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Ostreich (Gesch. von 1282 — 1526)
1356) für dessen Sohn Zohann Heinrich, oder vielmehr dessen Braut, Marga-retha Maultasch, wieder ab. Als Otto und seine Söhne verstorben waren (1314),vereinigte Albrecht II. (der Weise) die gestimmten östr. Lande, welche noch durchseine Gemahlin, die Tochter des letzten Grafen vonPstrt, mit dessen Besitzungen(13-4), sowie durch die burgundisch-kyburgischen Güter (13-6) vergrößert wor-den waren. Unter Albrechts II. 4 Söhnen (Rudolf, Albrecht, Leopold, Fried-rich) zeichnete sich Rudolf II. (IV.) durch die Vollendung der Stephanskirche,durch die Errichtung eines Collegiatstifts und der hohen Schule zu Wien (1365)aus; erstarb zu Mailand (1365) kinderlos, vor ihm der jüngste Bruder, Fried-rich; und 1319 theilten sich die beiden Hinterbliebenen also, daß Albrecht III. (mit dem Zopfe) Ostreich nahm und alle übrige Länder seinem Bruder Leopold III. (dem Frommen) überließ. Als Leopold hierauf in dem wiederholten Versuche aufdie Habsburgischen Besitzungen in der Schweiz bei Sempach (9. Zuli 1386), woWinkelried'S unsterbliche That ihm den Sieg entriß, das Lebe» verloren hatte,führte Albrecht die vormuntschaftliche Regierung über die Länder der unmündigenSöhne seines Bruders. An ihn trat Margaretha Maultasch Tirol ab, nachdemihr einziger Sohn, Meinhard, vermählt mit Albrechts Schwester, gestorbenwar. Sie behielt bloß einige Schlösser und 6000 Mark Goldes, Baiern aber ent-sagte seinen Ansprüchen gegen die Überlassung von Schärding und der 3 tirolischenStädte Kitzbühl, Ballenberg, Kufstein und einer Summe von 116,000 Gold-gülden. Außer Tirol kamen bis Zu Albrechts III. Tode (1395) noch mehre Gebietean Ostreich. Schon Leopold II >. hatte (1365) dem letzten Grafen von Feldkirch seine Besitzungen für 36,000 Goldgülden abgekauft; für 55,000 Goldgülden er-hielt Ostreich von den Grafen von Fürstenberg das Breisgau nebst den StädtenNeuburg, Alibreisach, Kenzingen und Villingen ; der Rest von Krai» und derwindischen Mark waren nach dem Tode des letzten Grafen von Görz , die Graf-schaft Pludenz von einem Grafen Wcrdenberg, die grast, hohenbergifchen Besitzun-gen für 66,000 Goldgülden, durch Theilnahme an einem Kriege zwischen Ungarn und Venedig die Stadt Triest (1380) erworben, und die beiden Landvogtcien inOber- und Nieder-Schwaben vom römischen Könige WenzcSlaw dem HerzogeLeopold für 40,000 Goldgülden verpfändet worden. Albrecht I I I. und sein Bru-der Leopold III. hatten zwei Linien, die östreichische und stciermärkische, gestif-tet, die 18 I. lang fortdauerten. Albrechts III. einziger Sohn, Albrecht IV. ,war, als sein Vater 1395 starb, in Palästina. Nach seiner Rückkunft wollte ersich an dem Markgrafen Prokop von Mähren für dessen verübte Feindseligkeitenrächen, starb aber an Gift vor Znaim (1404). Sein minderjähriger Sohn,Albrecht V., ward 1410 für mündig erklärt und vereinigte, als Schwiegersohndes Kaisers Siegmund, die Krone von Ungarn und Böhmen (1431) mit der deut-scken Kaiserkrone (1438). Dieser treffliche Fürst starb aber schon 1439. SeinSobn Ladislaw (Posthumus) beschloß 1451 die albrccht.-östr. Linie, deren Länderder steiei märkischen zufielen. Von nun an blieb die deutsche Kaiserwürde ununter-brochen bei dem Hause Ostreich; nur Ungarn und Böhmen gingen durch Al-brechts V. Tod auf einige Zeit verloren, sowie, nach blutige» Streitigkeiten mitden Schweizern unter Kais. Friedrich III., auch die letzten habsburgifchen >L7tamm-aüter in Helvetica. Dagegen wurden Eillp, Seckmgcn, Bregenz, Nellenburg ,Sonnenberg und Meydberg erworben, und um den Glanz des Hauses zu erhöhen,ertheilte dieser Kaiser ihm die erzherzogl. Würde. Den zwischen Friedrich undseinen Brüdern, Albrecht und Siegmund, ausgebrochene» Erbstreit, währenddessen der Kaiser in der wiener Hofburg von den Bürgern, die Albrecht ergebenwaren, belagert wurde, endigte deü Letzter» Tod (Dec. 1464). Nun trat auchSiegmund seinen Antheil am Erbe des verst. Ladislaw ab, und Friedrich war allei-niger Herr über Östreich. Sein Sohn Maximilian erwarb für Östreich durch die