfall, der mit mancherlei Verlusten verbunden war, mit auf den Prinzen,daß er eine Gelegenbeit, die sich in Bahia zur Rückreise nach Lissabon bot (am 10.Mai 1811), rasch ergriff. Am 2. Juli landete er zu Lissabon , ging dann mit ei-nen, engl. Packelboote nach Falmouth, wo er am 22. emrraf, um über Dover undOstende den heimischen Boden zu betreten. Ein Tbeil s. reichen Sammlungenwar vor ihm in Europa eingetroffen. Seine mir allem Prunke, welchen Englän-der und Franzosen solchen Werken zu widmen gewohnt sind, ausgestaltete Reise-beschreibung (2 Bde., 1., mit vielen Klips. u. Cbarten, Franks. a.M. 18l9u.182l)ist ein Zeugniß für des Prinzen Muth und Umsicht, womit er das Land längs derOstküste BrasibenS vom 13 bis 23° S. B. erforscht hat, und enthält Beweise s.Eifers für die Wissenschaft. Auch hat er Abhandlungen über naturhistor. Gegen-stände in den Verhandl. der kais. Leopoldin.-Karolin. Akademie der Naturforscher(Bonn 1824, Th. 12, 4.) bckanntgemacht. Don s. „Abbildungen zur Naturge-schichte Brasiliens" (Weimar , Fol.) erschien 1828 die 13. Lief.

Neuyork (4110HM., 1,611,000Einw.),einervonden vereinigten Staa-ten Nordamerikas . Diese ursprünglich engl. Tolonie erhielt während der stürmi-schen Regierung Karls I. von der niederländ. Compagnie in Holland , welche sichdes Landes bemächtigt hatte, den Namen Neubelgien oder Neuniederland. Un-ter der Regierung Karls II. kehrte das Land unter engl . Herrschaft zurück, anfangsmittelbar, indem Karl II. es s. Bruder, dem Herzog von Pork, schenkte, endlich un-mittelbar 1689. Don Zeit zu Zeit äußerte sich indessen in der Provinz Mißvergnü-gen mit der engl.Oberherrschaft wegen der eingeführten Abgaben, besonders bei Ge-legenheit der Stempeltape 1165. Als 1115 ein fast allgemeiner Aufstand in denengl. Colonien in Nordamerika ausbrach, nahm auch Neuyork Theil daran, unge-achtlt dieHauplst. der Provinz von 1116 an während des ganzen amerikan. Kriegsvon engl. Truppen besetzt war. Network grenzt gegen N. an den Ontariosee undCanada, gegen O. an Vermont, Massachuscls und Connecticut , gegen V. an denatlantischen Ocean, Neujersey und Pennsylvanien, und gegen W. an den Eriesee und Obcrcanada. Der Boden ist größtenth.ils gut, vorzüglich im Westen, GegenSudosten ist die Oberfläche mit angenehmen Anhöhen vermischt, in der Mitte ber-gig, indem die Alleghanngebirge sich von N. nach S. hinturchziehen, gegen Nordwe-sten wellenförmig, gegen die See hin flach und hügelig am südlichen Ende. Da«Land hat eine reichliche Bewässerung, denn außer den Seen Onrario, Erie , Eham-plain und Oneida, durchstießt der schiffbare Hudson mit dem Mohawk das Land.