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Perkins's Dampfgeschütz
z.B. dem Knie, der Hüfte, den Schultern und Achseln, den Armen, bei einemschmerzhaften Gliedschwamm, bei Steisigkeitcn des Knies, bei chronischen Schmer-zen, nach vorher erlittener (Gewaltthätigkeit am Kopfe, bei einer schmerchaften Ge-schwulst am Trochamer, bei Entzündung des?iuaenlides, Kopfschmerzen, Zahn-schmerzen und andern dergl. Zufällen. Gewöhnlich wurden die Kranken mit st lü-det» von Messing und Eisen gestrichen, doch wurden auch welche von andern Me-tallen versucht. Gewöhnlich machte man 400 Striche von dein leidenden Theilean unterwärts, 100 mit der messingenen, ebenso viel mit der eisernen, und 200mit beiden zugleich. Manche Versuche gelangen sehr gut, andre nicht. Gewöhn-lich wurde unter dem öLtreichen ein vermehrter Schmerz in dem leidenden Theilebis an die Stelle hin, wo man mit den Strichen aufhörte, empfunden. Leichtereund flüchtige Schmerzen wurden öfters durch eine einzige Anwendung der Nadelnvertriebe»; bei ander» mufike der Versuch wiederholt angestellt werden, ebe Linde-rung erfolgte. Gemeiniglich wurde, wenn der Schmerz wich, da, wo das Streichenaufgehört hatte, etwas Schmerz empfunden. Andern half das Mittel gar nichtsoder bewirkte sogar Vermehrung der Schmerzen. Nach gehobenen Schmerzenblieb oft eine besondere Empfindlichkeit des Theils zurück. In mehren Fällen kehr-ten auch die Schmerzen zurück. Am meisten wurde bei flüchtigen Gicht- und rheu-matischen Schmerzen, bei dem periodischen und bei dem halbseitigen Kopsweh da-durch ausgerichtet. Gegen Zahnschmerzen half das Mittel gewöhnlich nur kurzeZeit. Bei Gesunden bemerkte man folgende Wirkungen von den Nadel»: wennman die spitzen derselben nahe an die Zunge brachte, doch ohne sie zu berühren,so wurde ein saurer oder metallischer Geschmack verspürt. Reizbare Personen em-pfanden ein Knebeln oder Stechen, wenn man die Spitze der Nadeln gegen ver-schiedene Stellen des Gesichts hielt, ohne jedoch die Haut selbst zu berühren. Einigeerklärten den Perkinismus durch mechanischen Reiz, Andre durch galvanische, elek-trische, magnetische Einwirkung; noch A. am richtigsten für Erzeugnisse der leb-haft aufgeregten Einbildungskraft und der Charlaraneric, mit welcher die ganzeSache reichlich versehen war. Der Perkinismus ruht jetzt vergessen neben deinthier. Magnetismus. Perkins's Sohn (Benj. Douglas P.) gab über die Erfin-dung s. Vaters, der außer der Empfehlungsschrift nichts geschrieben hat, einigeSchriften heraus. II-
Perkins's Dampfgeschütz. Der Amerikaner Perkins hat seit 1824in England der Anwendung der Dämpfe nicht nur bei Maschinen und Scbijsen,sondern auch bei Flinten und Kanonen eine verbesserte und erweiterte Einrichtunggegeben, deren Ausbildung zu den wichtigsten Resultaten fuhren kann. In derVon ihm verfertigten neuen Dampfmaschine ist der Dampfkessel (gein-ratoi) nichtzusammengefügt, sondern besteht ganz aus geschmiedetem Eisen und aus einen»Stücke ohne Falzen, daher er den ungebeuern Druck von 20,000 Pf. auf denQuadratzoll, d. h. den von 1400 Atmosphären, aushalten kann. Diese einfacheund wenig kostbare Maschine wirkt nüt der Kraft einer Kanonenpulverladung.Der Kessel hält etwa 5 O.uarter Wasser und bedarf wahrend 6 Stunden nur2 Bushel Steinkohlen zur hinreichenden Heizung. Dann verfertigte P., inVerbindung mit den Manusacturisten Martineau und Gallcwav, für Dampf-schiffe besondere Maschinen, die als forttreibende Kraft durch eine neue Art vonRuder wirken sollen. Zugleich erfand er eine Dampfflinte (.-Ueuni-pmn), mitder man 4—500 Kugeln, eine nach der andern, in einer Minute abschoß undBretcr durchlöcherte. Die Triebkraft des Dampfes war so grob, daß die in einerEntfernung von 100 Schritt aus eine Eisenplatte abgeschossene Kugel steh gänzlichabplattete. Hierauf arbeitete er an einer Viel xfünder-Dampfkanone, die 2 Pferde.ziehen. Er will durch sie mit einem Pfunde Erdkchlcn dieselben Resultate erlan-gen, wie mtt 4 Pf.Kanonenpulver. Sie kann über 10 Kugeln abfeuern, wahrend