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Ouvrard
i)verbeck
nimmt, und die in ihrer Bestimmung liegende Federung, den Zuhörer vorzuberei-ten und zu gewinnen, ohne ihn doch zu ermüden, macht einen feierlichen glänzendenCharakter und eine gedrängte Behandlung der musikalischenGedanken, durchweichesich die Ouvertüre zur Symphonie im eigentlichen Sinne fast wie das Drama zumEpos verhält, »otkwendig, und dazu ist die letztere Form sehr anwendbar. Doch läug-ncn wir damit nicht, daß die Ouvertüre nach BeschaffenheitDessen, was sie vorberei-ten und einleiten soll, im Besondern die verschiedensten Formen annehmen könne. I'.
O u v rard (Gustav Julien), geb. zu Nantes um 1115, früher daselbstKaufmann, erwarb durch Spcculationen große Reichthümer. Genau die Lage derDinge und die Menschen kennend, übernahm er wichtige Lieferungsverträge, sowolwährend der Resolution und unter Napoleon , als auch nach der Restauration derBourbonS. Fouchä brauchte ihn zu einer geheime» Sendung nach England 1810,um wegen des Friedens die brit, Regierung zu erforschen. Da Napoleon in derselbenAbsicht einen gebeimen Boten nach London geschickt hatte, so richteten Beide nichtsaus und mußten England verlassen. O. kam deßwegen inS Gefängniß, und Faucheverlor seinen Ministerp» sten. O.'S letztes Geschäft, die Verpflegung der sranz. Ar-mee, welche 1823 in Lpanien die absolute Regierung wiederherstellte, verwickelteihn in eine Untersuchung, die sich 1826 mit seinerFreisprechung endigte. Er erzähltdies Alles sehr anziehend in seinen „älöinoiiee s»r sa vie et »>iir «e* opüruinnu,lin.uwn'eo-." (Paris 1826, 2 Thle.), wovon in einem Jahre 4 Aufl. erschienen.Ei» 3. Thl. erschien 1821. Schon 1814 und später hatte O. mehre Denkschriftenüber die Lage der franz. Finanzen herausgegeben. Vor 5 Jahren ließ ihn s. Mit-lieferant Seguin wegen Lchuldfoderungen setzen. Q. beschäftigte sich in s. Gefäng-nisse mitFinanzprojecten, führte s.Geschäfte, schriebMcnioire», gab Gastmäler u.s. w., bis er am 24. Dec. 1829 dieConciergerie verließ. Sein schönes LandgutRai-ney, wo er glänzende Iagdfeste gegeben, gehört jetzt dem Herzog von Orleans.
Ovale, in der Geometrie eine geschlossene, krummlinige, regulaire Fi-gur, deren zwei Hauptdurchmeffer ungleich sind. (Vgl. Ellipse.)
Ovation, s. Triu m p h.
O verbeck (Friedrich), geb. zu Lübeck am 3. Juli 1181, bildete sich fürdie Kunst seit 1806 in Wien , wö seine Studien die spätere Richtung seines Gei-stes verriethen. Man machtees ihm zum Vorwurf, daß er wie Gwtko zeichne. InBegleitung des zu früh verst. talentvollen Pforr aus Frankfurt a. M. (-Lohn desverdienten Pfcrdemalers) zog er 1810 nach Rom , das er seitdem nicht wiederverlasse» hak. Eine Madonna, die er 1811 ausstellte, verschaffte ihm allgemeineAnerkennung. Ein Beleg seiner frühesten Manier ist seine Anbetung der Könige(iai Besitz der verwitw. Königin von Baiern ). O. gehört zu Denen, welche deriStinsachbeit der frühern italienischen und deutschen Malerei am entschiedensten ge-huldigt haben, und dessen Werke daher die Geistesverwandtschaft mit den damalsm Rom lebenden deutschen Malern, Koch, Cornelius, K. Vogel, Ioh. undPb. Veit, Schadow, Eggerg, später Schnorr u. A., am klarsten darchun.Von deir wenigen Bildern dieses Künstlers ist der Einzug Cbristi in Jerusalem , einGemälde, das er schon in Wien anfing, aber erst in Rom vollendete und 1824ausstellte, in Deutschland am bekanntesten geworden; gegenwärtig befindet essich zu Lübeck . Durch den Marchese Massimi mit erwählt, seine Villa mit Freseo-bildern zu schmücken, fiel ihm, vielleicht seinem Genius weniger zusagend, Tassozu. Die glückliche Auffassung dieses Gegenstandes und die Lebendigkeit seiner Dar-stellung istjedoch auch außerhalb Italien durch den ausgeführten Carton anerkanntworden, der Olint und Ssfronia darstellt - im Besitze des Hrn. v. Quandt zu Dres-den ). Weil O. nicht rasch arbeitet, so sind seine Bilder weniger zahlreich, Einigeseiner Zeichnungen, welche Frau von Humboldt besitzt, seine Sepiazeichnungen:Jesus segnet die Kinder, und Johannes predigt in der Wüste, seine Aguarcllzcich-