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Achter Band. O bis Q.
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Ophthalmokogie Apitz

O p h t h a l m o l o g i e, die Lehre vom Auge (s. d. und Augenpfle-ge). Die Augenübel sind um so mannigfaltiger und bedeutenden, je zusannnengesetz-ter und künstlicher der Da», und je wichtiger und anhaltender die Thätigkeiides Augesist. Wü nennen nur einige ter gewchnlichern: Entzündung derAugen, Opb-th almie. Sie zeigt sich au den Runder" der Augenlider als Absonderung einerwidernatürlichen Feuchtigkeit, sogen, schwärende Augen; gewöhnlich katarrhalisch,von kalter und feuchter Luft bei Nord- , Nortwest- lindNordostwint, zuweilen auchvon Gicht oder noch schlimmern Veranlassungen; von erster» Ursachen herrührend,meistens leicht — von letzter,i oft seh, schwer heilbar, langwierig, und Veranlassungzu Vereiterung oder zu Umbeugung der Ränder. — Daü sogen. Gerstenkorn,die Entzündung cmes einzelnen Sck'leimsäckchenS in deni Augenliderrande, heilt sichmeistens durch Eiterung in kurzer Zeit, bildet aber auch zuweilen eine bleibende Ver-härtung. — Entzündung des Auges aus semer vordern Flache, wobei das Weihe "UAuge roth wird, ausschwillt und zuweilen einen Wulst um die Hornhaut hei bildet.Zu heftiger,, Fällen, öfters noch bei neugeborenen Kindern, erstreckt sich diese Ent-zündung bis über die Hornhaut selbst, m Form eines Bläschens, das einem Ge-schwür ähnlich ist, wovon oft Flecken und Trübheit derselben zurückbleiben, auch wolBlindheit entsteht. Die Ursache» sind meistens katarrhalische Einstufte und mecha-nische Verletzungen. Bei Kindern ist besonder? sogleich d,e sobafalkigste Hülse an-zuwenden. Die gewöhnlichen Zeichen dei Augenentzimdung siiit r Rothe, Schmerzim Auge, ansang? als wenn etwas Sand oder dergl. Hinei,igesallen wäre, unge-wöhnliche Hitze, Meist auch Einfluß von Feuchtigkeit, Geschwulst ter Augenlider.Ost ist gänzliche lichtscheue damit verbunden. Zuweilen schwillt die Bindehaut sosehr an, daß sie Falten auf dem Augapfel bildet — grauer und schwarzer SIaar(s. d.). In dcrSinneSverrichkung derAugen finden sich besonders solgendeFehler:Myopie , Kurzsichtigkeit (s. Kurzsichtig); Piesbyopie, Weitsichtigkeit(s. d.), Schwäche der Sehkraft, wenn bei anhaltendem Sehen bald alle Gegen-stände, sowol entfernte als nahe, die letzter» aber noch eher und mehr, undeuilichwerden und z. B. die Buchstaben einer Schrift ineinandei stießen, ist oft mit denvorigen verbunden, oft die Ursache davon, mit rührt von zu großer Anstrengung derAugen her. Das Erscheinen von Funken, Flecken, Figuren vor den Augen. Siesind dunkel oder durchsichtig wie Perlen, einzeln, aneinandergereiht, sinken vonoben nach unten. Diese Erscheinung rührt von Nervenschwäche und Andrang desBlutes nach den innern Theilen des Kopfes h- r. Es ist ohne bedenkliche Folge,vergeht oft wieder, nimmt wenigstens i» vielen Jahren nur immei klich zu. Schwar-ze, unbewegliche, schneller wachsende Flecken sind bedeutender und lassen schwarzen,Trübheit und Nebel vor dem Auge grauen Sraar befürchten. (S. auch Pupillenbildung.) Vgl. l>. K. H. Weiler, „Die Krankheiten des inenjchl. Auges"(3. Anst., mit K»pf., Berl. 1328); Bcnedict's „Handbuch der prakt. AugenHeilkunde" (Lpz. 1822 fg., 4 Bde.).

Opiat, s. Opiu m.

OPitz (Martin), derDater der neuern deutschen Dichtkunst und Begründerder schlesischen Dickterschule, geb. 1597 zu Bunzlau in Schlesien , wo sein VaterRathsherr war. Nachdem er auf der Schule s. Vaterstadt einen guten Grund in denalten Sprachen gelegt hatte, setzte er s. Studien auf dem Gymnasium zu Breslau und zu Beuchen an der Oder fort. Alser Breslau verließ, gab er eine kleine Saniiiil.lat.Gedichte in denDruck, welche erNeujahrsgeschenke („8iien-,e") nannte, einTribut des Dankes an seine ehemal. Lehrer und Gönner in Bunzlau , und etwasspäter s. ,,Xi i>.tk>ra>,u>", eine Schi ift, die seinen likerar. Patriotismus bethätigte,heraus. 1818 bezog er die Universität zu Frankfurt a. d. O., wo er sich ein Jahrlang fast ausschließlich der Philosophie, Geschichte, Beredtsamkeit und Dichtkunstwidiiitie. Zwei Brautlieder waren hier sein erster Versuch, in teutscher Sprache zu