Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
891
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Nominalwerth Nonnus 8!>1

"nming, Namen (üalus vooi). Dagegen behaupteten die Realisten (von res,

! °>e Sache), die allgemeinen Begriff, würden nicht vom Verstände gebildet, sondernAen der Wirklichkeit nach in den Objecten gegründet, sie würden als Realität dem! Erstände gegeben, sie seien die Sachheit selbst. Die Lehre des Noscellin wurde zu^oissons 1092 verdammt, und die Realisten, welche unter sich selbst nur in wenig^deutenden Punkten abwichen, wurden die herrschende Schule. Indessen ward imAnfange des 11. Jahrh, der Kamps der Nominalisten mit den Realisten durch denha,iciscaner Wilhelm v. Occam aus der engl. Grafschaft Surrey, einen Schülerberühmten Duns Scoius (welcher zu Paris lehrte), auf eine solche Weise er-uiert, daß die Nominalisten zuletzt den Sieg davontrugen. Sein Scharfsinn rich-te sich zunächst gegen die von den Realisten behauptete objective Realität, welcheallgemeinen Begriffen außer dem Verstände zukommen solle. Diese haben nach^Occam nur ein subjectives Dasein in der Seele und sind ein Erzeugniß des abstrahi-tenden Verstandes. Unter den nächsten Anhängern und Vertheidigern des Nomina -"Linus bemerkt man noch den berühmten Joh. Buridan aus Beth ane (1350), fer-^rRob. Holcot(st. 1319), Greg. von Rimini (st. 1358), Heinr.von Oyta, Heinr.°°n Hessen (st. 1397), Nic. Oresmius (st. 1382), Match, von Krakau (st. 1410),^abr. Viel (st. 1495). Die Nominalisten wurden zwar oft verfolgt (zu Paris 1339,l840,1409, 1473), indessen gewannen sie doch nach und nach sowol in Frankreich auf den deutschen Universitäten die Oberhand. Sie sind auch dadurch >n der Gerlaichte derPhilosophie des MttelalierS merkwürdig, daß, ungeachtet ihr Streit sichDeutlich nur auf die Realität der allgemeinen Begriffe bezog, von ihnen ein freierervnd von der kirchlichen Theologie unabhängiger Geist ausging, welcher den großemphilosophischen Versuchen verfolgenden Jahrhunderte zuerst den Weg bahnte.

. N o m i n a l w e r t h, Nennwerth, ist der durch Worte oder Zahlen festge-Me Werth einer Sache, unterschieden vom wirklichen Werthe (Realwerihe), AmMusigsten kommt dies r Unterschied bei den Staatspapieren vor. Ist bei diesenwminalwerth und Realwerrh gleich, so sagt man, sie stehen ->1 pari. Außerdem"9terscheidet man ihren Nominalwerth von ihrem gewöhnlichen Curse.

^ Non (Jean Claude Richard de Saint), geb. 1727, gest. zu Paris den 25.>ov. llgl , Mitglied der Maler-und Bildhauerakademie zu Paris , berühmtJtch sein „Voyago piltorosgus rlo H.iplc, ot cle 8io!lo" (1782 — 86, 5 Bde.,^i-), die vorzüglich wegen der (417) Kupftrtaftln geschätzt wird. Er hatte seine, teile als Parlamentsrath verkauft, um mit diesem Gelde die Reise nach Italien ^ vestoeiten. Er war selbst ausübender Künstler und besaß in Arbeiten mit der Nä-hnadel eine vorzügliche Geschicklichkeit. Außer den Kupfern jener Reiftbeschrei-h'g hat er noch eine Menge von Blättern nach Antiken oder nach Arbeiten von Le^vince, Boucker und Fraqonard herausgegeben. (Vgl. Denon.)

Nonä, s. Calender.

, N o » c o n fo r m i sten, die der bischöflichen Kirche in England entgegenge-he Partei, s. Anglicanische Kirche.

Non e, in der Musik der neunte Ton vom Grundton herauswürts gerechnet,Intervall.)

Nonjurors, Nichtschwörer, s.Jakobiten.

N o n i u s, s. Vernier.

N o n n e, s. Klöster.

leb. ^ onn u s, ein späterer griechischerDichter, geb. ausPanopolis in Ägypten ,k>n^ Einigen zu Anfang, nach A. zu Ende des 5. Jahrh. n. Chr. Er ist Vers.

^dichts, „Dionysiaca" betitelt, in 48 Büchern, worin der Zug des BacchusIch '""^s) nach Indien beschrieben wird. Die Schreibart ist schwülstig und weit-esshvifig, dw Beschreibungen zu sehr ins Einzelne gehend, die Beiwörter oft ohnegehäuft und gesucht, aber die metrische Behandlung hat Verdienste, und der