898 Nordamerikallische Freistaaten Norden
vcrneurS. — V. Die Vereinigten Staaten (s. d.), nebst den 1819 daM><verbundenen Floridas , in welchen noch viele theils den Amerikanern befreundete undan Landbau sich gewöhnende, theils wilde und kriegerische Stämme leben, z.B. inSüden die Seminoles, dieCreeks, dieChoctaws, dieCherokees u. Zl. — VI. Dasbisherige spanische Nordamerika , welches Alex. v. Humboldt (s. d.) uns zu»>Theil genauer bekanntgemacht hat, erstreckte sich nördlich bis zur Mission St.-.FraN-cisco an der Küste von St.-.Crux, und begriff ->) das Vicekönigreich Neuspanien-(S. Mexico). Zu ihm gehört auch Neumexico (Hauptst. Santa-.Fc am R>sdel Norte), mit der Halbinsel Calssornien. b) Die Generalca-itanie Guatemala -(S.Mittelamerika.) Zu ihr gehörte auch die Landenge Darien oder Panama -Der Boden ist fruchtbar und mit zahllosen Heerden bedeckt. Man baut GetreidsMais, Zucker, Baumwolle, Cacao, besonders Indigo. An der Mosquitvküste (mitder Stadt Balize), sowie in Altmexico, in der Provinz Pucatan an der Honduras -bai haben die Engländer Niederlassungen, aus welchen sie die schönsten Holzarten,z.B. Campescheholz, ausführen. — Außer ältern Reisewerken, welche die Völkerkünde Nordamerikas betreffen (z.B. das wichtige von IsaakWeld, London 1799)-sind reich an neueü Beobachtungen: Adair's„llistor^oktl>e4,,ieiicui,
Sam. Farmar Iakvis, „On tbc rcH^ion etc. ok tlie lncl'ian läib«-!," (Neuysct1820); des evangel. Predigers Heckewelder „Nachricht von der Geschichte, desSitten und Gebräuchen der indianischen Völkerschaften" (a- d. Engl., mit den An-gaben andrer Schriftsteller, z. B. Carver, Loskiel, Long, Volney , vermehrt, t'sNHesse und Schulze, Gött. 1821); des Nordamerikan . Naturforschers Ios. Nutta>>„.loiirnal ol trarcl« inlo tbc Arlcgnzau lcriit»ry 1819" (Philadelphia 182',m. K.), und John Howison's /,8lretvlies ok llpper L-Iiiacla" (2 Bde.); ferner deseNgl. Marinelieut. Fihgerald v. Roos „Beschreibung einer Reise in die Vere'N-Staaten und Canada 1826" (London 1827); „Nachricht über die frühern Ei»n>-von Nordamerika und ihre Denkmäler, gesammelt von Friedr. Wüh. Assall, Berg''haupkm. des Staates Pennsylvanien - herar-sgeg. vom Pros. Mone" (mit e>neN>Atlas von 12 Steintafeln, Heidelberg 1827). Überhaupt: Carey's und Leas„Ocn^r»z>Ii^-, biitvr^ ->n<1 «talistih ok Aloerica etc." (London 1824), Buch^'nan's ,,8betci,o» ok tuc miinuers aNcl ün5toms ok tbc norclamericiiii lirciiani(London 1824), Edwin Zames's „Account ok an exzicclitlon krön, pilixburgbtbv koclcv Nountains" (London 1823, 8 Bde., mit K. u. Charten), und Talbols„k7vc Fest« resiclence in tbc 6»nacla, melnclin^ a tour tlnou^li tliv Ou>te
8taw5 ok America in 1823" (London 1824, 2 Bde.), zum Theil auch des frav)'Cap. Roquefenil „Reise um dieWelt von 1817 —19" (Paris 1824, 2 Bde-',u.Beltrami's „l'ÜAiima^', Lond . 1828, 2 Bde. (vgl. Missi sip p i). Spehc"„Handatlas von Amerika" (9 Bl. Med. Fol., Braunschweig 1827). 20.
Nord amerikanischeFreistaaten, Nord« merikanischsKrieg, s. Vereinigte Staaten . ,
Norden (Friedrich Ludwig), geb. den 22. Ock. 1708 zu Glückstadt in Hsrstein, wo sein Vater als Oberstlieut. von der Artillerie angestellt war, trat 17-^in das SeeCadettercorPS. Herr von Lerche, Großteremonienmeister am däniEHofe, bemerkte zuerst die glücklichen Anlagen des jungen N. und erlangte für >,rvom König die Erlaubniß und die Mittel zu reisen. Der Hauptzweck der Re' "welche der junge N. zunächst in das mittelländische Meer machte, war, die M 'art der Ruderschiffe zu studiren. Nachdem er sich hauptsächlich in Marseille lMLivorno hiermit beschäftigt hatte, erhielt er in Florenz von dem Könige von D'M'mark, Christian VI., den Befehl, nach Ägypten zu reisen. Einige Zeit nach > ^ner Rückkehr trat er, mit Genehmigung des Königs, als Freiwilliger in englsiEDienste. In der Absicht, s. Gesundheit herzustellen,„ging er nach Paris , wo er d22. Sept. 1742 starb. Die Beschreib, s. Reise nach Ägypten hat die königl. Am '