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Achter Band. O bis Q.
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60 Omiiii'ganck Onomatopöie

Erscheinungen; oder 2) sie kamen von äußern Dingen her, oder 3) sie bestandenin gewissen bedeutenden Worten. Zur ersten Classe gehörten die Mahle am Körper,plötzliche Unruhe und Bestürzung, überhaupt alle unerwartete Erschütterung desKörpers und der Seele, Herzklopfen, Zittern der Augen oder irgend eines MuS-kels, das Niesen u. s. w. Zu den äußern Erscheinungen gehörten: ein ungewöhn-lich Heller Schein, der sich in einem Hause oder sonst an einem Orte zeigte, warein glückliches Zeichen; denn man glaubte, daß irgend eine himmlische Gottheitgegenwärtig sei. Dagegen war es ein nachtheiliges Omen, wenn den Bildsäulender Götter etwas Ungewöhnliches widerfuhr. Die ominösen Worte waren glücklichoder unglücklich nach ihrer Bedeutuug und zufälligen Beziehung. Wirksam warein solches Omen nur dann, wenn es dein Hörenden auffiel und Eindruck aufihn machte. Um die üble Vorbedeutung eines Omens abzuwenden, warf manz. B. einen Stein auf die etwas Übles bedeutende Sache, oder tödtete das ominöseThier, damit die Unglücksbedeurung selbst darauf zurückfallen und so vernichtetwerden möchte. Unglück bedeutende Worte gab man Dem, der sie sprach, mitdem Ausdruck: „Auf dein eignes Haupt!" zurück. Man hatte auch einen beson-dern Zauberapparat, um üble Vorbedeutungen abzuwenden. Man verbranntedorniges und sonst unfruchtbares Holz zu Asche und warf diese in fließendesWasser, oder ins Meer, wenn ein böses Omen sich ereignete. Überhaupt aberpflegte man, wenn unglückliche Omina sich ereigneten, das angefangene Geschäftliegen zu lassen und es ei» andermal wieder vorzunehmen.

O m mega n ck, K. P., geb. 1155, einer der größten holländischen Land-schafimaler, dessen Werke sich vorzüglich durch einsichtsvolle Wahl des Entwurfs,frischen Pinsel und warme Färbung auszeichnen. Er starb zu Antwerpen den 18.Zan. 1826.

O in miaden oder O m m a j a d e n, s. Khalif, Khalifat .

Omni u m nennt die englische Staatswirkhschaft das Ganze der Gegen-stände (der öffentlichen Papiere, Stocks), welche die Unterzeichner einer Anleihevon der Regierung dagegen erkalten. Sollen die Unterzeichner z. B. vermöge ihrerÜbereinkunft mir der Regierung für jedes Hundert Pfund, das sie vorschießen, einegewisse Summe i» den Fonds zu 3 Proc., eine arere zu -1 Proc. und einen ge-wissen Theil in langen Annuitäten erhalten, so bilden diese 3 Gegenstände zu-sammen das Oninium; jeder einzelne Artikel der Anleihe dagegen wird Scrip (eineVerstümmelung des Worts Subscription) genannt. Da das Omnium einer An-leihe nach Maßgabe der Umstände steigt oder fällt, die zwischen dem Tage der An-leibe und dem Tage ihrer Wiederholung eintreten, so ist es der Gegenstand großerSpcculationen.

Omp h a l e, T. des Indischen Königs Zardanas und Gemahlin des Tmoluü,nach dessen Tode sie selbst die Regierung führte. Hercules wurde ihr vorn Mercur alsSklave verkauft und verrichtete in ihrem Dienste tapfere Thaten. O. belohnte ihndurch ikre Umarmung und gebar ihm einen Sokn. Hercules s. d.) wurde von ihrso berückt, daß er ihr zu Gefallen in weiblicher Kleidung einherging, die Finger mitgoldenen Ringen besteckte, die Haare in künstliche Locken legen ließ, hohe goldgestickteWchuhe trug, und unter ihren Lcklavinnen an dem Rocken spann, indessen sie dieLöwenhaut anzog und die Keule trug. Übrigens herrschte O. despotisch über dieLydier und war ebenso zügellos und ausschweifend als grausam.

Ö n e u s, s. Kalydon.

On omatopöie (von o iu-^-rrovocka) heißt die Namen - oder Wortbil-dung , vorzüglich wenn sie die Gegenstände durch ihren nachgeahmten Schall be-zeichnet. Die Gegenstände der Sinnenwelt sind die ersten, welche der Menschkennen lernt, und ihre Bezeichnung knüpft sich an ihre Kenntniß an. Sowie wirnämlich die Gegenstände der Sinnenwelt mit unsern Sinnen auffassen, so bezeich-