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Papst
pfenthal 1819) ;Blasche'S „Sammlung neuer Muster von Papparbeiten, darg< stelltin ?tbbild. dcrs. und ihrer Netze; nebst speciellen Anlest., die als Nachträge nunPapparbeiten zu betrachten sind" (mit 5 Kupf., Ecbnepsenthal 1869); H.Ziegler'S „Anlest. zu den Cartonarbeiten" (Winterlhur 1818); Kerndörfter'S„Kleiner Papparbeiier, oder deutl. Anweis. in Pappe zu arbeiten, für Kinder"(mit Kupf., 2. Aufi., Pirna 1815).
P a pst (aus d. griech. . Vater) hat sich der Bischof von Rom fri'i-
her genannt, als er das jetzt mit dieser Würde verbundene Ansehen erhielt. Seitdem Ende des 1. Zahrh. galt er als der erste unter den 5 Patriarchen oder Ober-bischöfen der Christenheit; denn der Umstand, daß Rom die alte Hauptstadt desReichs und nach der Sage auch der letzte Aufenthaltsort des Apostels Petrus war,hatte ihm als vorgeblichem Nachfolger Petri (s. Petrus ) schon längst ein über-wiegendes Ansehen, doch keine eigentliche Obergewalt über fremde Sprengel ge-geben. Tiefe wußte er durch die Reichthümer der römischen Kirche, welche inden meisten andern Sprengeln Güter besaß, durch schiedsrichterliche Aussprüche inkirchlichen Streitigkeiten und durch weise Benutzung günstiger Gelegenheiten zurErweiterung seines Wirkungskreises zu erlangen. Eine Provinzialsrncte zuSor-dica im ().344 und ein kais. Teeret DalcnkinianS 1>1. dorn I. 445 hatten den Bi-schof zu Rom zwar als Primas und letzte Instanz der Bischöfe anerkannt; dochselbst im Occident, wo diese Bestimmungen nur gelten konnten, fand seine Anma-ßung bis in das 8. Zahrh. noch starken Widerspruch. Um diese Zeit trafen abermehre Umstände zusammen, die ihm den Weg zur allgemeinen Kirchenherrschastbahnten. (Vgl. Hierarchie.) Tazu gehört die Pflanzung neuer Kirchen inDeutschland , welche, wie früher die britannischen, durch seine MissionnairS (s.Bonifaz) gegründet, ihm gleich anfangs unterworfen wurden; die politische Ver-wirrung und der Wechsel der Regierungen in Ztalie» und Frankreich ; die zwischen830— 50 wahrscheinlich von einem mainzischenDiaconus, Bcncdicr, geschmiede-ten Decreralen des falschen Zsidor(s. d.), deren Zweck, die Rechte und die Aus-übung der l öm. Obergewalt durch untergeschobene Briefe und Verordnungen derfrühesten römischen Bischöfe bis in die ersten Jahrh, zurück zu darire» und dadurchüber allen Widerspruch zu erheben, bei der Unwissenheit jener Zeiten wol erreichtwerden konnte; der Zwiespalt der orientalischen und occidcntalischen Kirchen, derdie letzten immer fester an ihre Wortführer und Geschäftsträger, die Päpste, band;die schon durch den Ehrgeiz der Patriarchen allenthalben eingeführte strenge Abstu-fung des Ranges der geistl. Würden, die von selbst gleichsam pyranndalisch auf dieAnnahme eines höchste»Oberhauptes hinauslief, endlich die persönliche Überlegen-heit mehrer Papste über ihre Zeitgenossen. So hatten schon Leo der Große (s. d.) lm5., Gregor der Große , cm eifriger, heiliger und um die Einrichtung desKirchenwesenS höchst verdienter Mann von großcrKraft, im 6., und Leo lll., derKarl d. Gr. krönte, im 8. Jahrh, dem päpstlichen Namen ein Ansehen verschafft,gegen welches die Patriarchen des Orients nicht aufkamen, und die Fürsten wenigvermochten. Die Erzählung von der Päpstin Johanna, einer in Mainz und Athen gebildeten Engländerin, die sich durch ihre Gelehrsamkeit und durch Verläugnungihres Geschlechts vom Notarius zu Rom bis zum Papste emporgeschwungen, abernach einer 2ljährigen Regierung durch ihre unvorhergesehene Niederkunft ihr Ge-schlecht öffentlich verrathen habe, ist eine Fabel und Satpre. Unwürdige Päpstegab es im Mittelalter allerdings; allein nach dem glänzende» Siege, den Nico-laus I. (der sich zuerst förmlich kröne» ließ) in der Ehescheitungssache des KönigsLothar von Lothringen (865) über diesen und die aus päpstlicher Machtvollkommen-heit von ihm abgesetzten Bischöfe vonTrier und Köln erkämpft, und nach dem Bei-spiele, das Zohann > UI. 875 von einer päpstlichen Vcrftigung über die Kaiser-krone, die er an Karl den Kahlen brachte, gegeben hake, tenmeauch die mehr als
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