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Accidcnt
Occidentalisches Kaiftrthuin
>>!iv5lLi). DeScartes verwarf dasselbe mittelbar durch seinen Dualismus, undsiebte diesen zu vermitteln durch Gott, den er zur Ursache aller Bewegung machte.Doch scheint er über diesen Punkt nichr klar geworden zu sein. Auch sein Anhän-ger Louis de la Forge setzt Gott als die allgemeine Ursache aller Dinge, nnumtaber eine wechselseitige Vereinigung des Körpers und der «eele an, sodass keinesvon beiden allein aus das andre wirkt, sondern beide immer zugleich thätig sind;jedes gibt dem andern Veranlassung, sich zu bewegen. In Übereinstimmung mitDescarteS entwickelte Geulin das System der gelegentlichen Ursachen, nach wel-chem Gott die Bewegungen, welche durch einen von beiden Theilen in demandern veranlasst werte», hervorbringt.
-0 e c i d e n t, die Himmelsgegend, wo die Sonne scheinbar untergeht, derAbend, Westen; dann auch die westlichen Länder unserer Halbkugel.
O c e i d e n t a l i s ch e S oder weströmisches (abendländisches) Kaiser--thum. Theodostus der Große, letzter Alleinherrscher über das ganze römischeReich, hatte kurz vor seinem Tode jene Ländermasse durch testamentarische Ver-fügung unter seine beide unmündigen Söhne, Areadius (18 Jahr alt) und Ho-norius (11 Jahr alt), also getheilt, daß jener den Orient (s. B y za n ti ner), die-ser aber den Oecident erhielt, welcher Italien, Afrika, Gallien, Spanien , Bri-tannien und die Hälfte von Illyrien, mit den Hauptstädten Rom und Mailand ,dann Ravenna, umfaßte. So in zwei Reiche zerspalten, sollten, nach Theodo -süis's Bestimmung, beide doch imitier als das vorherige Ganze, als ist» Reich,jetzt zwar von zwei Herrschern regiert, aber der Wiedervereinigung beider Kronenaus einem einzige» Haupte stets fähig, betrachtet werden, indem dein Scharfblickedes Kaisers nicht entgangen war, daß beide Throne nur durch eine solche Verbin-dung sich in der Dauer aufrecht erhalten konnten. Mit dem Tode des Kaisers(11. Jan. 39', nach Ehr.) traten die von ihm bestellten Vormünder seiner Söhne,der Minister RurinuS, ein Gallier, sür ArcadiuS, und der Oberfeldherr Stilicho ,ein Vandale und ang-cheiralheter Reffe des verstorbenen Theodos, für HonoriuS ,in ihre Rechte ein. Doch bald unterlag Rufinus der größer» Kraft des Feldherrn,sowie die Plane des Letzter» in der Folge an den Ränken des Hofes von Konstanki-»opel scheiterten. Siilicho theilte zwar aufRufinuS's Verlangen sogleich die Lan-der, das Heer und die unermeßltchen Kostbarkeiten aus dem kaiserlichen Nachlasse,war aber nicht gemeint, auch die Regenrenmacht an den Minister, als den Vor-mund über den finge» Beherrscher des OrientS, zur Hälfte abzutreten. DerFeldherr hatte sich an die Spitze der, dem Arcadius zugehörigen Hecrabtheilunggestellt, um sie ihrem Gebieter zuzuführen, und sich so zugleich den Oberbefehlüber die gesummte Kriegsmacht beider Reichstheile zu sichern. Schon war er, aufdem Wege nach Konstantinopel , bei Thessalonich angelangt, als Rufinus, denHelden und seine persönliche Erscheinung über Alles fürchtend, diesem den Befehlentgegenschickte, Halt zu machen, indem man jeden Schritt, mit dem er für seinePerson der Hauptstadt des OrientS näher kommen würde, als eine Feindseligkeitbetrachten werde. Stilicho war zu fein, um nicht scheinbar zu gehorchen, aberauch entschlossen genug, einen Nebenbuhler aus dem Wege zu schaffen, der es wa-gen dürfte, ihm, dem Feldherrn und Retter des kaiserlichen Hauses, sich entgegen-zustellen. Gainas, ein gothischer General, von ihm zum Oberbefehlshaber desmorgenlandischen Heeres bestellt, erhielt seine Aufträge, und Rufinus fiel auf demMarsfelde vor Konstantinopel , umgeben von dem angekommenen, darauf vorberei-teten Heere, durch das Schwert eines kecken «oldaken, unter den Augen des KaisersArcadius . Doch Stilicho war jetzt weiter als vorher von seinem Ziele entfernt. Derkluge Hösting EutropitiS, oberster Kämmerling und erster Günstling des 'Arcadius ,und die ebenso geistvolle als reizende Kaiserin Endopia gefielen sich selbst zu rvohlin der leicht errungenen Herrschaft über einen schwachen Herrn und Gemahl, als