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Papier
bei ein beweglicher Rechen gedreht wird), auch durch Sieb- und Beutelvorrichtumgen. Diese gereinigte» Lumpen werten auf einem Klotze zerhackt, oder durch eineMaschine, der Lumpenschneider genannt, zerrissen und sodann entweder im Ge-schirre zerstampft oder im Holländer (s. unken) gemahlen. Das Geschirr, stampftmüdste, Hammermühle, besieht in mehren hölzernen oder steinernen Trögen, de-ren Böden mit Eisenplatten ausgelegt sind, und in welchen die Lumpen mit stets zu-fließendem reinem Wasser benetzt und durch Stampfer l Hammer) grob zermalmt(ausgefasert) werden. Das schmutzige Wasser läuft durch unterwärts angebrachteSieblöcher wieder ab. Die Stampfen werden durch eine Welle mit Daumen ab-wechselnd auf- und niederbewegt. Nach einigen Stunden sind die Lumpen zuHalbzeuch ausgefasert, dieser wird sodann mittelst eines viereckigen Rahmens, desZeuchkranzes, auf Hausen zum Abtrocknen gepackt, woselbst er mehre Wochen ste-hen bleibt und durch freiwillige Erhitzung i» Gährung kommt, welche den färben-den Stoff der Leinwand zerstört und in Essigsäure verändert. Der so gebesserteHalbzeuch wird nachmals, am besten aus dem Holländer oder auch im Geschirre,in FeinerungStrögen, weiter zu Ganzzeuch vollkommen zerstampft. — DieserHolländer, eine holländ. Erfindung, in der Landessprache Roerback genannt,ist eine schwere eichene Walze, welche durch ein Kammrad geschwind umgetricbenwird, horizontal liegt und rund herum mit ungefähr 30 metallene» Schienen nachder Länge belegt ist, die den Halbzeuch auf einer unterliegenden, gekerbten kupfer-nen Platte (die Platte am Kröpfe) zu Ganzzeuch zerreibt. Die Maschine liegt ineinem verschlossenen Bottich, damit durch den schnellen Umlauf nichts verspritztwerde. Hineingeleiretes Wasser spült Alles schräg über den Kröpf und läuft nachunten wieder ab. Auf den holländ. Mühlen wird Ganz- und Halbzeuch damitzermahlen, wodurch der dritte Theil Zeit, viel Raum, den der große Stampftrogeinnimmt, erspart und große Reinlichkeit der Waare erlangt wird. Bisweilenwird der Ganzzeuch noch in Schaumtrögen vollends sein gearbeitet. Zetzt wird erin einer hölzernen Butte mit Wasser angerührt und durch einen darin befindlichenkupfernen Ofen, Pistolek, erhitzt, auch durch Bewegung in Gleichförmigkeit er-halten. Aus diesem Breie schöpft der Buttgeselle oder Schöpfer mit der durch denRahmen oder Deckel bedeckten Form so viel aus, als er, nach der vorgeschriebenenStärke der eben zu liefernden Papiersorte, für einen Bogen zu bedürft» glaubt,läßt das Wasser ablaufen und ordnet durch Rütteln w. den Brei gleichförmig aufder Form. Dieses ist ein den Umständen nach eng oder weit geflochtenes Tchaht-gitter in einem hölzernen Rahmen, der etwas größer ist als der zu fertigende Bo-gen, lind worauf ein zweiter leerer Rahmen, gerade von der Größe des Bogens,während des Schöpfens ausgedrückt wird. Nach dem Schöpfen nimmt der Ge-selle den Rahmen weg und schiebt die Form auf einem schrägen Brote seinem Ge-hülfen, dem Kautfther, zu, der den Bogen auf eine Filzplakte stürzt, die leereForm zurückgibt und fortfährt, Papier und Filz in einem Pauschr aufzuschichten.Aus den Panschten wird durch Pressen das Wasser weggeschafft, und dem BogenHaltbarkeit gegeben. Der Bogen wird vom Filz abgesondert und nochmals für sichgepreßt; feines Papier noch mehre Male (wird ausgetauscht), worin eben die besteZurichtung besieht. — Darauf folgt das Trocknen, am besten auf Rohrstäben undohne Luftzug; nach dem Trocknen da« Leimen . Dieses geschieht durch Eintauchenmehter Bogen in eine warme Leimbrühe mit Alaunzusah, die in einer kupfernenSchussel sich befindet. Das geleimte Papier wird abermals getrocknet, die zusam-menklebenden Bogen abgesondert, das schadhafte weggenommen (ausgeschält) unddas taugliche in Bücher (Schreibpapier zu 21, Druckpapier zu 2ü Bogen) gelegt.Diesen gibt man unter einer großen, breiten Stampft Dichtigkeit und Glätte,packt sie in Lagen von 2V Buch (oder Ries), welche nochmals gestampft und zumVerkam in Ballen oder Riem zu 10 Ries verpackt werden. Didor mochte 1801 die