Band 
Achter Band. O bis Q.
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351
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Pennsilvanien 351

düng mancher unbekannten Thiere erweiterte, ferner mit der Geschichte, Verfassungund den Rechten s. Vaterlandes, dessen naturhistorische und topographische Kennt-niß er durch s. Reisen erweiterte. Auch wurde Schottland durch ihn erst genauerbekannt. Als Friedensrichter behauptete er den Ruf der Gerechtigkeit und verthei-digte in mehren Schriften die Rechte der Armen. Seine vornehmsten Schriftensind: „lnchi-m roolox/' (1769, Fol.> deutsch von Forstet); „liiiti5>> roologe"(4 Bde., deutsch vdn Murr); „4rat!o roolop^" (2 Bde. Und 1 Süppl., deutsch vonHoffmann); „!H>,vp5iso1 gu!>llrupi-ch.>,"; „kl!.->u») osczu.ickrupe»!.-." (2 Bde.);„6cneis ok birtls"; „i'our in Wales "; „i'our in äcutlancl such vov.ijge tu tl>elieb» icler etc."

Pennsilvanien, ein Freistaat der Nordamerika ». Union, 2086 UM.,1,320,000 E., darunter f deutschen Ursprungs aus Schwaben, Elsaß . Franken,Westfalen und den Rheinländern; ein andres Drittel find die ursprünglichen Eng-länder, unter welchen die Quäker den zahlreichsten Theil der Angesehenern aus-machen. Das dritte Drittel bilden Schweden , Niederländer und besonders Irlän-der. Noch gibt eS über 30,000 freie Farbige, Irokesen und Delawaren. Penn-silvanien grenzt gegen N. an Neuyork und an den Eriesee , gegen S.an Dklaware,Maryland und Dirginien, gegen H. an Neuyork und Neujersey und gegen W.anOhio und Virginien. W. Penn (s. d.), von welchem es den Namen bekommenhat, erhielt es für seine Schuldfoderung an den brik. Staat. sandte 1681 2000Colonisten, meistens Quäker, die von der engl. Geistlichkeit gedrückt wurden, da-hin, und bewog 1682 die Eingeborenen, ihm das Stück Land, welches er wünschte,käuflich zu überlassen. Er führte eine vollkommene Denk - und Religionsfreiheitein, wodurch die Menschenzahl schnell zunahm. Unter den vielen Flüsse» sind diebekanntesten der Delaware mit dem Schuylkill, der Susguehannah mit demIu-niaka und der Alleghany und Mononaahela, welche beide letztem nach ihrem Zu-sammenflüsse bei der pcrmsilvanischen Statt Pittsburg den Namen Obio erhalten.Man unterscheidet 1) den Gebirgsstricb, in welchem die blauen, endlosen und alle-ghanyschen Berge sich in verschiedenen Richtungen hindurchgehen, 2) den ostwärtsvon den Gebirgen und 3) den westwärts von denselben befindlichen Strich, in wel-chen beiden letztem der Boden sehr fruchtbar ist. Die Gebirge machen fast dr» drit-ten Tbeil des Landes aus, erreichen aber nirgends die Schneelinie und sind fastdurchaus bewaldet. In diesen Gebirgen ist das Klima heiter und beständig, derWinter kalt. Der ostwärts von den Gebirgen liegende Theil des Landes zeichnetsich durch plötzliche Abwechselungen des Wetters und durch die äußerst hohen, abernur kurze Zeit anhaltenden, Grade der Hitze und Kälte aus. Die Abwechselungvon Hitze und Kälte ist in jeder Jahreszeit so schnell, daß nicht selten in einem TageGewitter und «chnee aufeinanderfolgen; daher das gelbe Fieber und andre Krank-heiten häufig sind. Auf der Westseite der Gebirge ist das Klima weder so heiß nochso kalt, noch die Abwechselung so häufig und so schnell; die Luft überhaupt milder.Pennsilvanien erzeugt Vieh aller Art, Getreide, Küchengewächse, Flachs, Hanf,Holz, Eisen, Silber (seit 1826), Steinkohlen, Marmor, Quadersteine, KalkUnd etwas Kupfer und Blei. Das Eisen, woran dieses Land Ü berfluß hat, ist ronb. fcnterer Güte, leichtflüssig und ungeNiein zähe; es wird weniaer vom Roste undSchneewasser angegriffen als das europäische, daher auch beim Schiffbau dein letz-tem vorgelegen. Die Enrliege» so leicbtund in losen, Gestein, daß sie mit wenigKosten gefordert werden können. Das Hauptgeschäft der Deutschen ist der Acker-bau, den sie mit Fleiß und Sparsamkeit treiben; sie behalten ,hre deutschen Ein-richtungen. Sitten und Lebensweise bei und pflanzen sie auf ihre Nachkommenfort. Sie halten sich gern zusammen, sonderlich die von einer Confession, sindnicht sehr gesellig, aber dienstfertig und gegen Reisende gastfrei und ehrlich. DieErziehung und die Cultur des Geistes vernachlässigen sie; nicht Alle können deutsch