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Nostih
das theologische System nicht ein geschlossenes Ganzes, das keiner Vervoll-smrnnung fähig wäre. Muthig widersetzte er sich allen Eingriffen, die man inGlaubens- und Gewissensfreiheit zu thun versuchte, wie er besonders gegen dieMaubenscominission unter Friedrich Wilhelm I >. bewies. Der fetzige König vonZeichen legte dem Verdienstvollen Greise den Charakter eines Geh.-Raths bei und^ichnere ihn bei seiner Anwesenheit in Halle persönlich als denjenigen Mann aus,oein die meisten und vorzüglichsten Theologen in seinen Staaten ihre gelehrte Bil-vung verdankten. Um so schmerzlicher traf ihn das Schicksal Preußens 1806.^ starb als senior der Universität am 11. März 1807. Don seinen Schriftenm>d die vorzüglichsten: „Vertheidigung der Wahrheit und Göttlichkeit der christli-^hen Religion" (Halle 1766; 5. Ausg., 1783); „Über den Werth der Moralrc."^Halle I 777 u. 1783); „Anweisung zur Bildung angehender Theologen" (Halle^786—89, 3 Bde.), und seine „Anweisung zur Kenntniß der besten theologischen-oücher" (Leipz. 1779, 4. Auög. 1800; fortgesetzt von Simon). Die übrigenaad exegetischen, moralischen und religiösen Inhalts. Niemeyer hat seine Bio-^aphie geschrieben (Halle 1809),
Nostitz (Gottlob Adolf Ernst v.), in dem alten oberlausitzer Geschlecht der^Nvstitz, a. d. Linie Nostih und Zänkendorf, k. sächs.Conferenzminifler und wirkt,^cheinieralh, Großkreuz des k. fachst CivilverdienstordenS, wurde d. 21.April 1765M st väterlichen Gute See im Markgrafthum -Oberlausitz geb. und verlor seinen^ater früh. Seine Mutter', eine Frau von hohem Geist, die erst 1824 starb, ver-Heirarhrie sich mft einem Obersten v.Kaiftrling und sorgte für treffliche HofmeisterUnd Bildner des schon in früher Jugend seltene Gaben zeigenden Jünglings. Schon^ffder UniversitälMipzig ward sein stillerFleiß, besonders von Platner, hervorge-hen; schon damals schloß er mit Gleichgestimmten für Dicht- und Musenkunst
Vereine, in welchen sich die Verbundenen übten und beurtheilten. SeinenStaatsdienst begann er als Finanzrach und würde bald auf diesem Wege vorwärts^schrüien sein, da Eifer und Geschicklichkeit ihn empfahlen,, wenn nicht die Ver-waltung ftiner Güter in der Lausitz und der Wunsch, seinem eigentlichen, in seiner^"ffaffung von der erblünd. sehr abweichenden Vaterlande nützlich zu werden, ihn°woge„ hz^e, den Aufenthalt in der Residenz mit einer zwanglosen Wirksamkeita der Provinz zu vertauschen. Hier lebte er eine Reihe von Jahren, die Geschäftees Staatsdienstes mit einem wohlthätigen Wirken für Literatur und Humanitätpeinigend, und sein Leben durch die Blüthe der Dichtkunst und häusliche Glück-fchgkeft verschönernd. Nachdem er als Landesältester des budissiner Kreises Gutesfordert oder auch gestiftet hatte, trat er als OberamtShauplmann an die Spitze.ganzen Provinzialverwaltung und wirkte im Vereine mit einsichtsvollen Pa-'aten nach allen Seiten hin zur Wohlfahrt und Cultur seiner Mitbürger. So.hielt die Sechssiadt Zittau durch eine von ihm veranstaltete und einige Jahrechuernde Revision eine Art von neuer Stadt- und Schulordnung und die erste großeurgerschule. So war er seit 1795 Präsident der in Görlitz sich regelmäßig ver-Onnelnden, durch die reichen Stiftungen des Hrn. v. Gersdorf auf Meffersdorsvd von Anton in Görlitz fruchtbar erweiterten oberlausitzer Gesellschaft. In Bu-
.^^st verbreitete ein von ihm vielfach bethätigter Humanitätsverein mannig-^"hende und wärmende Lichtfunken. Dem Ausschusse der görlitzer Gesellschaft"d andern Freunden legte er seine Ideen über das Armenwesen in Dörfern vor,
1 - ^us ein mit umfassender Sach- und Literaturkenntniß abgefaßtesWerk: „Ver-„ch über Armenversorgungsanstalten in Dörfern" (Görlitz 1801) hervorging. Erstete als Musteranstalt ein noch jetzt bestehendes Armen- oder Gemeindehaus auf>nem Familiengute Oppach . Zur Erholung dichtete, doch ohne seinen Namen"^zusetzen, der geistreiche Geschäftsmann manches größere und kleinere Gedicht,Gunter seine Lieder für Geselligkeit, in eine eigne Sammlung gefaßt, zum Theil