Band 
Achter Band. O bis Q.
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Palnatocke Palomino dc VclaSco 221

Wiederherstellung zunr zweiten Male von den Saracenen 714. In der Mitte d.18. Jahrh, wurden die Ruinen von den Engländern Wood und Dawkins entdecktund in dem Prachtwerke von Wood („Ilio rui»« ok?.->üne>:>") beschrieben. Wiefanden unter diesen Trümmern eine Menge der schönsten Pfeiler, Ruinen von Tem-peln und Thürmen, alle von Marmor bewundernswürdig gearbeitet; viele gi ie-chische und palmyrenische Inschriften, auch eine lateinische. Das prächtigste Denk-mal, der Sonnentempel, war unter allen am besten erhalten. Jetzt ist Palmyra ,unter dem alten Namen Thadmor, ei» Dorf in der Wüste von Syrien , und dürf-tige Familien haben zwischen den Ruinen ihre Hütten. S. Sainl-Martin's „llist.llo l'almvrc" (Paris 1823) und Zrby's und Mangke's „I'i.-noli in Ifgrp-t, dlu-

8701-1 o»(I Mlnni 1817 fg." (Lond. 1823).

Palnatocke, ein nordischer Seekönig des 10. Jahrh, oder Seeräuber,wie wir es jetzt nennen, dessen Thaten in den Liedern und Traditionen des Volksnoch leben. Wahrscheinlich stanmiteP.von derZnselFünen her; sein eigcntl.Namesoll, nach der islünd. Iomskiringasaga, Palner, der s. Vaters aberTockc gewesen sein,woraus nach nordischem Gebrauch, die Namen zusammenzuziehen, Palneriocke oderPalnatocke entstanden ist. Durch s.Berheirathung mit der Tochter eines gothländ.Jarls ward P. mächtig zur See und bestand viele Fehden mit den kleinen Königenin Dänemark, Norwegen ic. Auch stiftete er unter den kühnen Seefahrern seinerZeit, die sich damals sämmtlich mit Sceräuberei abgaben, wie in den Tagen desFaustrechts der Adel in Deutschland und a. Ländern, mit Wegelagerern eine Artvon Verbindung oder Orden, dessen Mitglieder nach den Gesetzen ihres Vereins ein-ander in Noth und Gefahr beistand.n, ihre Seczüge zusammen unternahmen, dieBeute in gleiche Theile unter sich theilten w. Nach alten Wagen soll diese Verbin-dung und ihr Oberhaupt, P., ihren Sitz aufderInsclWollin zu Iomsburg gehabthaben, welches Einige für das angeblich untergegangene Juli» halten. Eben diesenSagen nach ist ein altes Hühnengrab auf der Insel Fünen der letzte Ruheori derGebeineP.'S. S.hierüberWedelSünonson'sAbhantl., im2.Bd.der „Archäolog.Annalen Dänemarks ". Sa.ro Grammancus gedenkt zwar eines nordischen See-helden mitNamenToceo oder Toeke, doch von der erwähnten ritterlichen VerbindungZuIomsburg sagt er nichts, dagegen aber, daß dieser Toeke dieselbe That mit de nApfel gethan haben soll, welche die Geschichte der Schweiz dem Teil zuschreibt.Das Andenken von P. dem Seekönig ist neuerdings von Öhlenschläger durch seindram. Gedicht erneuert worden. Das Landvolk und die Fischer auf Fünen be-haupten noch immer, daß der Geist des einst gesürchteten Seeräubers sich in stillenMondnächten über den Wellen an den Küsten ihrer Insel blicken lasse.

Palomino de Velasco (AciscieAntonio), einer der ausgezeichnet-sten Maler Spaniens , ward 1653 zuBajalance, unweit Cordova, geb. Er studirteim letztgen.Orte; da ihn aber seine Neigung mehr zur Kunst hinzog, so bildete er sichunter Valdes zum Maler aus. 1678 begab er sich nach Madrid , wo unter Philipps I V.Regierung viele ausgezeichnete Künstler lebten. Er ward hier durch den berühmtenCoi-Ilo dem Könige vorgestellt und von dieser» beauftragt, die Frcscogemälde in derHirschgalerie im Prado zu verfertigen. P. malte nun die Geschichte der Psvcbe undführte den Auftrag zu solcher Zufriedenheit seines Monarchen aus, daß Philipp ihnmit einem ansehnl. Gehalte zum Hofmaler ernannte. Sein Ruf stieg; in Valencia ,Salamanea, Gianada und Cordova, wobin er nach und nach gerufen wurde, ver-fertigte er Arbeiten, die sich des größten Beifalls erfreuten. Wein Wohn widmetesieh gleichfalls der Malerkunst und arbeitete mit ihm häufig zusammen. Nicht ohneUnrecht wirft man P. vor, daß er die Figuren selbst in seinen großartigsten Gemäl-den, wie z. B. in seinem Bekenntniß des heil. Petrus (in der Hauptkirche zu Va-lencia ), sowie in den Bildern, welche er für die Kathedrale von Cordova verfertigte,oft mit zu großer Treue aus der gemeinen Wirklichkeit entlehnte; dagegen ist er in