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Achter Band. O bis Q.
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35V Pennalismus Pennant

als in Europa widerstrebten. Philadelphia, das aus einem Flecken sich schnell zueiner bedeutenden Stadt erhob, schien die Unbestreitbarste Bestätigung der Grund-sätze Psts. 1882 reiste P. selbst in die Neue Pflanzung und ordnete die Verfassung.Er stellte als Grundsatz auf, daß Zeder, der einen allmächtigen Gott bekenne undsich verpflichte, unter gesetzlicher Obrigkeit gerecht und ruhig zu leben Und keinenAndern wegen religiöser Meinungen ;U kränken oder in Anspruch zu Nehmen, einBürger dieses Sraars werden könne. Hierauf kehrte er nach England Zurück, woer bemüht war, den Quäkern Religionsfreiheit zu erringen, und seine Zeit zwi-schen der Sorge für seine Gemeinde und seine Pennsilvaniek theilte. Endlich ge-währte ihm Zakob H. für seine Gemeinde freie Religionsübung. Indeß ward erstunter Wilhelms HI. Regierung, durch die allgemeine Duldungsacte von 1689,die Freiheu und Sicherheit der Quäker, wie die aller Nichtconformisten, fester be-gründet. Späterhin gcrielh P. in Untersuchung, weil ein Brief des vertriebenenKönigs Zakob I I. an ihn aufgefunden wurde, der ihn an die erzeigten Wohlthaten»»ahnte und jur Vergeltung derselben aüfsoderte. Da er ohnehin der Feinde vielehatte, so war die Gefahr, für einen Verrathen an der bestehende» Regierung erklärtzu werden, um so größer. Allein P. vertheidigte sich unerschrocken vor Gericht, be-kannte frei, wie er den unglücklichen König geliebt habe und noch liebe, aber aufkeine Weise an geheimen Versuchen gegen das neue KönigshauS Theil genommen.Man konnte ihn zwar nicht strafbar finde»; doch ward er in langwierige Verdrieß-lichkeiten verwickelt und begab sich, diesen ausweichend, 1699 noch einmal nachAmerika , wo er mehre Jahre hindurch die Vollendung seines Plans für das immerMehr aufblühende Land förderte. Als er in England wieder eintraf, lebte er zurück-gezogen in s. Hause zu London , sah wenige Menschen und beschäftigte sich fast nurMit häuslichen Angelegenheiten, frommen Betrachtungen und der Abfassung eini-ger guäkerischen Schriften. Darauf verehlichte er sich zum zweiten Male und tratdann wieder mehr ins öffentliche Leben ein. Für die Ausbreitung der Quäkerge-nieinde reiste er auch nach Holland und Deutschland und predigte in der Pfalz , woschon vor ihm der Quäker Wilh. Ames gelehrt hgtte. Doch war hier sein Wirke»vergebens, wiewol die Pfalzgräfin Elisabeth, Äbtissin zu Herford , ihn begünstigte.Bis ins Greisenalter blieb ihm die fromme Begeisterung für seinen Zweck, und ohneReue durfte er auf sein verdienstvolles Leben zurückblicken, das er den 30. Mai1718 beschloß. «Leine neueste Lebensbeschreibung ist von Th. Clarkson („älcinoirsvk tbc private «Nil Public lil'e eic>", London 1812, 2 Thle.), Xe.

Pennalismus nennt man die Ungezogenheiten und Albernheiten, diesich ehedem die ältern Studenten gegen die jünger» erst angekommenen (die manPennale, späterhin Füchse nannte) erlaubten. Diese mußten ihnen im erstenJahre aufwarten und dafür noch obenein allerlei Schimpf dulden. 1861 und 1663suchte man in Deutschland durch Reichs- und Landesgesetze diesem Unfuge zu steuern.Dessenungeachtet erhielten sich noch lange Spuren davon. DerPennalismuS sollzuerst auf den ikal. Universitäten (Bologna u. a.) entstanden sein. Wahrscheinlichschreibt er sich von den Stiftern her, wo jeder neue Kanonikus eine gewisse Summeerlegen mußte, wofür ein Schmaus angestellt wurde; auf ähnliche Weise nachherdie Füchse, wenn sie in den eigentlichen Burschenstand übergehen sollten. Zn denengl. Gymnasien nennt man die jedoch fast nur in Winchesterschool noch übliche fastsklavische Dienstbarkeit, in welcher die untern Schüler gegen die obern sich befinden,i Sir Alex. Malests „Account ok tbc s^ztcm ok b.iAFilig" (Lon-

don 1829).

Pennant (Thomas), geb. den 14. Juni 1726 zu Downing in der Graf-schaft Flintshire, gest. d. 16. Dec. 1798, studirte zu Oxford , machte große Reisenim Zn- und Auslande, beschäftigte sich mit wissenschaftlichen Forschungen in derNaturgeschichte, besonders in der Zoologie, die er durch Entdeckung und Deschrei-