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Palladium Pallas (Peter Simon)
s. Vaterstadt zierte, der glänzendste Beweis seines grasten Talents. Auch dankt ihmVenedig mehre seiner schönsten Gebäude, z. B. das Refektorium von St.-.GiorgioMaggiore und die durch das Ebenmaß aller ihrer Theile und die Einfachheit ihrerVerzierungen mit Recht berühmte Kirche gl. N. Zu Mestre in der trevisanischenMark sieht man von ihm den prächtigen Palast Barbara. Udine, Feltre, Padua und die umliegende Gegend haben mehre Denkmale seiner Kunst auszuweisen. Im-mer schwebte ihm die edle und majestätische Einfalt des Alterthums vor Augen, wes-halb auch Algarokki ihn den Rafael unter den Baumeistern nennt. Er behauptete deneigenthümlichen Tharakler der verschiedenen Ordnungen, und wußte seinen Fa> adenein gefälliges Ansehen zu geben. Ganz besonders verstand er sich auf die Pyramiden-form. Seine Profile sind unkadelhaft. Man findet an s.Werken kleineIncorrect-heiten, die aber mehr Denen, welche sie ausführten, als ihm selbst beizumessen sind.Vielleicht aus zu strenger Nachahmung des Antiken stellte er stets Fufigesimse unterseine Säulen, und Säulen von verschiedener Höhe auf den gleichen Plan; auch gaber seinen Fenstern und Thüren zu viele Frontispicen, u. s. f. Chapuy und Amed.Beuqnot haben P.'s „Oeuvre, complete," mit Kpf. und Anmerk. zu Paris seit1827 in 20 Lieferungen, Fol., neu herausgegeben.
Palladium, das hölzerne Bild der Pallas (Minerva), wovon die Sageerzählte, es sei vom Himmel nach Troas herabgefallen, daselbst voni Ilos gefundenund von ihm in der neu erbauten Stadt in einem eignen Tempel aufgestellt worden.Man glaubte, die Stadt sei unüberwindlich, so lange sie das Bild besitze. DiesesHinderniß wegzuräumen, entwendeten esUlvsseS und DiomcdeS, nach Einigen durchnächtliches Einsteigen, nach A., da sie als Gesandte nach Troja gekommen waren.Die Römer behaupteten, das Bild werde zu Rom im Tempel der Desta aufbewahrt.Aber man hielt es für so heilig, daß auch der PontifexMaximuS es nicht sehen durfte.Andre Städte rühmten sich ebenfalls seines Besitzes. Palladium heißt daher jedesschützendeHeiligthum. Mollaston nannte zu Anfange dieses Jahrh, ein von ihm imrohen Platin entdecktes Metall so. (Vgl. Metalle.)
Pallas, s. Minerva und Planeten.
Pallas (Peter Simon ), kais. russ. SkaatSrath, durch s. Reisen, beson-ders im russ. Reiche, und seine daselbst gemachten Entdeckungen und Erfahrungenberühmt, geb. 1741 zu Berlin , der Sohn eines Arztes, wählte das Studium derArzneikunde, mit dem Vorsätze, sich allein den Naturwissenschaften, vorzüglich derNaturgeschichte zu weihen. Dazu bot Holland damals die größten Sammlungenund die trefflichsten Lehrer dar. Er besuchte dahcrLcyden und gab dort 1760 s.DiS-putationen von den Enlorois heraus. Er leistete Volkmann, welcher die prächtigeRaturaliensammlung des Erbstatthalters im Haag ordnete, thätige Beihülfe, underwarb sich dadurch so große Kenntnisse in der naturhistorifchen Museographie, daßer, nachdem er auch England besucht hatte, zur Anordnung ähnlicher Sammlungengebraucht und in den Stand gesetzt wurde, s. „b!en<st>»s ?.<»>>>l>vl»i um" (dies fürdie Zoophyten noch classische Werk) und s. ,,»ideell,(1760) her-auszugeben. Dann ging er nach Berlin zurück und fing dort an, feine später bisauf 14 Hefte fortgesetzten „8,hiess-, ?.o,M>sse-," herauszugeben. Die KaiserinKatharina suchte damals Naturforscher, die ihr großes Reich untersuchen sollten.P. erhielt 1768 den Ruf nach Petersburg als Akademiker und Collegicnassessor,und machte s. erste an Entdeckungen so reiche „Reise durch verschiedene Provinzendes russ. Reichs"(auf kaiserl. Kosten, Petersburg 1771—76 in 4.). 1777 wurdeer Mitglied eines topograph. Ausschusses zur Ausmessung und vollständigen Tizz'o-graphie des russischen Reichs, und 1782 Collegienrath. Die Botanik war un'er-deß sein Lieblingsfach geworden, und der rastlose Pflanzenforscher machte jetzt nochMehre Reisen in verschiedene Provinzen des ungeheuern Reichs. Die prächtige„b'lura Kvssici," (Petersburg 1785), deren Fortsetzung aber unterbrochen wurde,