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Achter Band. O bis Q.
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Parabolischer Spiegel

Paracelsus

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fallend den andern Schenkel der Parabel, »nd es läßt sich wieder mathematisch be«rechnen, in welcher Entfernung sie in die Horizontallinie fallen wird. Umgekehrt,wenn die Entfernung des Gegenstandes gegeben (geschätzt) ist, den sie treffen soll,nämlich seine Entfernung sowol vom beschütz als von der Horizontallinie: soläßt sich aus denselben ,l:>tlx, aus der «Lchußkrast und der Schwere der Kugel dieRichtung (der Elevationswinkel) bestimmen, welche dem Rohre gegeben werdenMuß. Der Widerstand der Lust, ihre Frictivn mit der Kugel, ändert zwar einiger;maßen diesen parabolischen Lauf; aber die Abweichung ist bei dem kleinen Gewehr,wegen der Kleinheit der Kugel, unbedeutend bis zur Uumerklichkeit, und bei größer»!Geschütz, z.B. bei Bomben, unterliegt selbst diese Abweichung einer mathemati-schen Berechnung, weil der Widerstand der Lust nach Masgabe der Größe der Kugelund ihres Triebes bis auf einen gewissen Grad der Genauigkeit durch Experimentemit andern bewegten Körpern ausgemittclt werde» kann. Selbst die Dichtigkeit derLuft, welche auf ihren Widerstand Einfluß hat, ist meßbar, obschon die Geschützkunstin der Praxis bis dahin die Genauigkeit der Berechnung nicht trieb. (Vgl.Balli-sti k.) Für die Schützen mit dem kleinen Gewehr, besonders mit Büchsen, ergebensich aus der obigen Theorie noch einige nützliche Wahrheiten. (Vgl. Visir.)

P a r a b o l i s ch e r S p i e g e l, s. Brennspiegel.

Paracelsus (PhilippuS AureoluS Theophrasius Paracelsus BombafluSbe Hohenheim ) war, der gewöhnlichen Meinung nach, 1493 zu Marien-Einsie-beln im Tanton Schwyz geb.; Haller indeß glaubt, daß er aus Gaiß im CantonAppenzell geb. gewesen und zu der noch daselbst bestehenden Familie Hochener ge-hört habe. Sei» Vater, ei» Arzt und Chemiker, ertheilte seinem Sohne den erstenÜnterricht in diese» Wissenschaften und übergab ihji dann dem gelehrten ChemikerTl'itheniiuS, Abt von Spanheim. Von diesem und von Sigismund Fugger, ei-nem große» Operateur, erfuhr er manches Geheimniß und wurde in die Alchymieeingeweiht. Unbefriedigt durch die Schulgelehrsamkeit, wanderte er aus, durch-reiste ciiien großen Theil von Europa und suchte nicht bloß auf den vorzüglichstenUniversitäten und bei den gelehrtesten Männern Unterricht, sondern nahm in Anse-hung von Heilmitteln, Cin arten und ArcaniS auch von Barbieren, Beschwörern,Een Weibern und Qnaei «albern guten Rath an. Dcch erwarb er sich aus seinenReisen eine nicht geringe Kenntniß in der Chemie, und wiewol der Hauptzweck derStein der Weisen und eisse Universalmedicin waren, so entdeckte er doch beiläufigmich manches schätzbare Heilmittel. 'Auf seinen Zügen praktieirte er als Arzt undWundarzt, und wohnte in beiden Eigenschaften inehren Schlachten und Belagerun-gen bei. Einig», glückliche, mit den gewöhnlichen Übertreibungen erzählte Curenmachten seinen Namen in Deutschland berühmt, und die Linderung, die er demberühmten Buchdrucker Froben, der an der Gicht litt, auf einige Zeit durch seinLaudanum verschaffn', bewogen den Magistrat von Basel , ihm den dortigen Lehr-lmhl der Medicin mit einem ansehnlichen Gehalt zu übertragen. 1521 und 1528gab er täglich Unterricht, oft in barbarischem Latein, gewöhnlich aber deutsch , wo-er hauptsächlich si-iue eignen dunkeln Werke erläuterte. Öffentlich verbrannte er^e Werke des Galen und Avicenna , die er für die Verderbet'der Physik erklärte,fahrend er dcm HippokrateS die schuldige Ehrfurcht zu erweisen schien. Nichts gleicht, lächerlichen Stolze, mit welchem er die Alleinherrschaft in der Medicin sich an-Obgleich er sich feurige Anhänger erwarb (Paracclsisten), so schreckte docher Barbarismus und Unsinn seiner Vorlesungen viele Lernende zurück. Ein Streit>»t dem Viagistrate, wegen einer zu seinem Nachtheile gegebenen Entscheidung,ihn plötzlich Basel 1528 zu verlassen. Darauf wanderte er im Elsaß und^sMtschluud herum und zechte Tage und Nächte in der gemeinsten Gesellschaft ins chenken. Doch wußte er durch einige außerordentliche, durch seine kräftigen Mir" bewirkte Cure» seinen Ruf zu erhalten. Endlich, wiewol er sich eines Elixirs