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Östreich (Gesch. von 1282 —1526)
thum Kärnthen» der damit vereinigte Theil von Krain , das Histerrelch und einTheil von Friaul zu. Doch diese Macht vernichtete der stolze Ottokar durch eignenÜbermuth. Er wollte den (1272) zum Kaiser erwählten Grafen Rudolf vonHabsburg (s. d.) nicht anerkennen. Nach einem unglücklichen Kriege mußte erdiesem Helden (Nov. 1276) die gesammten östr. Besitzungen abtreten. Als er sie(1277) wiedererobern wollte, verlor er in der Schlacht auf dem Marchfelde(26. Aug. 1278) das Leben, und sein Sohn Wenzeslaw mußte, um seine Erb-londe zu behalten, allen Ansprüchen auf jene Länder entsagen. Kaiser Rudolf blieb3 Jahre lang in Wien und ernannte dann seinen ältesten Sohn zum Statthal-ter. Als es ihm aber gelungen war, die Einwilligung der Kurfürsten von Sachsen und Brandenburg, sowie die der 3 geistlichen Kurfürsten und der Pfalzgrafen am Rheine zu erhalten, besieh er (27. Dec. 1282) seine beiden Söhne, Albrechtund Rudolf, mit den Herzogthümern Östreich, und Steiermark , wie auch mitKärnrhen. Damit beginnt 0) die Geschichte Östreichs unter dem Hause Habs-biirg I. von 1282 — 1526. Albrecht und Rudolf überließen Körnchen dem Gra-fen Meinhard von Tirol , Albrechts Schwiegervater. .1283 schloffen sie «neuVergleich, durch welchen Albrecht alleiniger Besitzer von Östreich, Steiermark undKrain wurde; Wien , das seinen reichsstädtischen Rechten entsagte, ward dieResidenz, Östreich aber von nun an der Geschlechtsname der Nachkommen Rudolfsund seiner Söhne. Mit dem Eintritte der Habsburgischen Dynastie ward derGrundstein zu Östreichs nachmaliger Größe gelegt. Der despotische Albrechtwurde von Ungarn und Baiern befehdet. Gegen Adolf von Naffau erkämpfte erdie römische Königskrone 1298. Als er aber die Schweizer unterwerfen wollte,ward er von seinem Neffen, Johann von Schwaben (s. Ö^hanneS Parricida),dem er seine Erbgüter vorenthielt, bei Rheinfelten (1. Mai 1308) ermordet.Johanns Erbe fiel nun des ermordeten Albrechts b Söhnen (Friedrich, genanntder Schöne, Leopold, Heini ich, Albrecht, Otto) zu. Diese mußten dem KaiserHeinrich VII. die Belehnung über die väterlichen Länder, welche 1308 einen Um-fang von 1254 UM. hatten, mit 20,000 Mark Silber abkaufen. Unter ihremVater waren die östr. Besitzungen durch die schwäbische Markgrafschaft vermehrtworden (1301), und durch die Fehden mit Baiern erwarben sie Neuburg . Dage-gen scheiterte der Versuch des Herzogs Leopold, die unter Albrecht verlorenen hel-vetischen Waldsiädte wiederzuerlangen (1315), an der Tapferkeit der Eidgenossenin der Schlacht bei Morgarten. Auch sein 1314 von einigen Kurfürsten zumrömisch-deutschen König erwählter Bruder Friedrich unterlag seinem Gegner,Kaiser Ludwig (von Baiern), bei Mühldorf 1322, und war 2^ I. lang dessen Ge-fangener im Schlosse TrauSnitz . Doch der Kampf mit dem Hause Luxemburg inBöhmen und mit dem Papste Johann XXII. vermochte 1325 den Kaiser, seinemGefangenen die Freiheit zu geben, wogegen dieser aller Theilnahme an der Regie-rung entsagte und alle Reichsgüker, die noch in östr. Gewalt waren, herauszu-geben versprach. Allein Leopold hielt diese Übereinkunft für unrühmlich und setzteden Kampf gegen Ludwig fort; daher stellte sich Friedrich wieder als Gefangener inMünchen ein. Von dieser Treue gegen sein gegebenes Wort gerührt, schloß Lud-wig mit Friedrich den Bund der Freundschaft, und einen Vergleich (7. Sept. 1325)zur gemeinschaftlichen Regierung des Reichs, der aber, weil er ohne Zustimmungder Kurfürsten verabredet worden war, keine Folgen hatte. Unterdessen warenLeopold 1326 und Heimich von Östreich 1327 gestorben, auch Friedrich starbkinderlos (13. Jan. 1330), worauf sich dessen Brüder Albrecht II. und Ottomit dem Kaiser Ludwig verglichen. Nach dem Tode ihres Vetters Heinrich, Mark-grafen von Tirol und Herzogs von Körnchen (Vaters der Maraareiha Maultasch),ließen sie sich vom Kaiser mit Tirol und Körnchen belehne» (Mai 1335), tratenjedoch Tirol an den König Johann von Böhmen Lurch einen Vergleich (9. Äct.