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Niedenhein
Erziehung sind, wie Statistik, Polizei'., Kameral-, Handlung«-- und Fman;-Wissenschaft, Landwinhschaft, Technologie, Heraldik, Diplomarik u. a. m., habendie Holländer kaum angefangen zu denken, wenigsten« sie als Wissenschaften zu be-trachten, die auf Universitäten gelehrt werden müssen. In der Mechanik und Hy-draulik haben es die Holländer sehr weit gebracht, und ihre Mühlen-, Schleusen-und Wasserbau« können davon zu unwiterleglichen Beweisen dienen. In Hinsichtder militairischen Kenntnisse ist e« gegenwärtig in dem niederländ. Heere, seitdemes, einige Schweizeriruppeu abgerechnet, aus lauter Landeskindern und nicht mehraus einem Gemisch aller Nationen besteht, so gut als in irgend einem Lande be-stellt, und unter den höhern Ossicieren würden, besonders in dieser Hinsicht, dieGenerale Iansen, Pvman, Anthing, Heiliger«, Tindal, Chasssi Bruce, Gun-kel, Evens, Krayenhos, Dupont, van der Plaar, Constant de Rebecgue u. ?i.jedeni Heere Ehre machen. Unter den jetzt lebenden Dübtern verdient Bilderduk(s. d.) zugleich als Gelehrter vorn ersten Range und als ein etwas anmasendes Genievon wcilumsassenden Kenntnissen, wiewol mit einer heterogenen Mischung vonreligiöser Schwärmerei, besondere Aufmerksamkeit. Gelehrte Buchhändler gibt erwenige mehr; die Zeiten der Elzevir und Wettstein sind vorüber; und wenngleichein Holtrop, ein Wild und Alkheer, Loosjes, ein Uylenbrock, Allart, Covenü,Gartman, van Spaan, Immerzeel, van der Hcv, van Clccf und einige Andreeine ehrenvolle Ausnahme machen, so sind sie doch keineswegs mit den großendeutschen Buchhändlern zu vergleiche». Bildhauer von einigem Rufe gibt esjetzt nicht in den gesummten Niederlanden. Doch sah man 1824 von dem Bild-hauer Parmentier eine trefsiiche kolossale Ltaiue, den Iason . Auch ward 1826 einkolossaler Löwe, das Denkmal der Schlacht von Waterloo, vollendet. Von denMalern s. Niederländ. Schule. Die Musik ist zwar sehr geliebt, aber derTonkünstler ebenso wenig als der Schauspieler geachtet, und man nennt keinenHolländer als ausgezeichneten Virtuosen. Ihre Schauspielkunst ist ganz nachsranz. Schnitte geformt, und als eine der vorzüglichsten tragische» Schauspielerin-nen nennt man die 1827 gest. Madame Ziesenis. Für die Wissenschaften >m All-gemeinen erwartet man von der Verwirklichung des von der Regierung 1814 mitZuziehung einer wohlgewählten Commission entworfenen, in der Folge auf dieeinverleibten Länder ausgedehnten Studienplans wohlthätige Wirkungen. S.„!.e^n»s tlo iitteialiiie ltniluinl.iize, ii.iiliiitL» sn kraue.", V0N L. V. Rüvul,Pros. zu Gent , 1. Th., Poesie (Brüss.'l 1829). ' ll—m.
N i e d e r r h e i n, eine preußische Provinz, m. d. T. eines Großherzogthums(307 djM., 1,l27,300 E.), kam durch die wienerCongreßacre 18!ü an Preußen.Der zweite pariser Friede fügte noch einen kleinen Theil von Alrsrankreich hinzu.Sie liegt auf beiden Rheinuferu und grenzt an die preußischen Provinzen Klcve,Berg und Westfalen, die nassauischen, großherzoglich-hessischen, Hessen -Homburgi-schen, oltenburgischen, kobnrgischcn und bainschen überrh inischen Lande, Frankreich und das Königreich der Niederlande. Der im Ganzen etwas gebirgige Boden ent-hält auch Ebenen und viele fruchtbare Thäler am Rhein, der Mosel , der Nahe,überhaupt romantisch-schöne Gegenden. Zwischen der Nahe und der Mosel ist dieProvinz von den rauhen, waldigen Bergreihen des Huii dSi ücks (s d.) lurch-zogen, welcher sich dem voz-sischen Gebirge anschließt. Von Prüm und Malmetyzieht sich bis fasi an den Rhein die Eiffel, ein gebirgiger Landstrich. Noch nördlicher,zwischen Malmet», Monljvie und Eupen , ist das hohe Vecn, der höchste Bergrückenzwischen der Maas, Mosel und dem Rhein . Die beiden letzter» Bergketten sindFortsetzungen derArdenne». Der natürliche Reichthum besteht inWildpret, Fischen,Getreide, Obst, Gartengewächsen, Flachs, Hanf, Hopfen, Taback, Wein, besondersan der Mosel (Moselweine), Aar (Bleicher!) und an der Nahe, und ansehnlichenWaldungen, vorzüglich im südliche > Theile, DaS Mmeralrclch liefen Silbe-