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Dudinot
Oucn
gimente, kam aber bald in seiner gewohnten Dürftigkeit nach London zurück. Hiererwarb er durch Arbeiten für das Theater seinen Unterhalt, den jedoch Alangel anAufmunterung und Ausschweifungen sehr schmälerten. Er übersetzte „Titos undBerenice" und „Scapin'S Ränke" aus dem Franz., und schrieb 2 neue Tragödien:,,1'be Or^lx,»" (1880) und „Ven'io«! zue-iervoO" (1682). Beide haben sich aufder Bühne erhalten und seinen Ruf gegründet. (S. Englisches Theater.)Wäre O. auf diesem Wege fortgegangen, so würde er gewiß noch größere 'Werkegeliefert haben, aber die äußerste Noth, aus derer sich nie emporarbeiten konnte,machte seinem Leben schon 1685 ein Ende. Sein Tod erregte zwar Theilnahme,aber sein unsittlicher Charakter hatte ihn um die allgemeine Achtung gebracht.
Oudinot (Charles Nicolas, Herzog v. Reggio ), Marschall und Pairvon Frankreich, geb. den 2. April 1161 zu Bar-sur-Qrnain, aus einer angesehenenKaufmannsfamilie, diente von seinem 16. I. an, war ein eifriger 'Anhänger derRevolution und machte sich bekannt im Sept. 1192 durch die Vertheidigung desSchlosses Bitsch gegen die Preußen. Tapfer bis zur Verwegenheit, oft und schwerverwundet, stieg O. durch glänzende Thaten zum Divisionsgeneral 1199. Er trugviel zu dem Siege bei Zürich bei, ward Chef des Generalstabes bei Mass« na, demer während der Belagerung von Genua wichtige Dienste leistete. 1805 befehligteO. das neugebildete Grenadiercorps der Armee, bemächtigte sich nach der Einnahmevon Wien der Taborbrücke, indem er dem östr. Kanonier die brennende Lunte ausder Hand riß. Napoleon erhob ihn 1801 in den Grafenstand. Am 14. Juni 1801widerstand er der ruft. Armee bei Friedland so lange, bis Napoleon mit dem Heereankam, um den S>eg zu vollenden. Nach dem Frieden von Wie» 1809 ernannteihn Napoleon zum Marschall und zum Herzog von Reggio . 1812 befehligte erdas 12. Corps, war einige Monate lang Gouverneur von Berlin , kämpfte glor-reich an der Düna und an der Beresina, wurde schwer verwundet und entging nurdurch seinen Muth der Gefangenschaft. Im Feldzuge 1813 verlor er am 23. Aug.die Schlacht beiGroßbeeren s. d.). Dann nahm er an der Schlacht bei Leipzig und a» den meisten Schlachten 1814 Theil. Nach der Capitulation von Paris er-klärte er sich für die provisorische Regierung. Ludwig XVIII. stellte ihn als Gene-ralobersten der Grenadiere und königl. Jäger an. Während der hundert Tage lebteer auf seinem Landgute. Nach der 2. Restauration ernannte ihn der Konig zumCommandanten der pariser Nationalgarde, eine Stelle, die bei der Auflösung die-ser Garde 1821 einging. 1823 war er Gouverneur von Madrid .
One n, Wt.- (Villu -i.iiiLii Aucloeni), ein Dorf im Deport, der Seine ,Arrondissement von St.-Denis . Nach daselbst gefundenen Inschriften besaß schonDagobert ein Haus oder Schloß auf der Stelle in St.-Ouen , wo jetzt die Villa einesHerrn Doria steht, die früher dem Prinzen v. Soubise gehörte; doch kommt St.-Ouen selbst erst im 13. Jahrh, bei den Geschichtschreibern vor. Zu dieser Zeit sollderGeheimschreiberdesKönigS, Wilh.v.CreSpy, ausdem Platze, wo jetzt das Dorfsieht, einen großen Meierhof gebaut haben, den später seine Erbin, Agnes v.Crespp,dem Grafen von Älen ,on, Karl v. Valois, mit der Bedingung übergab, daß dafürihre Nachkommen von allen Abgaben befreit würden. Von nun an ward St.-Ouen sehr erweitert und verschönert und häufig der Aufenthaltsort vornehmer Personen.Als 1351 König Johann den Ritterorden vcmStern stiftete, wies er demselben dasSchloß (Xoblo in.ii.-ion) von St.-Ouen zu seinem Versammlungsort an, und dieRitter wurden danach in der Folge oftmals „Lbevaliors ,1a Anble-älai-mn" ge-nannt. Schon vor der Aufhebung des Ritterordens vvm Stern unter Karl VIII. hatte das Xnble-Klai;»» aufgehört königl. Eigenthum zu sein, und war zu Ende derRegierung Ludwigs XI. in die Hände der Mönche von St.-DeniS unter der Bedin-gung gekommen, daß sie Gott für die Erhaltung desLebenS dieses Königs bitten soll-ten. In neuernZeiten besaßen der geistvolleHerzog v. Nivernois, der PnnzRohan