Niemen Niemeyer 873
Polen als Königreich mit Rußland vereinigt ist., Er war Präsident des Consti-"tionscomite und hatte den größten Einfluß auf die Abfassung der Verfaffungs-skunde selbst. Im wurde auch der Auftrag. Kpsciuszko nach f. Tode eine Ge-^chlnißeede zu halten; diese gilt für ein Meisterstück. Zu seinen vorzüglichsten7^>'ken gehören: „Histor. Nationalgesange mit Musik und Kupf." (Warschau °lk seitdem 4 Auch); „Gesch. der Regierung Siegmunds >11., Königs der Po-(Warschau 1819, 3 Bde.); „Casimir der Große", Schauspiel in 3 ActenlWarschau 1792); „Fabeln und Erzählungen" (Warschau 1820, 2Bde.); und^ ,,Sammt, von Memoiren zur alten poln. Gesch." (Warschau 1822, 8 Thle.).K" seinen Briefen polnischer Juden: „Levi und Sara; ein Sittengemülde" (ver-.^tschkBerl. 1825) schildert N. den elenden geistig-sittlichen Zustand dieses Theils^ polnischen Bevölkerung mit lebendiger Treue. Sein Roman in poln. Sprache:Johann von Tenczyn" (Warschau 1825, 3Thle.; verdeutscht,Berl. 1828), führt-W Leser in eine der glänzendsten Epochen der poln. Gesch., in die Zeit des Königs^>3>§mund August, in die Mitte des. 16, Jahrh.
^ Niemen, der polnische Name des FlussesMem el. Er entspringt im rnss.^uvern. Grodno bei Slonim und theilt sich 2 Meilen hinter Tilsit in 2 Arme, dieund die neue Gilge genannt, welche die wegen ihrer Fruchtbarkeit berühmte."isier Niederung bilden und sich in das kurjscheHaff ergießen. Dieser Fluß, welcher?^>ommer schiffbar ist und den Handel mit Memel und Königsberg belebt,Erhielthistor. Merkwürdigkeit durch die Zusammenkunft Napoleons mit dem Kaiser"Lander und König Friedrich Wilhelm von Preußen auf demselben 1807.
. Niemeyer (AugustHerrmann), Theolog, Erziehungsschriftsteller undDich-geistlicher Lieder, geb. d, 11. Sept. 1754 zu Halle im Saalkreise, wo s. VaterWchidiakonus war, besuchte das k. Pädagogium zu Halle und studirte auf der da-l gm Universität Theologie. '1777 habilitirte er sich, 1780 ward er ebendaselbstiGrordentl. Pros. der Theologie und Jnspector des theolog. Seminarjums, 1784^°entl. Pros. und Aufseher des königl, Pädagogiums, 1785 Mitdirector desPä-.^giums und des Hallischen Waisenhauses, welches sehr in Verfall gerathen war,
> Director des pädagogischen Seminariums, 1792 Consistorialrath, 1794 v.^.^heologie, 1800 Director des Almosencollegiums, 1804 wirkt. Dberconsisto-n?^äth und Mitgl. des berlinischen Oberschulcolleguims, 1808 Mitgl. der Reichs-^dde im Königr. Westfalen und in eben diesezn Zahre Kanzler und kevlor per-der Universität Halle, 1813 verlor er diesen Posten, da Napolen die Uni-Mät wegen ihrer für die Verbündeten im April gezeigten patriotischen Gesin-d^gen aufgelöst hatte; 1814 ward er bei Wiederherstellung der Universität wieder^ Lkietzt, legte aber nachher die Stelle eines Kanzlers nieder, wurde 1816 Consisto-^,"äth und auswärtiges Mitgl. desConsistoriumS zu Magdeburg , und erhielt 1815sgTlFthen Adlerorden 2. Classe, Die größten Verdienste hat er als Erziehungs-^Msteller. Als Theolog war er stets bemüht, geläuterte Begriffe über die Lehrenl„ Religion zu verbreiten. Seine vorzüglichsten Schriften, außer vielen Abhand-g, 3cri, Übersetzungen und Predigten, sind: „Charakteristik der Bibel " (5 Bde.,tz "dns. Sohn, Pros. N. in Halle, eine n. A Halle 1830 besorgt); „Philotas , oder„<>!^äge zur Beruhigung und Belehrung für Leidende und Freunde der Leidenden;"^ ^skheus, zur Erweckung und Beförderung der Andacht nachdenkender Chri-lebi. ^ "Bopulaire und praktische Theologie"; „Briefe an christliche Religions-^ ss"; „Leitfaden der Pädagogik und Didaktik" (Halle 1802); „Ansichten' derPädagogik und ihrer Geschichte ist: ,18. Jahrh." (Halle 1801); „Grund-(8 a, ^ Erziehung und des Unterrichts für Ältern, Hauslehrer und Schullehrer"sik'e,. fg., I Tble.); „Originalstellen griechischer und römischer Clas-
bie Theorie der Erzuhung" (Halle und Berlin 1813); das Religions -das Gesangbuch für höhere Schulen; „Feierstunden während des Kriegs";