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Niesen
Niger
Niesen, im Niedersachsischen prusten, entsteht aus einer Bewegung betGeruchsnerven. Unter den Thieren nießt nur der Hund vollkommen wie der Mensch«Ein anhaltendes heftiges Niesen, welches von dem Einziehen eines fremden Körper»in die Nase, oder wie beim Schnupfen von krankhaft erhöhter Reizbarkeit der dieNase inwendig bekleidenden Schleimhaut entsteht, kann bisweilen besonders beischwächlichen Personen, gefährlich, aber durch das Einspritzen lauwarmer M>lchoder lauen Wassers, oder durch das bloße Einziehen des Dampfes von warmemWasser gehoben werden. Die Gewohnheit, Jemand beim Niesen Gesundheit zuwünschen, ist so alt, daß schon der große Forscher Aristoteles zu Alexanders Aeüihren Ursprung nicht mehr anzugeben wußte. Es ist daher wohl möglich, daß die S>^bei einer Krankheit entstanden ist, in welcher das Niesen die gefährlicheKrisiS verlü»''digte. Auch bei den Opfern sah man das Niesen für ein günstiges Zeichen an.
Niethammer (Friedrich Immanuel), v.der Philos. und Theol., der k.Akad. der Wissensch. zu München außerordentl. wirkl. Mitglied, k. dänischer As-tral-Schul-, Studien-und Kirchenrath bei dem geh. Miniflerum des Inner»,ist zu Beilstein im Würtembergischen 1766 geb. 1793 trat er zu Jena . nach er-langtem Doctorate, in der Philosophie und Theologie als Pros. dieser Wissensthsmlen öffentlich auf. Ein Geist gründlicher und parteiloser Untersuchung, und e>»^Methode, welche immer den Stand der jedesmaligen Frage aus dem historischen »»»wissenschaftlichen Standpunkte genau bestimmte und den Gegenstand derselben >uscharfer und lichtvoller Erörterung erschöpfend abhandelte, offenbarte sich deutlich ^den Vorlesungen und Schriften desselben. Damals drückten Deutschland 2 Übebeine anmaßende Aufklärerei, welche sich mit dem Verdienste der Derscheuchung ds»Aberglaubens stolz aufblähte, dann aber ein fast ausschließendes Hinneigen der Bck'düng auf Praxis und Gewerbfieiß. In der kleinen, ober mulhigen Schar der griff'reichen Streiter gegen diesen verderblichen Zeitgeist erschien damals als einer der A-sten auch N. Theils für sich, theils vereint mit Fichte und A. kämpfte er in Schafften und öffentlichen Lehrvortrügen siegreich gegen das verwegene Eindringen ei»e»plumpen Realismus in den ganzen Umkreis menschlicher Bildung. Durch st>"sWirksamkeit in dem Gebiete der Wissenschaften zog er die Aufmerksamkeit der ba»rischen Regierung auf sich und war einer der auswärtigen Gelehrten, die sie 18»^nach Würzburg berief, um zu einem neuen Aufschwung der Wissenschaften u»dKünste in ihren Staaten mitzuwirken. Als Würzburg 1865 im presdurger^Fr'e-den abgetreten wurde, ward N. als protestantischer Kreis-, Tonsistorial-und Sch>"'rath nachBamberg im Mainkreise, und 1807 als Central-Schul-und Studie»'rath nach München versetzt. Längst schon hatte er gesehen, wie fast überall sDeutschland das Studium der alten classischen Welt und aller echteü Philosoph^vernachläßigt wurde, wodurch die Schulen allgemeiner Bildung fast in bloße W'rufrschulen ausarteten. Zeit und Vernunft geboten eine Reform des Schubsest»»'
N. , dem die Stelle, worauf er jetzt stand, die nachdrücklichste Mitwirkung an dck'selben zur nachdrücklichsten Pflicht zu machen schien, sprach seine längst genäht,Ideen darüber in s. vortrefflichen Schrift über „Philanthropinismus und Hu»ff'nismuS" öffentlich aus. Verwirklicht erschienen sie in dem neuen Schulplane, 'cher 1808 überall im Königreiche eingeführt wurde, um den Sprach-und ReO'studium eine veredelte geistige und zeitgemäße Richtung zu geben, 1829 aber duraleinen andern (von Schelling und Thiersch) wesentlich verändert wurde.
N i fl h e i m, s. Nord i sehe Mytho log ie,
Niger , Joliba oder das große Wasser, auch der schwarze Nil, der großSteppenfluß in Mittelafrika, der besonders Nigritien oder Sudan durchstießt, dem
O. uelle sowol als Mündung uns bis jetzt unbekannt geblieben sind. Vor mehr »2000 Jahren zeichnete Herodot die erste richtige Nachricht über den Lauf dir!größten Stromes von Afrika auf und sagte, daß er von W. nach O. fließe. ^