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Achter Band. O bis Q.
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316 Patroklus Patron

ken das Ansehe» der Patricier inuner mehr, und Ronis Eroberung von den Go-theil, wodurch viele Patrizier ihr Leben verloren, in Gefangenschaft geriethen odernach Konstantinopel flüchteten, bewirkte, das; aller Unterschied zwischen Patriziernund Plebejern aufgehoben wurde. Als der Sitz der Regierung nach Konstantino-pel verlegt worden war, erfand Konstantin der Gr., um die alten römischen Pa-rrizier wiederherzustellen, ein neues Patriziat, das bloß ein persönlicher Ehrentitelwar und nur durch hohe Geburt und ausgezeichnete Verdienste erlangt werdenkonnte. Unter den Carolinzern und den folgenden Kaisern bezeichnete das Patri-ziat nicht bloß eine hohe Würde, sondern eS war auch die Oberherrschaft über Rom und dessen Gebiet, sowie der -schuh des päpstl. Stuhls damit verknüpft. Karlder Gr. nahm den Titel eines römischen Patriziers an, ehe er sich zum Kaiser aus-rufen ließ, und Heinrich I V. setzte den Papst Gregor VI l. als solcher ab. — Inneuern Zeiten wurden gewisse adelige Familien in den Reichsstädten Patrizier ge-nannt, weil sie zu gewissen obrigkeitlichen Ämtern vorzugsweise berechtigt waren.Die Patrizier entstanden im 12. und 13. Jahrh., wo der Flor der Städte unddie Furcht vor Räubereien mehre Adelige bewog, sich in Städten niederzulassen.(Dgl. Adel.) lUr.

Patroklus, der Freund des Achilles, war der Sohn des ArgonautenMenötiuS und der Sthenele oder Philomela. Ohne Vorsah tödtere er zu Opusbeim Würfelspiel des Amphidamas söhn, KlylonymuS. Sein Vater entzog ihnder Rache durch die Flucht und brachte den Knaben zum PeleuS , der ihn freundlichaufnahm und als seines Sohnes Genossen erzog. Er folgte dem Achilles vor Trojaund blieb thatenlos wie er, als dieser zürnend keinen 'Antheil am Kampfe nahm.Aber zuletzt drängte die Roth zu hart, und Achilles willigte ein, daß Patroklus, inseine Rü iunz gekleidet, auszog. Der Kampf, den er begann, war glänzend. Abernachdem Apollo chn betäubt und wehrlos gemacht hatte, erlag er dem Hektor . DieGriechen retteten den Leichnam, bestatteten ihn mit vieler Pracht und stellten feier-liche Leichenspiele an, worauf Achill beschloß, den Freund zu rächen und ihm in denTod zu folgen.

Patron, in; Allgemeinen, ein Beschüher, Schutzherr, wird oft gleich-bedeutend »ist Gönner gebraucht. Das lat. Wort bezeichnete in der römischen Re-vublik einen Patrizier, insofern derselbe einen oder mehre Bürger aus dem Ple-bejerstande unter seinen u »mittelbaren Schuh genommen hatte, um diese, seineClienten genannt, niit seinem Ansehen und Einfluß zu vertreten und zu unterstützen(s. Patrizier und Llienten); auch bezeichnete im pMrmmlm das Rechtdes Herrn über sinne freigelassenen Sklaven. Als Rom viele fremde Völker un-terjocht haue, waren vornehme Römer auch wol die Patrone ganzer Städte, jaganzer Proviizen, und es erbte sogar diese Patronschaft in den patrizisiben Fami-lien fort. 2o waren die Claudier die Patrone der Lacedämonier; die Marcellerdie der sicilianer. Diese Einrichtung war um so wohlthätiger, als sie den ent-ferntern Städten und Provinzen mitten in der Hauptstadt die treuesten und eifrig-sten Anwälte und Beschützer ohne große Aufopferung sicherte. Doch nannten dieRömer auch Jeden, der, ohne in jenem Verhältnisse eines Patrons zu seinem Clien-ten zu stehen, als Sachwalter irge >d eine Rechtssache vor Gericht führte, Patro-nus (., ->>>u, r.-> >>i>> «>>>>), öfters gleichbedeutend mit Advocatus, zuweilen auch

von dissem, der oft nur Rathzeber und Sprecher vor Gericht war, verschieden.Im Mittelalter und noch jetzt wird in der römischen Kirche der Schutzheilige einerKirche, eines Klosters, auch wol einer Stadt oder Provinz, ja selbst der Heilige,dem der Einzelne sich besonders e npflehlt, Patron genannt. Allgemeiner bezeich-net man jetzt damit den Besitzer oder Verweser eines Grundstücks, zu dem eineKirche gehört, über welche jener gewisse herkömmliche und anerkannte Rechte, dasju-, jgatronalii,, übt, — einen PatronatSherru, Kirchenpatron. —