Band 
Achter Band. O bis Q.
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Dost Oper

Oost (Jakob van), ein Maler aus Brügge, geb. 1800, der ,'n Rom unterHannibal Carracci studirte und den besten niederland. Meistern beigezählt wurde.In seiner Jugend copirte er mit solcher Geschicklichkeit nach Rubens und Vandyk,daß seine Gemälde noch jetzt die Kenner täuschen. Dadurch lernte er die Grund-sätze einer schönen Färbung und zierlichen Führung des Pinsels. Er malte nurgroße Geschichten; seine Compositionen sind ungekünstelt und wohlüberlegt, ohnemüßige Figuren. Die Verzierungen sind sinnreich, voll edler Einfalt, und dieGewänder schön. Seine Hintergründe zierte er mit Architektur, die er, wie diePevspective, gut verstand; seine Zeichnung ist in gutem Geschmack; das Eoloritseines Nackten frisch und natürlich. Er starb 1671. Sein Sohn, gl. N., studirtezu Paris und Rom, lebte lange zu Lilie und starb in Brügge 1713. Man siehtvon ihm große historische Gemälde in den Kirchen und Palästen von Liste. SeineZeichnung sowvl als sinn Eolorit sind alles Beifalls würdig. Seine Manier istmarkiger, sein Pinselstrich freier als bei seinem Vater. Er drapirte im größtenSthl. Seine Compositionen waren nicht überreich, aber sehr verständig geordnet.

Opal , ein Mineral, findet sich nur derb und eingesprengt, hat muschligenBruch, Glas- oder Fettzlanz, ist theils farblos, theils mannigfaltig gefärbt,durchscheinend, und zeigt oft ein lebhaftes und buntes Farbenspiel. Seine Härteist geringer als die des O.uarzes, sein specifisches Gewicht das 1, 9 bis 2, 2fachedes Wassers. Seine Bestandtheile sind Kieselerde und einige Procente Wasser.Man unterscheidet folgende Varietäten: 1) Edler Opal ist milchweiß, starkglasglänzend, halbdurchsichtig, mit lebhaftem sehr schönem Farbenspiel; kommtin Porphyr eingewachsen in Ungarn und in -Lachsen, und im Mandelstein auf denFaröerinseln vor. 2) Feueropal ist hyancimhroth bis honiggelb, halbdurch-sichtig, starkglänzend, findet sich im Porphyr in Mexico . 3) Gemeiner Opalist milch- und gelblichweiß, wachs- und honiggelb, fleisch-und ziegelroth, apfel-und olivcngrün, stark durchscheinend; kommt in Ungarn, im sächsischen Erzge-birge , zu Kohemütz in Letztesten, auf den Färbern w. vor. 4) Halbopak,hat geringern Glanz, mindere Durchscheinbarkeit, dunklere und trübere Farbenals der gemeine Opal, und heißt Holzopal, wenn er Holztextur besitzt; dieserletztere findet sich zumal in Tokai in Ungarn und zu Hohentwiel in Schwaben .5) Weltauge (s. d.) oder Hydrophan. Der edle Opal ist ebenso semeS Far-bcnspiels als der Feueropal seiner Farbe wegen beliebt; beide werden zu Rmgen,Ohrgehängen u. a. feinem Geschmeide benutzt; der nachspielende edle Opal hak denhöchsten Werth; da er immer sehr rissig ist, so sind Steine von einiger Größe au-ßerordentlich selten und theuer. Farbenspiel und geringe Härte gestatten nicht wohleine andre als halbkugel - oder linsenförmige Schleifung; nur der Feueropal er-hält bisweilen einige stumpfe Facetten.

Oper. Das Singspiel oder die Oper im weitem Sinne ist ein musikali-sches Drama. Sie unterscheidet sich dadurch von dem Schauspiel mit Musik, inwelches nur zufällig, wenn es die Fabel eines solchen Drama verlangt, Tonstückeeingeflochten werden. In der Oper ist die Musik wesentlich; aber nicht so, daßsie über die Poesie herrsche, sondern daß beide in der innigsten Verbindung einan-der gegenseitig bestimmen. Demzufolge wird einerseits die Poesie Gesang, dieMusik aber erhebt sich andrerseits zur Poesie durch lebendige Schilderung derStimmungen und Charaktere der Personen, welche mittelst des mehrstimmigenSatzes, worin verschiedene Ausdrücke der Empfindungen und Charaktere sichdarstellen lassen, dramatisch wird. Das Erstere gibt dem dramatischen Ge-dichte der Oper einen lyrischen Charakter, denn alle Poesie neigt sich durcb Aus-druck und Schilderung des Gefühls zur Musik hin und wird insofern ursprüng-lich lyrische Poesie genannt. Die erste Aufgabe für den Dichter ist daher, einesolche Handlung zu erfinden, durch welche die Personen in Lagen gebracht wer-