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gelischen zu gewinnen. Aber mit Schmerzen fand er bei seiner Rückkehr nach Sach-sen Alles in der größten Unordnung, die Bundesgenossen schwankend, die Solda-ten mißvergnügt und der Zucht entwöhnt, fast alle muthloS durch den unglück-lichen Ausgang der nördlinger Schlacht, den Kurfürsten von Sachsen offen derSache des Feindes beigetreten. Sein an HülsSguellen reicher Geist wußte jedochauch unter diese» Umständen die Angelegenheiten seiner Partei vom Untergänge zuretten. Nachdem er sie gesichert sah, kehrte er 1636 nach Schweden zurück, von woer 10 I. abwesend gewesen. Er sehnte sich nach einem ruhigen Wirkungskreise,legte die ihm anvertraute Gewalt nieder und nahm seinen Sitz im Senate als Kanz-ler des Reichs und einer der 5 Vormünder der Königin. Seine Hauptsorge warjetzt, die Königin mit Allem, was auf die Regierungskunst Beziehung hatte, be-kanntzumachen. Da es ihm sehr am Herze» lag, den Krieg in Deutschland zueinem glücklichen Ende zu bringen, so sandte er seinen Sohn, Johann, als schwe-dischen Bevollmächtigten nach Deutschland . 1645 wohnte er den Unterhandlun-gen mit Dänemark zu Brcmsebrü bei, und nach seiner Rückkehr ertheilte ihm dieKönigin Christina tue Grafenwürde. In derselben Zeit zum Kanzler der Univer-sität Upsala erwählt, verwaltete er dieses Amt mit großem Eifer. Als Christinaihren Entschluß bekanntmachte, einen Nachfolger zu ernennen, widersetzte sich O.aus allen Kräften; »och dringender widersprach er ihrem Vorsätze, die Krone nieder-zulegen, und schützte, als er die Königin unerschütterlich fand, eine Krankheit vor,um an den Verhandlungen über eine Maßregel nicht Antheil nehmen zu dürfen,die er als den Anfang großer Übel ansah. Er fand seitdem keine Freude mehr anden StaatSgeschäftcn, wiewcl er fortfuhr, seinem Lande gewissenhaft und eifrigzu dienen. Zur Vermehrung seines Kummers sah er die Finanzen des Reichs ingroßer Zerrüttung, und die Staatsschuld, trotz der durch die Vergrößerung desLändergebiets und seine weisen Maßregeln vermehrten Eink., auf mehre Mill. an-gewachsen. Überdies halte er mit den Beschwerden des Alters Zu kämpfen, undöftere KrankheitSansälle mahnten ihn an die Nähe des Todes, der im Aug. 1654seine Laufbahn endigte. LX darf den berühmtesten Männern zugesellt werden,die auf der Bühne der Welt eine ausgezeichnete Rolle gespielt und sich durch einefür die Menschheit wohlthätige Wirksamkeit verewigt haben. Erziehung und Stu-dium hatten seine großen Anlagen entwickelt und dem Guten, Großen undEdeln zugewendet. Sein politischer Scharfblick erregte ebenso sehr Achtung alsBewunderung, und die Umstände, unter welchen er lebte, gaben ihm Gelegen-heit, den ganzen Umfang seiner Einsicht an den Tag zu legen. Die Regierungs-form, die er auf höher» Befehl entwarf, und die 1634 von den schwedischenStänden angenommen wurde, galt für ein Meisterwerk der Staatskunst. SeineBeredtsamkeit war wortkarg, aber kräftig. Er besaß das seltene Talent, die Er-folge einer Maßregel vorherzusehen und sein Betragen danach einzurichten.Leine Rechtschaffenheit nöthigte selbst s-.nen Gegnern Bewunderung und Ver-trauen ab. Allen Stürmen und Unfällen widerstand er mit Festigkeit, Klugheitund Hochherzigkeit. Die Ehre und Unabhängigkeit seines Vaterlandes gegen dasAusland aufrecht zu erhalten und durch Belebung des Handels und KunsifleißeS,verbunden mit weiser Ökonomie, die innere Wohlfahrt zu vermehren, warenseine großen Bestrebungen. Von feinen Schriften ist nur ein Theil im Druckerschienen.
Dpford, Hauptst. von Oxfordshire in England, auf einer Anhöhe, amEinflusse des Cherwell in die Isis, nachher Themse genannt, über welche die 500Fuß lange, steinerne Magdalenenbrucke fuhrt (1940 H. und 14,000 Einw.),iü vorzüglich wegen ihrer Universität berühmt. Die breite und lange Hauptstraßeist zu beiden Leiten mit schönen Gebäuden besetzt; im Ganzen ist jedoch die Bau-art altmodisch. Die Universität, die berühmteste in Großbritannien , hat 20 Col-