Band 
Siebenter Band. M bis N.
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orpilllitions maritime» cle» blormancl« ek llo isur» etablissemsu«! en k'r.incbr>u 10>ns »ieele" (gekrönt 1822 von derkönigl. Akad. der Inschr.), Paris 182»^2 Thle., und 0. Lautenschläger's Abh.: „Die Einfälle der Normänner in Deutsch ''land " (Darmst. 1827, 4.).

N o r n e n, s. Nordische Mythologie.

North (Lord Frederic), Grafv. Guilford , geb. 1732, britischer Staatsminister von 1767 — 82. Das öffentliche Leben dieses Staatsmannes, 5^ ^lente, Fehler und Leidenschaften, s. Verbindungen und Streitigkeiten mit Lere

Chatam, Bürge, Fox, Pitt u. A, hängen mit der Geschichte des amerikan. FtsdHeilskriegs zusammen. Er gab das erste Beispiel in der britischen SkaatSverwa>'tung, einen Volks--und Handelskrieg unter den größten Anstrengungen bisZl"gänzlichen Erschöpfung des Staates beharrlich fortzusetzen, in der Überzeugungdaß die größere Geldmacht zuletzt siegen muffe. Pitt folgte diesem Beispiel !"dem franz. Revolutionskriege mit mehr Einsicht, Kraft und folgerechter Festigkclt-Kein britischer Slaatsminister ist so gehaßt worden, und keiner hat sich so langbehauptet als Lord Norih: ein Beweis, daß er nicht gewöhnliche Talente besaß'Durch persönlichen Ehrgeiz unterschied er sich gänzlich von Pikt, dem das Vatss)land über Alles ging. Indeß darf ihm der unglückliche Gang des amerikan.ges nicht zur Last gelegt werden. Es war der erste Versuch,' den Großbritannien machte, in Amerikas Wäldern einen Krieg mit ungeheuern Kosten gegen Zägckund Republikaner zu führen. Auch darf man die erste Ursache des Abfalls bs)amerikan. Colonien dem Lord N. nicht beimessen; denn Bute hat zuerst den ^

> nig zur willkürlichen Besteuerung der Amerikaner überredet. Doch widersetzte nAJener in der Folge den bessern Vorschlägen zur Aussöhnung; er machte den BMIunvermeidlich und dehnte, um sich in s. Posten zu behaupten, das Bestechung^'stem mehr als irgend einer s. Vorgänger aus. Lord N> jvard nach Charles Tow"^end's Tode 1767 zum Kanzler der Schatzkammer ernannt. Er gehörte zu denrieü, oder zu den Anhängern der königl. Gewalt; allein er dachte gemäßigthatte gefällige Formen. Er besaß viel Geschäftskenptniß und den Ruf der Rech)''lichkeit. Von Narur wenig unternehmend, oft sogar unentschlossen pnd schwach"fehlte es ihm doch nicht an Beharrlichkeit. Indeß herrschte jn allen s. Ansicht?"eine gewisse Unbestimmtheit und Verworrenheit der Ideen; und obwol er in d??Regel das richtige Ziel vor Augen zu haben schien , so ward er dennoch oft demraden Wege xiner offenen Politik untreu. (S. Belsham'S „»emoii» c>k sb"rei^u ol' Georgs III.", London 1795, 2. Allst.) Eine seiner ersten MinisteriabHandlungen war der Vorschlag, die Hafenzölle vom Z. 1767 in den amerikanisch?"Colonien aufzuheben, jedoch mit Ausnahme des Theezolls, den man beibehielt,das Hoheitsrecht für Großbritannien zu behaupten, und dies hatte zur Folge desKampf mit den Colonien und Amerikas Freiheit! Vor diesem Kriege erwarb MLord N. durch s. Verwaltung das öffentliche Zutrauen. §r bewirkte u. A. dienennung eines geh. Ausschusses zur Untersuchung der zerrütteten Finanzangeleg?")heiten der ostind. Compagnie, welche die Entheckung abscheulicher Gewaltnüß''bräuche und eine Beschränkung ihrer Regierungsrechte in Indien zur Folge Halls'Der Staat wurde jetzt Oberaufseher und Mitregent der ostind. Compagnie, jnd?wdie Krone der Ernennung des Gouverneurs und des Raths von Indien ihre All'-stimmung versagen konnte, und ein oberster Gerichtshof in Indien ausschließe""von der Krone errichtet und beseht wurde. Auch erhielt diy Präsidentschaft vd"Bengalen die Obergewalt übex die übrigen Präsidentschaften. An Vergütung bchin Indien von der Compagnie vetschuldelen Erpressungen aber ward nicht gedachl-Um so kräftiger erhob sich die Opposition (Chatam und Burke), als Lord N- cmMärz 1774, in Folge des zu Boston über den Theezoll entstandenen Tumults,die Boston-Port-Bill, welche allen Handel nach Boston untersagte und den