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Nieren
„Religiöse Gedichte" (Halle u. Berlin 1814). Im 1.1820 machte er eine Reffenach England, die er aufeme höchst anziehende und lehrreiche Weise beschriebenin s. „Beobachtungen aufReisen" i 1822,,2 Bde.). Ein 3. und 4. Bd. erzählen einfrühere Reise N.'s nach Holland und die Deportationsreise nach Frankreich .Den 18.April 182? feierte die Universität Halle sein 30jähriges MagisterjubilattM-Diese Feier ward auch durch Deputirte andrer Universitäten, sowie durch ein ^schenk von 40,000 Thlrn., welches der König der Universität zur Erbauung e>ws,von N. früher erbetenen, Universitätsgebäudes machte, ausgezeichnet. (S. die 'schreibung der Jubelfeier", Halle 182?.) N. starb zu Halle den ?. Juli 1828 .
Nieren sind Eingeweide des thierischen Körpers, bestimmt, die Ausschendüng des Flüssigen in demselben'zu bewirken. Die Nieren des Menschen si""länglichrunde, bohnenförmige Körper, in ihrer Größe nach Verschiedenheit desck>-ters auch verschieden, doch ungefähr von 2—3 Zoll Länge und einem, auch ander shalb Zoll im Durchmesser. Aus jeder Seite des Körpers liegt eine Niere, die hlsstere Fläche einer jeden liegt mit ihrem obern Theile an dem Lendentheil des ZwerH'fells, vom elften Brustwirbelbein bis zum fünften Lendenwirbel. Der äußere Rä"der Niere ist gewölbt und sieht gegen die Lendeniheile desZwerchmuskels und gfg^die innere Fläche der Bauchmuskeln an deren Hintern Umfang. Der innere R'a"ist gegen die großen Gefäßstämme gerichtet und an seiner vertiesteflen Wttlle weinem etwas eingebogenen, länglichen Einschnitte versehen, in welchen die Nervsund Blutgefäße der Nieren eingehen. Jede Niere ist an ihre benachbarten Thsffdurch zellgewebige Haut angeheftet, welche mit vielem Fette ausgefüllt ist. ^Substanz der Niere ist dicht, fest und von blaßröthlicher Farbe, an dem gasssUmfang aber dunkler und besteht aus einer Verwickelung der zartesten BlutgefEAus der Rindenfubstanz entsteht die innere, röhrige Substanz, in welcher 8—'pyramidenförmige Abtheilungen unterschieden werden können, welche aus den zartCanälen der Uringänge zusammengesetzt sind, und mit ihren gegen den innern Rader Niere gerichteten Spitzen zusammenstoßen undNierenwärzchen genannt werde 'Diese ergießen ihre abgesonderte Flüssigkeit in gemeinschaftliche, häutige Röyss'die Nierenkesche, in dem Einschnitte der Niere sich versammelnd, die sich hier alleeiner sackförmigen Erweiterung endigen, welche das Nierenbecken genannt off 'Es hat die Form eines Trichters und verlängert sich in eine ziemlich geräuw vRöhre, welche sich bis in die Beckenhöhle der Urinblase herab fortsetzt, dieselbe du^bohrt und sich mit ihr vereinigt, sodaß der abgesonderte Urin beständig in die >herabtröpfelt. Jede Niere enthält einen Arterienzweig unmittelbar aus demSta>"der Aoria; die Nierenarterie tritt in dem Einschnitte der Niere in dieselbe ein,vebreitet sich in unzählbaren Verzweigungen zuerst auf der Oberfläche derselben, b» .die Rindenfubstanz, gibt die Röhrchen ab, welche die Nierenwärzchen bilden, "vereinigt sich zum Theil wieder in zurückführende Zweige, welche, in einen V^nstamm vereinigt, das übrige Blut wieder in den Stamm der Hohlvene zurück"!gen. Das Geschäft der Niere, den Urin aus dem Blute abzusondern, wird geb'durch das ihr beygegebene Nervensystem, welches in einem von mehren Nervenfttkdes Geflechtes der Unterleibsnerven gebildeten Nervennetze besteht, das dieNff'Sarterie bis in das Innere der Nierensubstanz begleitet und das Organ mit ftw ,ihm eigenthümlichen Leben begabt. Die Nothwendigkeit dieses Organs in dein ty
rischen Körper leuchtet aus der Einrichtung seiner organischen Selbsterhaltung yevor. Indem zu seiner Ausbildung gewisse Stoffe nothwendig sind und vondurch Nahrung und Getränke aufgenommen werden, müsse,! als Gegenw"uauch bestimmte Organe sein, welche sich der Herrschaft dieser Stoffe widersetze"- ^aufnehmen, bezwingen und verändert fortschaffen. Der Körper bedarf Zwar Z"ner Erhaltung eines Antheils von Stickstoff, der sich in der Phosphorsäure rcttss
vorfindet und, mir Ler Kalkerde verbunden, als phosphorsaurer Kaik tue-