Nordlicht SOI
»erlassen, das sich 1716 insgeheim mit Preußen verband. Nun suchte derla?" ^ (s. d.) in den Unterhandlungen auf einer Alandsinsel 1718, Ruß-
" durch die Abtretung der Ostseeprovinzen für Schwaden zu gewinnen, um mitHai die deutschen Provinzen wiederzuerhalten, Norwegen zu erobern und,Alberoni's (s,d.) Plane, das Haus Stuart wieder auf den Thron von^land zu erheben. Allein nach Karls XII. Tode (11. Dcc. 1718) gab dien^ ch die Horn'sche Partei geleitete Königin von Schweden, Ulrike Eleonore , jenenaufund brach (24. Sept. 1719) die Unterhandlungen ab. Dagegen schloß»' "nter Frankreichs Vermittelung: ,->) Den Frieden zu Stockholm , 1) mit dem^.Ntfürstrn von Hanover, den 20. Nov. 1719; Hanover behielt Bremen undund zahlte an Schweden 1 Milk. Thaler; 2) mit Preußen, den 1. Febv.; dieses behielt Stettin und Vorpommern bis an die Peene und zahlte an1 .^N'eden 2 Mill. Thlr. b) den Frieden zu Friedrichsborg mit Dänemark den° ' Juli 1720; Dänemark behielt die Hälfte des Herzogthums Schleswig, die dastüE^^ttorp verlor^und gab alles Eroberte (Wismar, Rügen, Stralsund rc.) zu-
^te an Dänemark 600,000 Thlr. a) Mit Polen einen geheimen Waffenstill-Stockholm (7. Jan. 1720), der 1729 als ein Friede erklärt und, von denH?dtt'seüigen Reichsständen genehmigt wurde; August II. wurde als König von°len anerkannt, bezahlte aber an StanislausLesczinSki 1 Mill. Thlr. Unterdessen,Ae der Zag? den Krieg fort; ein schweb. Geschwader wurde (7. Aug. 1720) von, e>,> russ geschlagen, die Küste von Westbothnien, sowie 1721 die von Norrlandz-^urisch verwüstet (die Russen verbrannten 4 Städte, 509 Dörfer und 79 Meier-Stockholm jedoch durch eine britische Flotte gegen eine» Angriff der Russenschützt. Endlich vermittelte Frankreich den Frieden zu Npstadt in Finnland den 10.^kpt. 1721. Schweden tratan Rußland ab: Liesland (dafür zahlte der Zaar2 Mill.bn o()' ^llhkand, Jngermannland und Carelep, einen Theil von Wiborg , nebst al-3a 2 ?.leln an diesen Küsten, namentlich Öftl, Dagoe und Moen . Dafür gab derb ^Finnland zurückundversprach, sich nicht in die innern Angelegenheiten Schwe-^ zu mischen. So erhob sich Rußland zu der ersten Macht im Norden, undHtv-den verlor diese Stellung, welchees seit 1648— 1709 behauptet hatte. 20.lt>d r d l i ch t (üurnra boreast«, kiurnro boren!«). Man erblickt zuweilenNordgegenden des Himmels, gewöhnlich bald nach Sonnenuntergang, nahefeu ^rizont einen dunkeln Kreisabschnitt, um welchen ein glänzender, weißer oder,h"^llrahlender Bogen erscheint, der sich auch wol in mehre concentrische Bogentz -- durch deren Zwischenräume das dunkle Segment hervorscheint, Aus diesenl^ ^ti, gleichwie aus dem von ihnen begrenzten Segmente selbst, steigen Lichtstrah-den verschiedensten und prächtigsten Farben, und oftmals ganze,Feuergar-ii^'^äch allen Richtungen empor; die Erscheinung nimmt dabei an Intensität zu,o^sis Zunehmen kündigt sich durch eine allgemeine zitternde Unruhe der ganzen^-Masse, - " - ...
' an. Alsdann pflegt sich um das Zeniih eine Art von Feuerkrone zu bil-
^ l d>e aus der Vereinigung der daselbst zusammenstoßenden Strahlen und Licht-^.del entsteht, und gleichsam den Knopf eines aus Lichtstrahlen zusammengesetztenvorstellt. In diesem Augenblicke erscheint das Schauspiel am Mächtigsten,,ltz , ^gen der Mannigfaltigkeit als auch wegen der Schönheit der Farben.ö>e dNaupertuis, „b-> sigure clo la torrs etc.'/', Par. 1738.) Hierauf wird">ir > ^inung fast imm e schwächer und ruhiger; jedoch geschieht dies, sozusagen,itzll?"Eweise, wobei sich die vorigen Umstände, das Zittern der Lichtsäulen, die/chg einer Krone u. s. w.> aber unter tausenderlei Nuancen, erneuern; und end-s-j, ^drt die Bewegung auf, das Licht zieht sich gegen den nördlichen Horizont zurM., ff, das dunkle Segment löst sich auf, und es bleibt nur eine allgemein starke^Akeit am Nordhimmel zurück, die sich zuletzt in die Morgendämmerung ver.