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Östreich (Geschichte seit 1815)
gesetzten Vermbgenliftetzügigkeit) 1820 das Abzugsrccht zwischen seinen und denübrigen deutschen Bundesstaaten aufgehoben und den Abschluß der Elbeschiff!fa hrrsacte (s. d.) zu Dresden 1821 und zu Hamburg 1824 mit zustande ge-bracht hat. Unter den einzelnen deutschen Staaten haben sich besonders Sachsen undBaiern durch engere Familienbaiide (1819 und 1824) dem Hause Östreich naherangeschlossen. Die Gemahlin des Prinzen Friedrich r>. Sachsen ist nämlich eine T.des Kaisers Franz. Sodann hak sich (am 4. Nov. 1824) der zweite kaiserl. Prinz,der Erzherzog Franz (geb,., 1802), mit der Prinzessin Sophie v.„Baier», Halb-schwester der Kaiserin v. Ostreich, vermählt. (Das Kaiserhaus Ostreich blüht ge«genwärtig in 22 männliche» Zweigen.)
Umer den füiisHaupkMächlen, welche aufdenCongressenzuTroppau 1820,Laibach 1821 und Verona 1822 (s. d.) das Wort der Entscheidung über diepolitische Lage Neapels, Pi. montS, Spaniens und Griechenlands aussprachen, war-Östreich dem Range nach die erste; auch führte es durch den Hofraih Gentz (s. d.)das Protokoll der Sitzungen. Die innigste Übereinstimmung verband hier die dreierhabenen Stifter des heil. Bundes zur.Aufrechthaltuiig des legitimen politischen Zu-standes von Europa. Daher vollzog Ostreich die Beschlüsse des Congresses ni Hin-sicht Neapels und Piemonts (s. Revolution vo n). So ward Ostreich»Rath und Beistand für die Regierungspolitik aller italien . Staaten ein schützenderLeuchtthurm. Dieser Einfluß bewährte sich auch in der schweizerischen Eidgenossen-schaft. Bei dem Louverametätsstreite Portugals mit Brasilien war das mit demKaiser v. Brasilien durch Fanülienbande verknüpfte Ostreich der von Großbritannien vermittelten Unabhängigkeit des neuen Kaiserthums nicht entgegen, undderZnfantD. Miguel beschwor in Wien die portugiesische Constitution vorn I. 1826. DemBunde Rußlands, Großbritanniens und Frankreichs zur Paesticatlon Griechenlands(vom 6. Juli 182') ist Ostreich nicht bpigetreten; vielmehr schien es dein öLtaatg-Vortheile Östreichs angemessen zu sein, daß die Griechen nicht zur Unabhängigkeit ge-langten; vorzüglich wenn der Untergang der Pforte, derenMacbt der wiener §on-greß für einen nöthigen Ring in der Kette der europäischen Ltaatcn erklärt hatte,eine Vergrößerung Rußlands zur Folge haben sollte. Diese Macht drückt schon ge-nug auf Ostreichs offene Grenzen. Würde es noch davon im vollen Halbkreise um.schloffen, so wäre sein Hantel nach derMoldau und Walachei ganz gelähmt. Edens»wenig kann Östreich einen demokratischen Freistaat in S»dosten dulden, der Ungarn und Siebenbürgen so nahe, mittelst der Religion ein geheimes Band durch Serbien und die südlichen ungarischen Provinzen fortwebt. Überdies erscheint dem östr.Cabi-.net die Erhebung des hellenischen Volks, bei den innern Spaltungen unk„bei derRokheit der Nation, als von sehr zweideutiger Art. Darum sah sich auch Östreichgenöthigt, seinen Seehandel im äzäischen Meere gegen die Seeräuber unter griech.Flagge durch ein eigenes Geschwader von Kriegsschiffen zu beschützen. Obgleich dieRechte der Pforte anerkennend, behauptet es dennoch die strengste-Neutralität. Alssich der Anführer derHetairie in derMoldau, Fürst Alep. Ppsilantis, aufdasöstr.Gebiet begeben hatte, lies;es ihn zuMunkatsch, dann inTheresienstadt cstsSraats-gefangenen verwahren, und setzte ihn erst 1821 in Freiheit. Es untersagte dieHülfsvereine und Sammlungen an Geld zu Gunsten der Griechen, es verbotdie Waffendurchfuhr sowie den Durchjag der Griechen aus Rußland und derPhilhellenen durch Östreich nach einem Hasen im adriatischen Meer u. s w.Dagegen beförderte es als vermittelnde Macht durch seinen InternunciuS inKonstantinopel (Freiherr» von Ottenfels seit 1822) die Bemühungen des bri-tischen Botschafters zur Ausgleichung der streitigen Derhälinisse zwischen Ruß-land und der Pforte, und bewirkte dadurch den Abschluß der Tonvention z,<Ackerman 1826. (S. OsmanischeS Reich.) Vorher schon hatte
«a von der Pforte eine Herabsetzung der Durch - und Eingangszölle »langt;