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Oporto Opposition
wird eint neue Dosis Opium genommen, die immer größer sein muß, wenn sie dir-,selbe angenehme Wirkung hervordringen soll; allein auch immer unerträglicherwird der nachfolgende Zustand von Verdrossenheit und Erschlaffung; die Farbedes Gesichts verschwindet, der Körper magert ab, die Glieder zittern, alles Gefühlwird stumpf. Sinnlos sterben sie endlich mit hinzukommender Wassersucht oderandern Kachexien. Da dieses Mittel denen so schädlich ist, welche sich doch durchöfter» Gebrauch daran gewöhnt haben, so erfodert sein Gebrauch als Arzneimitteldie größte Vorsicht. Um so weniger ist es zu entschuldigen, wenn die Medicinal-Polizei nicht den Verkauf desselben auf die Verordnungen der Arzte beschränkt.Auch die Kinderpulver, die sogen. Ruhpulver, sind mit Opium vermischt und soll-ten nicht verkauft werden dürfen, da schon manches Kind mit solchen in die ewigeRuhe befördert worden ist. Gegen die Opiatvergiftung, welche sich durch heftigeUnruhe, Erbrechen, Zuckungen, Unbewußtheit, kalten Schweiß, endlich Schlaf-sucht und gänzliche Unempfindkichkeit äußert und zuletzt unter Zufällen von Schlag-fluß tobtet, ist nach vorausgeschicktem Brechmittel der reichliche Genuß eines star,ken CaffeeS, oder eines guten Rheinweins, auch von Säuren mit Campher, vor-züglich wirksam. ll.
Oporto oder Porto, nach Lissabon die größte und bedeutendste Han-delsstadt in Portugal , in der Provinz Enkre Muiho e Duero, in einem engenThake zwischen hohen Bergen, an beiden Seiten des Duero , hat 11 Plätze, 90Kirchen, 17 Klöster, 14 Hospitäler, 15,00(1 H. und 70,000 E., mit den Frem-den 74,000. An dem Flusse sind schöne Kaien; überhaupt zeichnet sich die Stadtdurch Reinlichkeit aus. Zn den trefflichen, durch ein Fort beschützten Hafen laufenjährlich an 1200 Schiffe ein: doch ist die Mündung des Flusses durch Klippen undbewegliche Sandbänke beengt, und die Einsakrt gefährlich. Den Verkauf des Port-weins (jährlich an 39,000 Pipe») betreibt vorzüglich die Handelsgesellschaft vomobern Duero, die auch an 30 Branntweinbrennereien unterhält. Unter 220Han-delskäusern in Porto gibt es 25 britische und 10 deutsche. Auch die Fabriken inSeide, Strümpfen, Cattnn, Tuch, Leinwand, Leder, Metall rc. sind bedeutend.1790 betrug der Werth der Einfuhr über 7-f Mill. Gld.. und der Werth der Aus-fuhr über k Mill. Gld. Geschmackvolle Landhäuser, O.uintaS genannt, verschö-nern die reizenden Umgebungen der Stadt. Oporro hat seinen Ursprung von einemOrte Cale, der auf der linken Seite des Stroms auf einem Berge lag, von welchemsich ein Theil der Einw. an diesem bequemen Platze niederließ, der Porto Cale (derHafen von Cale) genannt wurde, und von welchem der Name des Königr. Portugal herkommt. Über den Ausbruch der Revolution in Oporto , am 24. Aug. 1820,s. Portugal. Seit Don Miguel's Tyrannei war Oporto 1828 eine kurze Zeitder Sitz der königl. Partei, dann des BlukgerichtS gegen die Anhäiiger der Kö-nigin Maria. Zn dieser Zeit verlor Oporto durch Auswanderung über 10,000Bewohner.
Oppianus, aus Cilicien oder Apamea gebürtig, schrieb gegen Ende des2. Jahrh. n. Chr. 2 griech. Lehrgedichte, das eine von der Jagd („Xv»e^, tili.i"),das andre vom Fischfänge („lluli<-„t>l<sZ. Beide verrathen fleißiges StudiumälkererMuster und mannigfaltige gelehrte Kenntnisse, und sind reich an dichterischenSchönheiten, besonders in den eingewebten Episoden. Die vorzüglichste neuereAuSg. hat Schneider geliefert (Lpz. 1813).
Opposition (in der Astronomie), s. Aspecte.
Opposition, Entgegensetzung (s. Kategorien u. Relation), Wi-derstand, Gegendruck, wird vorzüglich von der öffentlichen Meinung gebraucht,wenn ein Theil im Volke den Grundsätzen oberern Ansichten, welchen die Staats-behörde» in der Verwaltung öffentlicher Angelegenheiten folgen, widerspricht; dochist der Name vorzüglich in England gewöhnlich. Hier kämpfen die Partei der