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stammte aus einer angesehenen corsischen Familie. Sein Vater, Hyacinth P.,ein verdienter General, der, von der genuesischen Regierung verfolgt, 1739 nachNeapel geflüchtet war, sandte ihn in einem Alter von 29 I. 1755 zu den Torfen,welche ihn zum Generalcapitain der Insel ernannten. Als solcher stand er an derSpitze einer demokratischen Regierung, mit konigl. Ansehen; doch verschmähte er,den Titel eines iiönigs cmzunehnen. Die Thätigkeit und Kraft, mit welchen ereinen durchgreifenden und verständigen Plan, den Zustand des verwilderte» Volkszu verbessern, ausführte, waren für Corsica sehr wohlthätig. P. fand Alles inder größten Unordnung, weder Kriegszuchr noch Geld noch Waffen, und Par-teien unter seinen Landsleuten. Er ordnete die Verwaltung, errichtete ein regel-mäßiges Heer, und gründete eine Universität, um seinen Landsleuten den Sinnfür geistige Bildung zu gehen. Er hob die barbarische Sitte der Blutrache aus undführte eine gesetzmäßige Rechtspflege ein. Nachdem er im Innern Ordnung undEinigkeit hergestellt hatte, trieb er die Genueser bis an die Küste zurück, wo ihnennur 4 Plätze übrig blieben, sodaß sie zu Frankreich ihre Zuflucht zu nehme» sichgenöthigt sahe». Seit 1784 besetzten die Franzosen diese Plätze, während Genua den Krieg gegen den übrigen Theil von Corsika fortsetzte. Aber P. und sein Bruderwiderstanden der Macht von Genua , sodaß der Senat die Insel endlich 1768 anFrankreich abtrat. P.'s Einfluß vereitelte alle Geldopser, durch die jene Republik den Gehorsam der trotzigen Insulaner erkaufen wollte; aber eben so standhaft wieser die glänzendsten Anerbietungen, die der ftanz, Minister Ehoiseul ihm selbstmachte, zurück und ermuthigte seine Corsen zum Widerstände. Noch ein Jahrbehauptete er sich gegen den Marquis v. Marbois und den Grafen v. Vaup, undzog sich endlich, von Freunden und Feinden geehrt, 1763 nach England zurück,wo man ihn mit großer Achtung behandelte.-^- Zwanzig Jahre nachher rief ihn dieftanz. Revolution in fein Vaterland zurück, wo er noch immer viel Einfluß besaß.Als eifriger Republikaner gewann er bald das Vertrauen der Revolutionspartei.Hierauf begab er sich im April 1736 nach Paris , um der Nationalversammlung,die Eorsika in den Rang der ftanz. Provinzen aufgenommen hatte, den Eid derTreue zu leisten. Lafayette stellte ihn dem Könige vor, der ihn zum Tommandan-ten von Bastia ernannt hatte. Nach seiner Rückkehr auf die Insel ward er zumBefehlshaber der Nanonalgarden und zum Präsidenten des Deport, erwählt. Alssolcher befolgte er 1731 und 1732 die Grundsätze der Revolution , faßte aber bald,bei der in Frankreich zunehmenden Anarchie, den Vorsatz, Corsica zu einem unab-hängigen «tarne zu erheben, und rief im Mai 17 13 eine Tonsulta zusammen,die ihn zum Präsidenten und Generalissimus der Torfen ernannte. Der Nanonal-convent lud ihn vor seine schranken; da er nicht kam, ward er am 17. Mai füreinen «taatSverräther erklärt, welcher Schuld an dem Mißlingen des Unternehmensgegen Sardinien sei und unter Englands Schutze sich zum unumschränkten Herrnüber Torsika habe machen wollen. Bis zu diesem Zeitpunkte hatte P. mit derFamilie Bonaparte im besten Einverständnis gelebt; jetzt erklärte sich tiefe entschie-den für die jakobinische Partei, und beide Faniilien waren auf immer gerrennt.Nun verband sich P. mit England und begünstigte im Febr. 1734 die Landungengl. Truppen, welche mit ihm vereinigt die Franzosen von der Insel vertrieben.Allein Lngland betrachtete die Inselals eine Eroberung, und der ehrgeizigeP. warmit dem Theile der Macht, den man ihm gelassen, nicht zufrieden; auch verlorer durch seine Verbindung mit den Engländern bei einem großen Theile seiner Lands-leute Vertrauen und Achtung, Hierzu kam seine Feindschaft mit dem engl. Dice-könige Elliot, der ihm wemger Einfluß, als er wünschte, gestattete. Er hielt esdaher für besser, ganz auf die Regierung Verzicht zu leisten, und ging auf erhal-tene Einladung 1736 nach London , in dessen Nähe er zurückgezogen von einemihm von der Regierung ausgesetzten Iahrgehaltc von 2666Pf. Ss. lebte. Er starb