Band 
Siebenter Band. M bis N.
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877
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Niger

Folgezeit glaubte es nicht mehr, bis der Lauf desselben von neuem entdeckt, und dieBehauptung des Vaters der beschichte bestätigt wurde. Mungo Park (s. d.)Aar der erste Europäer, der diesen Fluß sah und bemerkte, daß er von W. nach O.stieße. Bei seiner zweiten Reise 1805, um das, Ende des Nigers zu entdecken, er-dichte er auch wieder diesen Fluß, kam weiter als das erste Mal und befuhr ihn mitdem Vorsähe, entweder seinen Plan auszuführen oder zu sterben. Er verlor beidieser Unternehmung sein Leben. Bei Seao, wo Mungo Park auf seiner erstenstielst den Niger zuerst erblickte, strömte er schon so breit wie die Themse bei London .Bon Scgo abwärts folgt am Strome nun Ort an Ort. Große Handelsstädte lie-gen an demselben, als Ienne, Tombuktu (ungefähr eine Stunde davon), Haussa,und nach den neuesten Nachrich.en Wassanah. Die Städte an demselben, beson-ders Tombuktu und Wassanah, sind die großen Marktplätze für das ganze Nord-afrika; denn regelmäßige Karavanen gehen von Gambia und Senegal, von Ma-rokko und Fez, Tunis, Tripolis und Fezzan, von Kairo und Dar-Fur zu ihnen hin.Seine Ufer sind tiefer landeinwärts bebaut und äußerst bevölkert. Dieser Strom"regt daher mit allem Recht den Wunsch, seinen Lauf und sein Ende kennen züAtrien; deßhalb wurden von den Briten 1818 2 Unternehmungen ausgerüstet.Die eine sollte auf dem Kongoflusse bis in das Innere von Südafrika eindringen,Adem man vermuthete, daß der Niger mit dem Kongoflusse ein und derselbe sei.Die andre sollte von Senegal aus bis an den Niger gehen, und beide sich im In-Uern treffen. Aber beide Unternehmungen sind gescheitert. Einige Geographenglauben, daß der Niger mit dem ägyptischen Nile in Verbindung siehe, Andre,Aß er sich in einen großen Binnensee endige, wieder Andre, daß er das mittlere^ebirgsland durchbreche, nach Südwesten fließe und sich (vielleicht als der Kongo )>n den "Guineabusen ergieße. Letzteres beruht aus der 1817 gedruckten Erzählung des^mines Riley, Supercargo auf der nordamcrik-Brigg Eommerce, welche an dei West-küste von Afrika 1815 Schiffbruch litt. Das 25.Cap. dieser Schrift enthält dieRci-f"> eines Arabers Sidi Hainet, welche Riley ihm selbst- mit Zuziehung eines span.Abenden Dolmetschers, nachgeschrieben hat. Bei seinem zweiten Aufenthalte zu^onibuktu mußte Hamet auf B efehl des Königs mit einer großen Karavane nach^assmah, einer noch weiter am Niger gelegenen, noch gi ößern Stadt, mit wel-Tombuktu in lebhaftem Handelsverkehr steht, reisen. Nach 80 Tagereisen ge-larigten sie nach Wassanah, und er sagte: „Sie ist unfern des Ufers d,s Flusses er-RUt, welcher im Süden vorbeiströmt, zwischen hohen Bergen auf beiden Seiten,lchoch njcht ganz dicht atti Flusse. Die Einw. von Tombuktu nennen den Fluß Ioli-b'b, und die von Wassanah nennen ihn Zadi. Der Bruder des Königs sagte einemAtiner mich begleitenden Glaubensgenossen, daß er in einigen Tagen mil 60 Booten"A Reise den Fluß hinab machen werde, um 500 Sklaven zum großen WasserfDcean), wohin ihre Richtung erst südlich, dann westlich zü nehmen sei, zum Ver-ruf zu bringen, weilman dort in großen Booten viele Weiße antreffe, welche MuS-. m, Pulver, Taback, blaues Tuch und Messer und dgl. bringen. Er sagte, es seiweiter Weg, und er werde 3 Monate zu tiefer Reise brauchen. Wir sahen eine9>'oße Menge von Leuten, welche- mit Sklaven und Elefankenzähnen den Fluß hin-^gereist waren, um zum großen Wasser zu kommen, und nun zurückk- mew'. NachAfsir Erzählung nimmt Riley an, daß das große Wassr, zu welchen, die Einw.--vaffanahs erst südwärts, dann wesiwäns gehen, der atlantische Ocean sein Müsse,"d baß der Niger in seinem Lause ostwärts durch höh- Berge im Innern dieses..""'forschten Festlandes gehemmt und sudwäriS zu gehen genöthigt werde, laß er! bwärts längs hinab zwischen jenen G-birgeN fortgehe, d>re,i von Sewgal nach"0 Meerbuien von Guinea sich elstr>ck-nte unt di sn Me>'baßn umgebende. "te schon bekannt sei, und daß er immer Mehr vereng: und eingezwängt werdeT"'ch ftne unermeßliche Bergkette, in welcher, wie bekennt sei, ler Nil seinen Ur-wrung habe, baß mithin sein so gedrängtes und immer höher steigendes Wasser