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Achter Band. O bis Q.
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Parca Pädagogik

vorzüglich des Apollo . Seine Bedeutung wird von den Grammatikern auf ver-schiedene Weise erklärt. Da in den Lobgesänge» auf den Apollo der Ausruf ,,IoPäan" häufig vorkam, so nannte man sie vorzüglich Päanen. Solche Päanenwurden bei ansteckenden Krankheiten und bei allen Gelegenheiten gesungen, wo mansich den Gott geneigt machen wollte. Bald wurde indessen das Wort Päan auchvon Lobgesängen auf die Thaten andrer Helden und ausgezeichneter Männer ge-braucht. So gab es einen Päan auf die Thaten des Lvsander zu Samos u. dgl.Auch der Schlachtgesang, den man vor Ansang der Schlacht dem Mars und nacherfochtenem Siege dem Apollo sang, hieß Päan.

Pacca (Bartholomäus), geb. z» Denevent d. 25. Dec. 1156, ist Cardi-nalbischof, war Camerlengo (Kämmerling, d. i. Finanzminisier) und Prodäka-riuS. 1801 von PiuS VII. mit dem röm. Purpur bekleidet, zeigte er für ihn in demStreite mit Napoleon die treueste Anhänglichkeit. Als Prodatar bestand er häufigeFehden mit dem franz. General Miollis. In Verdacht, einen Aufruhr gegen dieFranzosen angestiftet zu habe», ward er (1808) verhaftet und sollte nach Benevent abgeführt werden; allein PiuS vermittelte die Erlaubniß, daß P. als Gefangenerbei ihm bleiben durfte. Er folgte dem Papst in die Verbannung nach Frankreich ,wurde aber In Grenoble von ihm getrennt und 24 I. auf der Festung eingeschlossen.1811 in s. Würden wiedereingesetzt, mußte er im folg. I., beim Einmärsche desncapolit. Heeres unter Murat, i» Begleitung des Papstes Rom aufs Neue verlastscn. Nach einem kurzen Aufenthalt in Genua kehrte P. zurück, wurde Mitgliedder Eongregation für die Angelegenheiten von Ehina, und ging 1816 mir einer au-ßcrordentl. Sendung nach Wien . Auch nahm er Theil an den Arbeiten der Eon-gregation, welche beauftragt war, ein Srstem für die akademischen Studien aufzu-stellen; 1811 wurde er Gouverneur von Rom und später Mitglied der Commis-sion zur Untersuchung des Zustandes der Finanzen im Kirchenstaate. Die Stand-haftlgkcit s. Charakters im Unglück und s. aufopfernde Treue erwarben ihm allge-meine Achtung; man macht ihm aber denVorwurf mehrer intoleranter Maßregeln,welche die Rückkehr PiuS VI>. bezeichneten. Auch Leo XII. schenkte dem CardinalP. Vertrauen und Freundschaft; dessenungeachtet legre er im Dec. 1824 sein AmtalsCamcrlengo nieder, und Leo XII. erwählte den Card. Galeffi an dessen Stelle.P. hat zu einer Geschichte des päpstl. Stuhls seit der franz. Revolution Materia-lien gesammelt. Er ist noch Protector der Akademie der Archäologie seit 1816, Bi-schof von Frascati seit 1820, und Studienpräfect seit 1822.

P a ch t, s. Miethe.

Pädagog, beidenGriechenund Römern dcrSklave,der dieKinder seinesHerrn in die Schule führte. Da auch Sklaven und Freigelassene sich gelehrte Bil-dung erworben hatten, so bediente man sich ihrer oft als Hauslehrer und Erzieher,daher der griech. Name Pädagog in derFolge jedem Erzieher beigelegt worden ist.

Pädagogi k, die Wissenschaft und Kunst der Menschenerziehung. (S. Er-ziehung.) Die theoretische Pädagogik lehrt die Gesetze der Erziehung und desUnterrichts, begreift also auch Didaktik; die praktische leitet zur Anwendung dersel-ben an und gibt die Methoden an die Hand. Pädagogische Regeln und Anstal-ten findet man bei jedem Volke, das sich zu einiger Bildung erhoben hat, dennohne eine sorgfältigere und planmäßige Erziehung„der Jugend ist überhaupt keineNationalbildung denkbar. Was die Hebmer, Ägypter, Perser und Hndier indiesem Fache geleistet haben mögen, erhellt mehr aus dem Dildungsstande dieserVölker als aus den sekr unvollständigen historischen Nachrichten von ihrer Erzie-hungsweise. Zum klaren, wissenschaftlich geordneten Bewußtsein kamen dieGrundsätze der Pädagogik erst bei den Griechen und Römern, unter denen Plato ,Aristoteles, Renophon, Plutarch und T.niniilian die Lehrer späterer P-dagogenwurden und viel beitrugen, die Keime einer liberalen Erziehung zu entwickeln.