Band 
Siebenter Band. M bis N.
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899
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Norderneier Seebad

Nordische Mythologie 899

zu Kopenh, u. d. T.t „Vo)'i>»e et cle lXulno" (2 Bde., Fol.) 1751 her-

ausgeg. (deutsch nach der engt. Ausg. mit Anm» 2TH., m. Kpf./ Lpz. 1779). Die-se« Werk wird sowol wegen der Glaubwürdigkeit der darin enthaltenen Nachrichtenals wegen der äußerst lehrreichen Kupfertaseln noch jetzt außerordentlich geschäht,NorderNeierSeebad, aufder InselNorderNeian derKüste von Ost-friesland . Die ganze Insel scheint ehtmals mit dem festen Lande zusammeng han-Zen zu haben, und noch jetzt gibt es zur Zeit der Ebbe von der ostfriesischen Küsteau« dahin einen Fußweg. Die Insel kann in 4 Stunden Umgangen werden. Siebestcht aufder südöstlichen Hälfte aus lauter SanddüneN , 40 — 80 Fuß hoch,Zwischen welchen schön bewachsene Thäler sind, Und welche die Wohnung zahlloserSergenten und andrer Vögel ausmachen. Sie beschützen die bewachsene nordwesi-liche Seite gegen Stürme und verschaffen so dem hier gelegenen Dorfe Schutz/aas 106 Häuser mit einer Kirche, einem Bade-und Gesellschaftshause, und über-haupt 550 Cinw., meist Schiffer, zählt. Die kalten Seebäder sind am Nord-Westrande und haben derben, sandigen fföassergrund. Die warmen Bäder nimmtwan in den Häusern der Einiv. oder im BadehaUse. Überall herrscht die muster-hafteste Reinlichkeit. Das Gesellschaftsbaus hateimn Saal, worin an der Winhs«wfel gespeist wird, ein Billard und einige andre Zimmer. Vor demselben ist einBehölz mit der Aussicht nach der See.

Nordhaüsen, vormalige (seit etwa 1220) freie Reichsstadt, und 1802Preußen einverleibt, gehört jetzt zum preuß. Regierungsbezirke Erfurt in der Pr»-wnz Sachsen . Sie liegt an der südl. Seite des Harzes am Flüßchen Zorge und amAnfange der güldenen AUe. Die Stadt, Mit Mauern Und Thürmen umgeben, ist^Modisch gebaut und liegt theils aufder Ebene, theils am Abhänge eines Berges.^ö>e besteht aus der Ober- und Unterstadt und hat ein Gymnasium, wohleingerich-Töchterschulen, 7 Kirchen (mit dem jetzt aufgehobenen kathol. Stifte St.-Cru-1400 H. und 10,400 E., welche sich hauptsächlich vom Branntweinbrennen,Getreide- und Ölhandcl, auch Viehmüstunq ernähren. Bloß die Branntwein--sfnnereien (120 Blasen, die jährlich 300,000 Scheffel Korn verbrauchen) und der^lehhandel setzen über 1 Mill. Thlr. in Umlauf. Der Öchandel ist gleichfalls wich-Ä, indem 16 Mühlen jährlich über 1,700,000 Pf. Rüböl liefern. Auch hat N.aabriken von gebrannten Wassern, die Vitriolöl, Scbeidewasser, Hirschhornöl, dam-^sinden Salzgeist/ Salpekergetst, Weinsteingeist, Ziegelsteinöl und Weinsteinsalz^'fertigen, deßgl. Tuch-, Wollenzeuch-undLackirfabriken, sowie ansehnliche Ger -.^'ien. In Friedrichslohra , einem prevß. Dorfe bei N., sollen noch ganz ver-?"derte Zigeuner Hausen. — ,/Urkundliche Geschichte der L)tadt N." von l). För-""Nann, 1. Liefer. bis 1250 (Halle 1827, 4.).

Nordische Literatur (altnordische), s. SkandinavischeLtteratur.

- Nordische Mythologie ist ein Werk der Skalden , d. i. der altenHeischen Sänger in Dänemark/ Norwegen, Schweden und Island . Wie dieAigivn und Bildung häufig von der Poesie ausging/ so auch hier. Und zwar gab."ch hieb die Kosmogenie den Grund der Religion; eine Kosmogenie, deren Gro-tzg 2 zugleich von der wilden Phantasie ihrer Urheber und der Beschaffenheit desK üdes zeugt, wo sie entstand. Hier ist das Wesentliche derselben. Unten war nichty?°'/ oben nicht Himmel, mir Abgrund war und Nebelwelt (Niflheim), worin derDünnen floß, der nach Allem schnappt (Hwergelmer). Zwölf Flüsse, Cliwagarh.^üt, gehen aus diesem aus- Als diese sich so weit von ihrem O.Uell entfernt,der darin enthaltene Saft Verhärtete/ da rannen sie nicht mehr, sondern gefro-Zw ^ und ^in Reif wuchs über den andern bis in die Kluft des großen Ab-^jtstdes, die davon ganz ausgefüllt wurde. MittagSwärtS von der Nebelwelt warh>id e' Ek Feüerwelt (Mußpellheim, MiSpekheim). Aus jener kani ?llles dunkelkalt/ aus dieser heiß und hell. Da Nun heißer Wind aus ihr herüberwkhete auf

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