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Niederländische Sprache, Literatur und Poesie
schaßten;— 8oaietee ck'sniuliltion Zu Antwerpen und Brüssel; 8ooirlc ä'bielmr«paliircllo zu Brüssel; 8ooiclrs ste »isüeoini:, ollirurgic st «inits zu Brüssel ,Gent lc.; 8ouists» st >»;t>lut, cle liUsriitiire, »siencer el a, t« zu Brüssel . Vonden Verhandlungen der seit 50 Z. bestehenden Akad. der Wissensch. und Künste inBatavia erschien daselbst 1825 der 10. Band. Unter den Literar . Zourn. umfaßtdie leydner Lil-livtliesu sritisa ucie.i, herausgegeben von Z. Bake, Z. Geel,H. ?l. Hamaker, P. Hofmann Peerlkamp (der 4. Bd. erschien 1828), vorzüglichPhilologie und Geschichte.
Waiden gegenwärtigen Zustand der Wissenschaft!. Bildung in den Nie--terlanden betrifft, so ist es in der Gottesgelahrtheit mit der Aufklärung der re-formieren Theologen noch so weit zurück, daß sie schon dies Wort fast als einenGräuel betrachten; und auffallend ist es, daß die unduldsamsten am meisten in An-sehen stehen. Zwar gibt es hierin seit einiger Zeit einige ehrenvolle Ausnahnien,allein sie dürfen aus gegründeter Furcht vor Verfolgung nicht wagen, ihr Lichtleuchten zu lassen. Mit der kathol. Geistlichkeit sieht es im Allgemeinen in Belgien noch schlimmer auS; ein Theil der lukher. Geistlichkeit steht auf einer hohen Wlufevon Geistesbildung; ein andrer tappt in der Finsterniß herum, welche von ihm selbstdas „alte Licht" genannt wird. Die meiste Bildung und Duldsamkeit, die meistenKenntnisse der niederländ. Geistlichen findet man bei den remonstranlischen undmennonitischcn Predigern, die aber dafür von ihren andersdenkenden Amlsbrüdernder übrigen Sekten mit Haß und Verachtung angesehen werden. Die RcchtSkundeist in einem blühenden Zustande, der Richter- und Akvocatenstand gut besetzt undangesehen; unter den berühmten praktischen Rechtsgelehrten zeichnen sich auS:Meyer de Rhoer, Cuperus, Bondt, van Hall, van der Linden, van der Spyk,Scheppman und Tlout. Auch die Arzneikunde zählt viele gelehrte Praktiker.Auf Manchem ruht noch Boerhaave'ö Geist, und die vorzüglichsten hängennoch an seinen Lehrsätzen. Zn keinem Lande hat das Brown'sche Systemweniger Glück gemacht als in Holland , aber nichtsdestoweniger schreitet derniederländische Arzt mit dem Geiste der Zeit fort. Zu den vorzüglichste,: derneuern gelehrten Arzte zählt man die Herren a Roy und Cappadoec in Amster-dam, Oniyd und Mirandolle im Haag, Süprian zu Delft , Pros. Bleulaud zuUtrecht, de Ruuck in Arnheim , Rogge zu Nmiwegen u. A. m. An geschicktenWundärzten, Operateurs und Anatomen hat Holland keinen Mangel, und diePharmacien sind durchgängig sehr gut bestellt. Die Kenntnisse der Gelehrten inden übrigen Künsten und Wissenschaften gründen sich auf eine große Solidität, sindaber nicht so vielseitig als die der Deutschen . An guten Philologen fehlt es auchjetzt nicht unter den holländ. Gelehrten. Wyttenbach und van Heusden undder sehr bejahrte Sebalkus Rau, ein großer Orientalist, der Nestor der Univer-sität Utrecht , verdienen vor A. genannt zu werten. Zn der Philosophie hängennoch Viel- am sartesianishe i System, und nirgends gibt es wol weniger Spino-zisten als in dem Lande, wo dieser große Philosoph das erste Lebenslicht erblickte;ohne den Lärmen, welchen die refornurte Geistlichkeit gegen einen van Hemert, Kin-ker und andre neuere Philosophen gemacht hat, würde die Mehrzahl der Holländerkaum noch wissen, daß es einen Kant und Fichte und eine kritische Philosophiegäbe. Weit besser sieht es im Fache der Physik und Naturgeschichte aus, worinsich die Holländer noch jetzt vortrefflicher Männer und Dilettanten rühmen können.Als Astronom zeichnet sich der Freih. v. Utenhoven aus. Zn der Geschichte, außerder ihres Vaterlandes, vorzüglich in der neuern, werden die Holländer durch un-sere deutschen Gelehrten bei weitem übertreffen. Zm histor. Stvl sind Stuart undSck ellema nicht ohne Verdienst. Unter den neuern Prosaikern zeichnet sich vor Al-len van der Palm (s. d.) zu Leyten aus, nächst ihm Hoofr. An viele Wissen-schaften, die bei uns schon seit vielen Zahnn Hauptgegenstände einer akademischen