Band 
Achter Band. O bis Q.
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Omar l.

Omen

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dursten ihnen jedoch nur Männer beiwohnen. Die fjbertreterinnen dieses Gesetzeswurden von einem Felsen herabgestürzt. Der Anfang der Spiele war allemal den11. des Monats Hekatombäon (der ungefähr mit unserm Zuli übereinkommt),und ihre Dauer auf 5 Tage bestimmt. Die Kampfer mußten sich 10 Monatevorher auf dem Gymnasium zu Elis vorbereitet haben; in den letzten 30 Tagenvorher wurden diese Kampfübungen ebenso vollständig angestellt, wie sie bei denSpielen selbst vorkamen. Das Fest begann Abends mit große» feierlichen Opfern,die Spiele aber mit dem Anbruche des folg. Tages. Diese bestanden i» Wettrennenzu Pferde und zu Fuß, im Springen, Diskus werfen, Ringen, Faustkampf;musikalische und dichterische Wettstreite machten den Beschluß. Die Ehre desSiegs in den olympischen Spielen war außerordentlich; sie ging von dem Sieger(Olympionike-!) selbst auf sein Vaterland über, das stolz daraufwar, ihn her-vorgebracht zu haben. Die Tempelprachr von Olympia ward theils in Folge derpolitischen Schicksale des Landes, theils durch Erdbeben zerstört.

Omar l., Abubekr's Nachfolger, der zweite Khalif der Moslemin nachMohammed , seinem «chwiegerbater, trat die Regierung 634 nach Ehr. an. Alseiner der reißendsten Eroberer, die je die Welt vei wüstet haben, brach er zuerstgegen Damast, die Haupkst. von Syrien , aus und jagte die Griechen aus dieserProvinz und aus Phönizien. Dann nahm er Jerusalem , 636, nach einer hartenBelagerung ein. Aus einem mit zwei Säcken beladenen Kameele, in deren einemBaumfrüchte, in dein andern Getreide war, und die seinen ganzen Mundvorrathenthielten, zog er in die Stadt. Eine hölzerne Schüssel war sein einziges Geschirr,und die Erde sein Sessel. Da die Eapitulation von Jerusalem vielen andern, welchedie Moslemin seitdem schlössen, zum Muster diente, so führen wir die Haupt-punkte derselben an: „Die Einwohner behalten ihr Leben, ihr Eigenthum , ihreKirchen; aber sie sollen keineneuen Kirchen bauen, noch ausdievorhantenen Kreuzesetzen dürfen. Sie sollen nicht mit den Glocken läuten, sondern sich begnügen zuklingeln. Wenn ein Muselmann durch die Stadt reist, sollen sie ihn drei Tage freihalten. Sie sollen Niemand vom Mohammedanisnms abwendig machen, und ihreAnverwandten nicht verhindern, ihn anzunehmen. Sie dürfen nicht die Sprache,Kleidung, noch die Namen der Mohammedaner annehmen. Sie sollen keine Waf-fen tragen, keinen Wein verkaufen, dem Khaliseii treu sein und die Abgaben regel-mäßig bezahlen". O.'S Statthalter drangen in Persien vor, schlugen das Heer derZezdejerd und eroberten die Hauptstadt und das Reich. Amru, einer seiner Statt-halter, schlug die Truppen des Kaisers HerakliuS 638 bei Antiochia ; Memphis undAlexandria ergaben sich; ganz Ägypten und ein Theil von Libyen wurde den Rö-mern entrissen. Damals soll nach einer alten, neuerlich widerlegten Sage auf O.'SBefehl die königl. Bibliothek zu Alexandria verbrannt worden sein. Die Mosleminsehten ihre Eroberungen bis weit in Afrika fort. Aber O. genoß seines Ruhms nichtlange; er wurde im I. Ehr. 643, 63 I. alt, von einem persischen Sklaven miteinem Messer tödtlich verwundet. Die Großen baten ihn, seinen Nachfolger zu be-stimmen; er aber verweigerte es und lehnte befand rs den Vorschlag, seinen L7ohnzur Khalisenwürde zu ernennen, mit Lebhaftigkeit ab: „Es ist genug", sagte er,„daß in meiner Familie sich Einer gefunden hat, der diese Lall hat übernehmen mö-gen". So wurde durch ihn das Khalifak ein Wablreich. (S. Khalif.) Der Islamhat nie einen tugendhaftere! und eifrigern Apostel gehabt als ihn; er beobachtetestreng alle Vorschriften des Koran und wird als gerechter und milder Fürst gerühmt.Kairo wurde von ihm erbaut, und unter ihm 36,000 «Ltädte oder Schlosser erobert,4000 Tempel und Kirchen zerstört und 1400 Moscheen erbaut.

Omen , Omina (Dorbedeutungszeicben), gewisse, zufällig sich ereignendeUmstände, welche man als Vorzeichen eines Glücks oder Unglücks ansah. Siewaren entweder 1) gewisse am Körper befindliche oder im Gemüthe sich ereignende