Band 
Achter Band. O bis Q.
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Persische Sprache «nd Literatur

verändert und gebeugt worden, Die Ähnlichkeit des Persischen mit dem (Germani-schen ist zwar nicht so groß, das der Deutsche , wie Leibrützfagt, ganze persische Versesogleich verstehen könne, aber sie ist unleugdar vorhanden. Sie beweist, ohne uns zuHvpothesen zu berechtigen, daß der aus Asien stammende Germane mit dem altenBewohner Persiens aus Einer Quelle schöpfte. Ein Gleiches gilt von dem Celten,Slawen, Thrazier, von deren Sprache wir ebenfalls Spuren im Persischen vor-finden. Nach Hammer ist unter allen morgenländ. Sprachen das heutige Persischedie nächste -Lrtammverwandtiii des Deutschen . In dem Lande, welches nachMirchond vormals Dschermania, nach Eddusi Erman hieß, ist das Altpersischeeinheimisch, sodaß die Deutschen den Namen Germanen nicht erst den Römernverdanken. Im grammatischen Bau ist das Persische an Einfachheit ganz der engl.Sprache ähnlich , in der Fähigkeit, Wörter zusammenzusetzen, der deutschen . Unterden Mundarten der persischen Sprache heißt die auSgebildetste, das verfeinerteParssi, dieHoft und Gelebrrensprache, Deri (Hofsprache, von Dar, Pforte), die ge-meine Volkssprache aber Valaat. Die Sch rift der Perser ist die arabische, mitHinzuftig'.ing von 4 Buchstaben mit 3 Punkten, welche die Araber nicht haben. Amhäufigsten sind ihrcBücher in dem hängenden und gezogenen Wchriftzuge geschrieben,welcher Talik heißt. Die persische Literatur, in deren Besitz bis zur Einfüh-rung des Islam die Magier waren, hat in dem Zend und Pehlvi, außer den schonerwähnten Werken und den zum Theil unverständlichen persepolitanischen Inschrif-ten nichts mehr auszuweisen. Was der Vernichtung zur Zeit Alexanders entgangenwar, wurde unter den Khalifen vertilgt, und nur wenigeTrümmer erhielten sich un-ter den gefiüchteten Parsen oder Gebern. Die persische Bildung sank in den erstenZeiten der arabischen Herrschaft; bis ins Ist. Jahrh, findet sich keine Spur einerLiteratur; erst unter denAbassiden blühten die Wissenschaften auch in Persien wie-der auf, und schon war die arabische Literatur im Sinken, als die persische sich, vonden Bujiden und Veldschucken begünstigt, erhob. Unter den Fürsten , welche Ge-lehrte und Dichter durch Gunst und Belohnungen aufmunterten, verdienen genanntzu werden derBujide Azad Eddaulet in der Mitte d. Ist. Jahrh., die gaznevidischenSultane Mahmud Eebektechin und Keder Ben Ibrahim, und der seldschuckischeSultan Malekshah mit seinem Bester Nazam el Maluk und Keder Chan Chakan.Diese Blüthe der Literatur dauerte bis ms 13. Jahrh. aufDscbingiskhan. Timurim 14. und die Türken im 16. Jahrh, brachten sie immer mehr in Verfall, und im16. erlosch sie fast ganz. Die Bedrückungen und Unruhe», welchen Persien seitdemunaufhörlich ausgesetzt gewesen, haben das Wiederaufbkühe» der wissenschaftlichenBildung nicht erlaubt. Die alte persische Sprache ist von der türkischen jetzt fastverdrängt; nur die Parsen spreche» sie. Aber aus jenen frühern Zeiten besitzen diePerser zahlreiche und kostbare Wchätze der Literatur, besonders in der Poesie, Geschich-te, Geographie -c. Der glänzendste Theil jst die Poesie. S, Ios. v. Hammer's„Gesch. d. schönen Redekünste Persiens" (Wien 1818). Hier nennen wir zuerstRudegi, den Valer der neuen persischen Poesie, welcher Bidpai'S Fabeln poetischübersetzte und den epischen Dichter Ferdusi (s. d.) aus ThuS, den Vers. des„e^hahnameh" oder Königsbuchs, welchesGorreS epitomirt hat, zu Anfang d. I I.Jahrh.; ferner s. Zeitgenossen, die berühmten Lyriker Ansari (der erste Dichterkö-nig) und Ahmed Esseti aus Thus. Noch sind als Lyriker ausgezeichnet: AnwerioderEnweri ausBednah in Khorafan, gest. 1266, unübertroffen in der Kafide,nur dem Hafiz weichend in der Ode (Gasel), 2 seiner Gedichte stehen in den „lia inuicvü.-inw!,", eins in den „Fundgruben"; Chakani, s. Zeitgenosse und Neben-buhler; Chodscha Hast; Schemseddin Mohammed, am bekanntesten u. d. N. Ha-fiz (> -d.); -Lchahi, wahrscheinlich ein Schüler des unten vorkommenden Dschanu,Haken. Emir KhoSru. Sena,. S hefasi und viele andre Vers. ganzer Divane.Aucb iä hlkdir pcNsche Poesie UNtpr rh.en Lytlsern den türkischen Kaisey Sefim l., den Unglück-