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Achter Band. O bis Q.
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Palästina

maria, später Sebafle, und Sichern, jetzt (nach der griech. Benennung Neapo-lis) ileablus und dem Gebirge Ephraim ober Israel , auf dem der Berg Gariznnliegt; »nb Galiläa, das nördliche und fruchtbarste Gebiet, gegen Mittag a» dasVorgebirgeKarmel und den damit zusammenhängenden Berg Tabor auf der Grenzevon Samaria geleknt, gegen Abend von Phönizier! und nördlich vom Libanon be-grenzt, mit den Städten Tiberias, welche nach der Zerstörung Jerusalems alsSitz der jüdischen Gelehrsamkeit berühmt war, Kapernauni und Bekhsaida amSee Genezarelh, Neun, sslazareth und Kana. Zu dem Lande jenseits des Jordansgehörten die Provinzen: Peräa, die größte, südliche, mit dem Gebirge Gilead,Guulvnikis, östlich vom See Genezarelh, Batanea und Trachonitis, die kleinsteim Norden. Die verschiedenen Denkmäler zu Jerusalem (vgl. d.) bezeichnen dieEpoche» der Geschichte von Palästina. Das 1099 von den Kreuzfahrern gegrün-dere christl. Königreich Jerusalem gab dem heil. Lande eine neue Blüthe; es um-faßte die Provinzen diesseits des Jordans, mit Einschluß von Phöniüen und Pbi-ltstäa, und erstreckte sich jenseits bis in die Wüste Arabiens. Seme Verfassungwar europäisch: ein Patriarchat, 4 ErzbiSthümer, reich begabte Kloster und geist-liche Stiftungen, 3 Ritterorden, mehre Grafschaften und Baronien wurden er-richtet, Gerichtshöfe für den Adel und den dritten Stand niedergesetzt, ein Heervon 12—20,000 M. unterhalten und die 631 vom Khalifen Omar auf der Stelledes salomonischen Tempels erbaute Moschee in eine prächtige Hauptkirche verwan-delt. Dte bei mäßigen Auflage» und fruchtbarem Bode» zunehmende Bevölke-rung und die schickliche Lagezum Handel schienen diesem Reiche Wohlstand und laugeDauer zu sichern. Die Könige Gottfried von Bouillon , der schon 1100 starb,die Balduin , Anjou und Lusignan regierten es mild, doch mit wechselndemGlücke gegen die Saracenen, denen innere Zwiste des regierende» Hauses und dieVerzögerung der Hülfe aus Europa den Weg zur Wiedereroberung bahnten. Sa-latin nahm 1181 Jerusalem ein, machte die Hauptkirche wieder zur Moschee, undnur das Gold der syrischen Christen erhielt die Kirche des heil. Grabes. Nachhundertjährigen Bedrängnissen wurden endlich 1291 die letzten christlichen Herrschervon den Mamelucken gänzlich aus Palästina vertrieben, und der leere Titel desKönigreichs Jerusalem kam durch die Derheiraihung der llrenkeltochter Bal-duin'slV., Jolantha, mit Kaiser Friedrich II. an das deutsche Kaiserbaus unddurch die Ansprüche des Hauses Anjou an die Krone S >ciüen. Seitdem schmach-tet Palästina, verödet und von arabischen Räuberhorden durchstresst, unter derHerrschaft der Mohammedaner und gehört jetzt unter den Paschalik Damask in dertürk. Provinz S oristan. Jerusalem , 16 Mal terstört, bietet jetzt nur den Anblickdes Schattens seiner ehemaligen Größe dar. Die Politik der Türken, welche vonden jetzt seltener kommenden christlichen Pilgern starke Abgaben erheben, hat diewährend der christlichen Regierung im 12. Jahrh, neubezeichnelen Denkmäler derGeschichte Jesu nicht ganz untergehen lassen. Noch 1806 will Chateaubriand(„Tagebuch einer Reise von Paris nach Jerusalem", übersetzt von Müller und Lin-dau, Leipzig 1813, 3 Bdchn.; und von Eicbkolz, mit Anmerkungen und Kups.,1812) in dem stark befestigten Kloster zu Bethlehem eine unter römisch-katholische,griechische und armenische Mönche getheilte Kirche mit einer unterirdischen Capellegesehen haben, welche den Drt der Geburt Jesu , seine Krippe und das Grab derunschuldigen Kinder in sich schließt und durch schöne Gemälde ausgezeichnet ist; inden Umgebungen Jerusalems dient das Thal Josapbat, welches sich zwischen demBerge Mona und dem Dlberge von N. gegen S. erstreckt und von dem Bache Ki-dion durchschnitten wird, den Bewohnern Jerusalems zum Begräbnißorre. DerGarten des OlbergS mit der Stätte von Gerhsemane, der Capelle des Grabes derheil. Zungfrau und der Grotte des bittern Kelches, hat jetzt eine kleine Moscheeaus dem Flecke der Himmelfahrt; Zivn ist ein Hügel von ödem, gelblichem An-