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Achter Band. O bis Q.
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Axenstiema

schrieb u. a. 1813 „X »k'v s>l„ rietv".) Die Idee eines Familienvereins zugemeinschaftlicher Fabrik-, Feld- und Gartenarbeit in einen, polizeilich geordne-ten Haushalte scheint er den Colonien der Brüdergemeinde nachgebildet zu habe»,nur dafi in Newlanark, nach Abzug der Kosten des Haushalts, der Ueberschußdas Eigenthum der Einzelnen bleibt, und bloß Das Gemeingut ist, was zum ge-meinschaftlichen Wohlsein gehört. 20.

Oxenstierna (Axel, Grass.), sprich: Oxenstbörn, ein schweb.Staats-mann, geb.zu Fano in Upland 1583. Nach dem Tode s.Vaters ward ei mit Sorg-falt unter den Augen seiner Mutter erzogen. Zu Rostock» Wittenberg und Jena beschäftigte er sich besonders mit der Theologie, denn seine Neigung sowol als seineFamilie hatten ihn den, geistlichen Stande bestimmt, und obgleich er sich späterden SkaatSgeschäften widmete, so blieb ibm koch eine große Liebe zur Theologieund ein lebhafter Eifer für die Ausbreitung der evangel. Lehre. Nach Vollendungseiner Studien besuchte er die meisten deutschen Höfe, und als er 1602 mit allenim Auslande sich befindenden Schweden zurückberufen wurde, um Karl IX. d.ttEid der Treue zu schwören, trat er bald darauf in die Dienste dieses Monarchen,der ihn 1606 als Gesandten an den mecklenburgischen Hof sandte. 1608 trat erin den Senat, in welchem in ununterbrochener Reihe 13 feiner Norfabre» gesessenhatte». Sein erstes öffentliches Geschäft war die Beilegung gewisser Streitig-keiten zwischen dein liefiänd. Adel und der Stadt Reval . Er hatte dabei seine Ta-lente in einen, so günstigen Lichte gezeigt, daß der König, der seinen Geist durchdas Alter geschwächt fühlte, ihn zum Aufseher der königl. Familie machte und andie Spitze der Regentschaft stellte. Als Gustav Adolf den Thron bestieg, ward erzum Kanzler ernannt, und 1613 war er bei den Friedensunterhandlungen zwischenSchweden und Dänemark erster schwedischer Bevollmächtigter. 1611 begleiteteer den König nach Deutschland , und hatte bald darauf die Genugthuung, dieFeindseligkeiten zwischen Rußland und Schweden durch den ehrenvollen Friedenvon Stolbowa beendigt zu sehen. 1622 erwartete er den König in Llefland; späterward er mit verschiedenen Regimentern nach Preusten geschickt und zum General-gouverneur aller daselbst den schwedischen Waffen unterworfene» Districte ernannt.Als die Kaiserliche» nach Pommern gingen, um sich zu Herren der Dstfeeküsten zumachen, unterhandelte D. mit dem Hei zog von Pommern wegen der BesetzungStralsunds durch schwedische Ti uppen statt der dänischen, die den Platz in Besitzhatten, und ging sodann nach Dänemark , um die Genehmigung des Königs dazuauszuwirken. Auch gelang es ihm, durch stanz, und engl. Vermittelung mit Polen euren 6jährigen Waffenstillstand abzuschließen. Als der Krieg in das Herz vonDeutschland versetzt worden, rief Gustav Adolf seinen Kanzler zu sich, um sichseiner Einsicht zu bedienen. Er wurde deßhalb mit unbeschränkter Vollmacht inallen LttaakS- und Militairangelegenheiten am Rheine versehen, und nahm seinHauptquartier in Mainz, während Gustav Adolf in Baiern und Franken vor-drang. Von dort brach er mit den gesammelten Truppen auf, um zu dein Königezu stoßen, und stand, als dieser glorreich 1632 bei Lützen fiel, in Obcrdeutsch-land. Die Nachricht von des Königs, seines Freundes, Tode entmuthigte ihnnicht. Er sammelte zahlreichere Heere, um Schweden und seine Bundesgenossenzu schützen, und besuchte Dresden und Berlin , um Maßregeln wegen der Fort-setzung des Krieges zu verabreden. Die schwedische Regierung ertheilte ihm jetztnngemessene Vollmacht, Alles anzuordnen, was er für des Vaterlandes Wohlfahrtam dienlichsten erachten würde. Dem gemäß trat er mit verschiedenen Fürsten inUnterhandlungen, versammelte einen Eongrcß zu Heilbronn und ward hier alsDii ecror des evangel. Bundes anerkannt. Die Eifersucht, besonders der Franzosen ,konnte seinem Genie keine Hindernisse in den Weg legen; er reiste selbst nachFrankreich und Holland , um beide Mächte zur Theilnahme an der Sache der Evan-