Band 
Achter Band. O bis Q.
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dichten. Nach damaliger Sitte begann er nun s. Wanderungen. 1819 hielt er sichauf der Universität zu Heidelberg auf. Der kurpfälzische Geh.-Rath Lingelsheimnahm ihn als Lehrer s. Söhne in s. Haus, und stellte ihn bei Hose vor. Er wurdemit dem berühmten Zanus Gruter u. a. trefflichen Köpfen bekannt, und schrieb da»selbst viel, sowol deutsch als lateinisch, in Prosa und Versen. 182V besucht« erSirasburg, wo er MatthiasBernegger's Freundschaft gewann, der den künftigenDirgil der Deutschen in ihm prophezeite. Über Tübingen ging er nach Heidelberg zurück, von wo er, um den Kriegsstürmen auszuweichen, zu Ende 1620 mit seinemFreunde Hamilton, einem Dänen, in die Niederlande reiste. Zu Lepden kam er inBekanntschaft mitScriver, Voffius, Rutgersius und dem großen Daniel Heinsiu«,welche seht' günstig auf ihn wirkten. Während der Krieg sich immer weiter überDeutschland verbreitete, lebte O.1621 im Holsteinischen den Musen und der Freund-schaft. Zu Ende des Jahres kehrte er in s. Vaterland zurück und wurde an den Hofdes Herzog« v. Liegnih berufen. 1622 ging er auf Bethlen Gabor '« Einladung alsLehrer der Philosophie und Humanioren nach Weißenburg . Hier lebte er in derGunst de-Fürsten und in äußerm Glänze, und begann ein gelehrtes Werk: „l)->ci->»Hinzu-", dessen Vollendung sein Tod verhinderte. Aber die Uncultur des Lande«weckte in ihm die Sehnsucht nach s. Vaterlande; er nahm s. Entlassung mit demVorsätze, fortan den Musen zu leben. Dennoch ging er 1623 von Bunzlau aber-mals nach Liegnih an den Hof. 1624 erschien die erste Ausg. seiner Gedichte, vonZinckgrefbesorgt, die L). aber für übereilt erklärt« und bald durch eine selbst veran-staltete verdrängte. Der Herzog, auf dessen Befehl er die Sonn - und Festtag«-episteln nach dem Sylbenmaße der franz. Psalm« in Verse gebracht hatte, ernannteihn zu seinem Rathe. Auch erschien jetzt s. Buch „Von der deutschen Poeterei",wodurch er den Grund zu einer deutschen Poetik und Metrik legte. Nachdem er1824 in Wittenberg gelebt, Dresden und den geschmackvollen Hof des Herzog«Ludwig v. Anhakt, des Stifters der Fruchtbringenden Gesellschaft , besucht hatte, inwelche er u. d. N. de« Gekrönten ausgenommen wurde, kehrte er nach Schlesien zu-rück und begleitete 1625 seinen Freund Kirchner nach Wien . Hier empfahl er sichdurch »in Trauergedicht aus den Erzherzog Karl dem Kaiser Ferdinand ll., au«dessen Händen er den poetischen Lorberkranz empfing. 1626 lebte er zu Breslau ,Brieg und Liegnih, bald im Geräusche des Hofs, bald in den stillen Zirkeln seinerFreunde, trat sodann als «eeretair in die Dienste des gelehrten Burggrafen zuDohna, Karl Hannibal, und hielt sich jetzt größtentheil« zu Breslau auf; dochmachte er mehre kleine Geschäftsreisen an fremde Höft und zu verschiedenen Großendes Reichs. 1628 erhob ihn Kaiser Ferdinand 11. aus freiem Antrieb in den Adel-stand u. d. N. Martin Dpitz v. Boberfeld; jedoch bediente er sich diese« Titel« nurselten oder gar nicht. 1630 unternahm er in Angelegenheiten des Burggrafen eineReise nach Paris, ward daselbst mit Hugo Grotius bekannt, dessen Haus der Sam-melplatz aller durch Rang und Gelehrsamkeit ausgezeichneten Männer war. undübersetzte das Gedicht desselben: „Don der Wahrheit der christlichen Religion",aus dem Hviländ.in deutsche Verse. Am Ende deff. Z. kam er, bereichert mit neuenKenntnissen und einem Vchatze von seltenen Büchern, Handschriften, Münzen undgeschnittenen Steinen, nach Breslau zurück. Nachdem 1633 der Burggraf zuDohna gestorben war, ging er an die fürstl. Höfe von Liegnih und Brieg zurück.Hier gab er s. Lehrgedicht „Vesuv " und sein schon 1621 in Holstein geschriebene«„Trostgedicht in Widerivärtigkeit des Kriegs" heraus. 1634 folgte er dem HerzogeJohann Christian v. Brieg nach Thorn, und lebte bald darauf zuDanzig mit Ruhrund Sicherheit seinen Studien. Da« Singspiel „Judith" und die Übersetzung der„Antigone" des Sophokles waren die Früchte dieser Muße. Als der König v. Polen ,Uladislau« l V., der ihn bereits aus einem trefflichen deutschen Lobgedichre kannte,womit er ihn bei s. Rückkehr von einem Zuge gegen Rußland begrüßt hatte, 1638