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Punkt erreicht hat, oder durch den Mittagskreis des Ortes der Beobachtung geht.Der große Nutzen dieses Instruments, welches einem bedeutenden Bedürfnisseauf den Sternwarten abzuhelfen versprach, lenkte die Aufmerksamkeit darauf, u ues zu verbessern. Usher gab eine Idee zur Beleuchtung des Fadenkreuzes um Objecrivglase an, die Graham und vorzüglich Ramsten benutzten und durch Spiegelzu verwirklichen suchten. Es kann solchergestalt den Mauerquadranten ersetzen un)ist zur Fortbringung auf astronomischen Beobachtungsreise» und in ähnlichen Fäl-len vorzüglich geeignet, da seine Ausstellung in der Mittagsfläche wenig Vorrich-tungen erfodert und fast überall leicht bewerkstelligt werden kann.—Man hat aucheinen Passagethermometer von Thomson, welcher den Durchgang derWarme durch einen Körper nach>.Graden abmißt. 5.
Passah oder Paschah (im Hebr . Verschonung, Vorübergang) ist dasjüdische Ostern oder das religiöse Fest, welches die Israeliten zum Andenken an dieVerschonung ihres Volks bei der Plage des Würgengels in Agnpten und an denAuszug aus diesem Lande, im ersten Vollmonde des Frühlings vom 14. bis zu n21. des Monats Nisan feiern. Zu dieser ötägigen Feier ver ammelten sich all-jährlich, so lange die Israeliten noch im Besitze von Palästina wmen, die Gliederder Nation bei der Stiftshütte, und seit -L-alomo's Zeiten bei dem Tempel zu Ierusalem. Während derselben durfte nur ungesäuertes Brot gegessen werden, weil beidem eiligen Auszuge aus Ägypten der Teig ungesäuert hatte mitgenommen werdenmüssen, daher das Passah auch das Fest der ungesäuerten Brote heißt. JederHausvater verzehrte mit seiner Familie am ersten Abend ein voinPriester geschlach-tetes Lamm, welches ganz und ohne Zerbrechung der Knochen aufgetragen und genossen ward. Dankgebete und Erzählungen aus der Geschichte des AuSzugS gäbe >diesem Mahle, dem sich die Stiftung teS christlichen Abendmahls anreiht, sein?religiöse Bedeutung. Dazu wurden auch Opfer an Erstlingen der Heerden undFrüchte im Tempel dargebracht. Das Passah war das größte unter den jüdischenFesten und beförderte durch jene Nationalversammlung vorzüglich Vaterlandsliebe,Gemeinsinn und Verkehr. Jetzt wird es von den Juden zedeS Ortes durch denGenuß ungesäuerter Brote und mir lauten Gebeten begangen. lA
Passarowitzer Friede, der, wurde am 21. Juli 1718 von Vene-dig und dem Kaiser Karl V I. mit der Pforte, zu Passarowitz, einer kleinen Stadtin Serbien, am Einflüsse der Morawa in die Donau , unter Vermittelung Englands und Hollands, abgeschlossen und endigte den Krieg, welchen die Pforte ohneGrund 1714 gegen Venedig unternommen hatte, um Morea zu erobern. Diesgelang ihr 1715 binnen 2Monaten. Der Kaiser ergriff, als Garant des K arlo-wiher Friedens (s. d.), 1716 für Venedig die Waffen. Eugen siegte bei Peter-wardein (15. Aug. 1716) und bei Belgrad (16. Aug. 1717). Nun entschloß sichdie Pforte, den Frieden nach dem 1A> einzugehen. Dadurch behielt sie
Morea, ohne daß Venedig förmlich darauf im Frieden verzichtete. Ostreich erhieltBelgrad mit Serbien, den temeSwarer Banat , die Walachei bis zur Aluta undein Stück von Kroatien . (Vgl. Belgrad.)
Passatwinde, s. Wind.
Passau , Hauptst. des bair. Unterdonaukreises, Sitz des Generalcommis-sariats und eines Bischofs, hat eine romantische Lage und besteht aus der Stadtund den 2 Vorstädten, der Innstadt und der Ilzstadt, zusammen über 860 Häusermit 10,300 E. Die eigentliche Stadt liegt auf einer von der Donau und deinInn gebildeten Halbinsel. Über die Donau führt eine 1818—22 erbaute, auf 7Gramkpfeilern ruhende Brücke. Die Innstadt, am rechten Ufer des Inns, ist durcheine hölzerne Brücke mit Passau verbunden. Jenseits der Donau , am linken Uferder Ilz, welche hier sich gleichfalls mit der Donau vereinigt, liegt die Ilzstadt. An-l.m. in dem Winkel zwischen der Donau und dem rechten Ufer der Ilz liegenden, 40 >