Päon Paphos 285
bei London den 5. Febr. 1807 in einem Alter von 81 I. P. rieth seinen Lands-leuten, sich nie von Frankreich zu trennen, und vermachte in seinem Testamenteeine beträchtliche Summe zur Gründung einer Universität in Corke. Napoleons Ruhm soll ikn in seiner Einsamkeit mit eifersüchtigem Unnuirh ersullt^haben. —Unstreitig gekört P. zu den unglücklichen Männern, deren größter Lchmerz eswar, die Entwürfe eines ganzen Lebens vereitelt zu sehen und mit dein Kummereines verfehlten Daseins zu sterben. Friedrich d. Gr. nannte ihn den ersten Feld-herrn, und Boswell hat (in seiner „Historisch-geograph. Beschreib, von Corsiea")ihn sehr anziehend geschildert. Vgl.Napoleon in s.„Uüm.", Bt. 4 (Lond. 1824).P ä o», s. Rhythmus. ^ k,
Papenburg , Denencolonieund Canal an der Eins imKönigr.Hanover.In dein ehemal. kurkoln.HochstiftMünster, und zwar im Niederstifte, das dieAm-ter Nseppen, Vechke und Kloppenburg begriff, ein Landstrich, der durch seinen, vonvielen Bächen durchschnittenen Moor-- und Sandboden von allen benachbartenLändern sich unterscheidet, und dessen fleißige Bewohner, von altsächs. und friesischerAbstammung, durch Strumpfstrickerei, Weberei, Torfstich, Bienenzucht undHollandgehen das Ausland sich zinsbar machen, liegt nordwärts von dem ödenHuimling, Papenburg, ein in der deutschen Landesculturgeschichte merkwürdigerOrt. Vor 30—40 I. kannte ihn die Erdbeschreibung noch nicht. Seitdem hatdeutscher Fleiß durch die Torfgräberei in den Venen (Moorgründen) am rechtenUfer der Eins eine Schiffer-, und Handelscolonie gegründet, deren Flagge in denHäfen der Nord-- und Ostsee nicht unbekannt ist. Ein anderthalb Meilen langerCanal, mit welchem mehre andre verbunden sind, ist der Hauptguell für die Be-triebsamkeit der Colonie. Er führt durch das droster «Lhyl, welches der Hasenund Stapelplatz der papenburger Schiffer ist, in die Eins. Der Marktfl. Papenbürg hat 2 kathol. Kirchen, 400 H. und 3700 Einw., die 10 Schiffbaue-reien, worauf jahrl. gegen 60 Schiffe gebaut werden, Sezcluichwebereien u. s. w.unterhalten. Während des Kriegs fuhren mehre hundert deutsche Schiffe unterpapenburgerFlagge, und es werden daher zuweilen alle Schiffer von Frieslant biszur Mündung der Weser papenburger Schiffer genannt. 1 dl 7 besaß Papenburg an 100 eigne Seeschiffe, von 80—00 Tonnen. Das Meiste, was der genüg--same Meppener bedarf, Korn, Obst, Bauholz, Salz, Weinn, s w-, bringtder thätige Papenburger in das Emsland. Mit dem bischöfi, Amte Meppe » kamPapenburg 1802 an da- herzogl, Haus Aremberg (s. d.), und 1810 mir anFrankreich. Seit der Mediarisirung Meppens , da? jetzt eine Standesherrschaftist, 181',, wird ter Ort zu dem Landgerichte Aschendorf in dem hanöverschenKreise Meppen gezählt. ^
Paphos, Auf Eypern gab es zwei Städte d. JA: Alt-.PaphoS , 10 Sta-dien von der westl. Küste entfernt, auf einer Anhöhe, und Neu-Paphos, amUfer des Meeres gelegen. Die erste Stadt iv r wegen der dort herrschenden Ver-ehrung her Venus (daher Paphia, Cvpria) im Alterthume vorzüglich berühmt;Venus sollte hier zuerst aus dem Meere a»S Land gestiegen sein. Hier befand sichdas alle Bild der Venus, welches keine menschliche Gestalt, sondern ein weißer,gewundener, oben spitzig zulaufender «Ltein war, und der älteste Tempel dieserInsel, wo man der Venus (Astaike, Aphrodite ) unblutige Opfer, We'brauch undBlumenkränze, darbrachte, und der die größten Schatze in sich schloß. «Lowol jeneGestalt als a. Nachrichten scheinen zu beweisen, daß hier ehemals die Verehrungder Venus nach altem phönizisch-syrischen Cultus herrschte. (S. Lenz, „DieGöttin von Paphos aus alten Bildwerken", Gocha 1808, und „Der Tempel derGöttin zu Paphos ", v. 0. Fr. Munter, in. Kpf. v. Hetsch gez,, Kopenh. 1824,4.) — Neu-Paphos war als Handelsstadt und «Leehafen berühmt; sie litt häufigdurch Erdbeben und würde unter August beinahe ganz dadurch zerstört. a?ier