908
Nordpolexpeditionen
liert. Dieses prächtige Phänomen wird bei uns vorzugsweise Nördlich , ^nannt, weil wir es nach Maßgabe unserer geograph. Stellung nur um den.beobachten können; Reisende in die südliche Hemisphäre, z. B. Johann,
oeooaryren rönnen; urcgenvc in oie ;uor>cye ^enn,pyare, z. -o.
Förster in den „Bemerk, auf s. Reise um die Welt" (Berlin 1183, S. 103),aber auch ähnliche Südlichter wahrgenommen, und man sollte dahervon Polarlichternsprechen. über die eigentliche Ursache d ieseS Meteor >die Naturforscher sehr verschiedener Meinung. Hell hält es für eine bloße ReMdes Sonnen -- oder Mondlichtes durch die in der Atmosphäre der kalten Zonen
benden Schneewolken und Eisnadeln; Mairan leitet es ebenfalls von der
atmosphäre her; Balley schreibt es dem Magnetismus, Franklin der Zlektriu >Biot , der 1811 mit Aufträgen her franz. Akademie der Wissenschaften zur A>e>^Mung der Länge des Secundenpendeks nach den shetländischen Inseln gegangenund am 11. Aug. auf der Insel Unst Gelegenheit gefunden hatte, ein NordM .seiner ganzen überraschenden Herrlichkeit zu beobachten, gibt auf diese Veranlaß
eine vulkanische Theorie des Phänomens, die sich ausführlich im„cko»ri>!r! cl«'vsi!»"für 1820, und auszugsweise in Nr. 200 des „Lik. Conv.-Bl."für/befinden Beachtung verdient ein scharfsinniger Gedanke Kastner'S, welche ^der 6. Aufl. v. Gren's „Physik" (Halle 1820) Nord - und Südscheine als d^h,
'Erdpolen periodisch entströmend? Erdelektricität bezeichnet. Die neuestenachtungen von Richardfon und Hood findet man in dem Anhange zu Fr'am ^„d^uri-itivs ok,i jouirx'v tn tlis sbnros of tlie kol^r 8e-r in 1819 eto." H1823,4.). Auch hat sich Arago's Behauptung, daß das Nordlicht einendEinstuß auf die Magnetnadel äußere, bestätigt.
Nö » dlingen, ehemalige freie Reichsstadt in Schwaben , mit einelffbiete von 1j f^M., kam 1802 an Baiern und liegt im bairischen RezaM^am Bach Eger, mitten im Rieß (150 H„ 1560 meistens evangel. Einw-)-ist der Sitz eines Landgerichts und hat gute Woll -, Leinen - und Zeuchmanuw .ren, Färbereien und starken Kornhandel. Hier wurden die Schweden am 6.
1634 n. St. zum ersten Male auf deutschem Boden geschlagen. (S. Dre>k ^jähr. Krieg.) Bernhard v. Weimar und Gust. Horn wollten die von einemüberlegenen kaif. Heere unter dem Erzherzog Ferdinand (Gallas, Karl v. 2s d ^gen und Johann von Werth ) belagerte Stadt entsetzen; ohne ein heranzleh^^,,schwedisches Corps abzuwarten, griff Bernhard, dem Rache des Grafen Horn ^gegen, die Kaiserlichen an. Die Schweden , von vielen Märschen ermüdet, wurde ^lig auf dem für sie ungünstigen Terrain besiegt. Viele Officiere blieben odertvu ^gefangen, unter letzter» auch Horn. Bernhard selbst entkam nur mit Mühe-die Schlachten von 1645, 1196 und 1800 haben die Stadt merkwürdig äst"
N o r dp o l, s. Pol.
N o r dp o k epp e d i t i o n e n. Seit dritthakbhundertJahren hobenBriten uns die von Nacht und Eis umlagerte arktische Welt eröffnet. Forvä^.durchschiffte 1511 eine von den vielen Einfahrten m das Binnenmeer dersonebai; Davis ss. d.) entdeckte 1581 den Eingang (Davisstraße) in dieBai zwischen der Westküste von Grönland und der Ostküste von Nordarne ^Hudson (f. d.) entdeckte und untersuchte 1610 die nach ihm benannte Straß HBai; Baffin (s. d.) untersuchte 1616 die nördk. und östl. Gegenden des ^ihm benannten Golfs, in welchen die Davisstraße den Weg gezeigt hatte.der Westseite desselben fand er (14° 8(Ü N. B.) eine Einfahrt, die er 2anc >fund nannte, die er aber nicht weiter untersuchen konnte; IoneS, -Ps. gße(1142) u. A. bestimmten die westl., siidl. und nördl. Grenzen der HudsonSba , ^,shofften hier einen Durchweg nach Westen zu finden, und ein vom Parlameri ^diese Entdeckung gefttzter Preis veranlaßte 1116 die Reise von ElliS;gen zu Lande Hearne 1111 von der nordwestl. Niederlassung der Hud>o