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Persicn (Geschichte)
das Reich war kraftlos und getheilt. Da erschien 1381 an der Spitze der neuenMongolenhorde Timurle»k (Tamerlan), und bcmeisterte sich Persiens , die 2(eltvon Hindostan bis Smyrna mit Schrecken erfüllend. Aber mit dem Tode diesesEroberers erlosch die Macht der Mongolen in Persien , und die Turkomanenmachten sich zu Oberherren aus 100 Zahle. Diese nomadischen Stämme, welcheseit 200 Zähren Persien geplündert hatten, eroberten unter KaraZussufunddeifcnNachfolgern den. größten Theil Persiens von den Timund^n, unterlagen nachherandern rurkomanischen Stämmen unter Ilsong Hassan (146b) und vereinigten sichmit ihnen. Beide aber wichen 1605 dem Zsmael Soxhi, der sich der Schwär-merei als Werkzeugs der Politik zu bedienen wußte, und dessen Dynastie von 1605—1122herrschte. Zsmael Sophi, dessen Ahnherr, SheikhSoxbi,vonAliab-stammen wollte, nahm den Turkomanen vcni sogenannten weißen Schöps Ader-bidschan (1505— 8) und einen Theil von Armenien, erschlug ihre beiden Fürsten und gründete aufden Untergang ihres Reichs, nach der Eroberung von Shirwan,Diarbekr, Georgien , Turkhestan und Mavaralnar, ein Reich, das Aderbidschan,Diarbekr, Zrak, Faröund Kerman umfaßte. Er nahm ken Namen eines Shahsan und führte die Sekte Ali in den eroberten Ländern ein. Seine Nachfolger, Tha-maSp (1523 — 15), Zsmael II. (1516 — 11), Mohammcd(1511 — 86), Hain-zeh(1586), Zsmael III. (1581), führten unglückliche Kriege mit den Türken undUsbeken. Aber der große Shah AbbaS (l581—1629) stellte durch s. Eroberun-gen das Reich wieder her. Er nahm den Türken Armenien, Zrak Arabi, Meso-potamien, die Städte Tauris, Bagdad und Bassora , den Usbeken Khorasan, denPortugiesen OrmuS und den Mongolen Kandahar, und demüthigte Georgien ,das sich der ZinSbarkeit entzogen hatte. Er führte die unumschränkte Herrschaft inPersien ein, versetzte seine Residenz nach Zspahan und verordnete die Wallfahrtnach Medshed, um die nach Mekka unter ddn Persern abzuschaffen. Die folgendenRegenten, Shah Scsi (1629 — 42) und Abbas II. (1642— 66), führten neueKriege mit den Türken und Zndiern, mit jenen wegen Bagdad , dasverloren ging,mit diesen wegen Kandahür, welches 1660 wieder erobert wurde. Unter ShahSoliman aber (1666 — 94) versank das Reich in Kraftlosigkeit und verfiel gänzlichunter dessen Sohne Hussein. Die AfghaNcn in Kandahar sielen 1109 unter Mir-weis ab, und dessen Sohn, Mir Mahmud, bemächtigte sich 1122 des ganzenReichs. Wilde Anarchie folgte. Der wahnsinnig gewordene Mahmud wurde1125 von Asharf gestürzt, dieser aber von Thamasp Kuli Khan besiegt, welcherunter Mitwirkung der Russen Und Türken Hussein's Sohn, Thamasp, auf denThron setzte (1129). Als dieser aber Georgien und Armenien an die Türken ab-trat, setzte ihn Kuli Khan ab und erhob dessen minderjährigen Sohn, Abbaü UI.(1132), aufden Thron. Die den Russen und Türken abgetretenen Provinzen ge-wann er durch Schlachten und Vergleich wieder, und bestieg, als AbbaS III. schon1136 starb, u. d. N. Shah Na d i r selbst den Thron. Er erhob Persien durch Waf-fenglück und strenge Regierung zu seinem vorigen Ansehen, eroberte Baharein(1135) undBalkha (1136) vom Khan von Bochara, Kandahar(1138), fiel dar-auf (1139) in Hindostan ein und nöthigte den Großmogul Mohammed, ihm einigeProvinzen am Zndus und seine meisten Schätze zu überlassen. Aber 1141 wardNadir von den Anführern seiner Leibwache ermordet, und sein Tod stürzte dasReich in neue Zerrüttungen. Vier Reiche bildeten sich: 1) Khorasan und Sedshe-stan; 2) Kandahar oder die ostl. Provinzen; 3)Fars oder die westl. Provinzen,und 4) Georgien. Letzteres behielt meistens seine eignen Fürsten , die sich endlichRußland unterwarfen; in Kandahar und dem Osten gründete Ahmed Abkallahdas Reich der A fg ha n en. Er siegte bei Panniput und gebot mit Allgewalt in Zn-dien. Seine Residenz war Kabul. Zhm folgte 1153 Timur , und diesem ZemaN,Zn den beiden andern Reichen aber gelang es, nach langen und blutigen Kanipfeck
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