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Achter Band. O bis Q.
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Perron Persepolis

Seite auszeichnete. In den Verhandlungen über das Budget, die Polizei der Jour-nale und ähnliche Gesetzentwürfe, sprach er oft mit Sachkenntniß klar und lebhaft.Auch hat er Einiges über Finanzgegenstände geschrieben. Bei den Verhandlungender Kammer» 1826 über das Rentenreductionsproject des Grafen VillAe war P.das Organ der Opposition. Diesem talentvollen Deputirten fehlt aber eine literari-sche Erziehung und die nöthige Ruhe, um Finanznunister zu werten, was man imI. 1829 glaubte. — >Lein Bruder Alexander ist Manufacturist zu OrleanS ,Mitglied des Departementsraths der Loire und ebenfalls ein Anhänger des libera-len Systems.

Perron (Anquetil du), s. Anquetil und Zendavesta.

Perfephone, s. Proferpina.

Persepolis. Nördlich von der persischen Hauptst.Schiras findet man dieTrümmer alter Bauwerke aus verschiedenen Zeitaltern, darunter die einzigen Über-reste der alkperfischen Baukunst aus der blühendsten Zeit dieses mächtigen Volks.Andre Trümmer vonBauwerken mit Inschriften sind aus der Zeit des »eupersischenReichs, das im 3. Jahrh, der christl. Zeitrechnung aus dem früher» parthischcnReiche (s. Parther ) entstand. Diese spätern Überreste liegen ungefähr 1 Meilevon den Trümmern des eigentlichen Persepolis und bestehen theils in Bildwerken,theils in Inschriften in der alten Pehlvisprache, die in den Felsen gehauen sind; siewerden von den Arabern Nakschi Rustam, das Bild Rustam's, genannt, weil mansie auf die Thaten dieses alkpersischen Helden bezog, da sie doch, nach de Ldacy's be-friedigender Deutung, auf die Könige aus dem neupersischen Stamme («assani-den, s. Persien) sich beziehen. Viele arabische, neupersische und andre Inschrif-ten endlich wurden in dem Zeitalter nach Mohammed hier eingegrabcn. Die alt-persischen Denkmäler,unterscheiden sich auffallend von allen übrigen Trümmern.Dazu gehören: die Überreste des eigentlichen Palastes von Persepolis , von denAraber» Tschilminar, oder die 40 (d. i. viele) Säulen genannt, mit 2 nicht weitdavon befindlichen Grabmälern; dann 4 nach Nordosten bei Nakschi Rustam lie-gende ähnliche Grabmäler, die G,-gber der Könige genannt, nebst den Trümmerneiniger alten Bauwerke, und endlich zwischen Tschilminar und Nakschi Rustam vieleeinzelne Überreste von Säulen und unvollendeten Grabmälern. Sämmtliche Über-reste sind in Chardin'S „Reise durch Persien " und in Niebuhr'ü „Reise nach Ara-bien" abgebildet. Das Hauptdenkmal ist Tschilminar, offenbar die Überreste einesgroßen und herrlichen Gebäudes, welches, auf der Hintern >Leite von einem in Ge-stalt eines halbe» Mondes sich öffnenden Felsengebirge eingeschloffen, aus 3 übereinander sich erhebenden Absätzen besteht und ganz aus dem schönsten grauen Mar-mor gebaut ist, dessen ungeheure Blöcke mit bewundernswürdiger Kunst, ohne Kalkund Mörtel, zusammengefügt sind. Von den untern fuhren zu den höher» AbsätzenMarmortreppen, die so breit und bequem sind, daß 10 Reiter neben einander Hin-aufreiten könnten. Am Eingänge des Porticus, wohm die Treppe zum ersten Ab-sätze führt, sind an den noch übrigen Pilastern fabelhafte Thiere eingehalten, gleich-sam als Wächter des Thores. Eine ähnliche Treppe führt zum zweiten Absätze, zueinem Säulengange, wovon mau »och mehre, gegen 60 F. hohe Säulen sieht, dieso dick stnd, daß deren eine kaum von 3 Männern umspannt werden kann. Durchdiesen Säulengang kommt man zu mehren einzeln stehende» Gebäuden, wovon dasgrößte noch auf demselben Absätze steht; die übrigen stehen weiter zurück und bildenden hoher» dritten Absatz. Diese Gebäude enthalten eine Menge von Zimmer» ver-schiedener Größe und scheinen eigentliche Wohnungen zu sein, in deren Innern maneineMenge bildlicherDarstellungenfindet. Darunter besteht eine aus vielen mensch-lichen Gestalten, die einen feierlichen Auszug vorzustellen scheinen und sich durchTrachten und Beizeichen mannigfaltig unterscheiden. Ähnliche Darstellungen siehtman in den Hintern Gebäuden, wo theils Vornehme mit ihren Begleitern und Ehren-