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Achter Band. O bis Q.
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Peru

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die Gegenden fruchtbar, welchen es nicht an Bewässerung fehlt. Außer mehrenKüstenflüssen, die in die Südsee fließen, sind der Maranhon oder Amazoiienfluß,welcher hier seinen Ursprung hat, der Ucayale, ein Quellstrom des Maranhon, undder Bogota zu bemerken. Die Ebene Pampa dcl Sacramenro, ani Ucayale, istihrer Fruchtbarkeit wegen berühmt. Fürchterliche Erdbeben und Sandhosen richtenzuweilen große Verwüstungen an. Auf den SierraS ist das Klima rauher, aberauch gesunder. Die Erzeugnisse sind: europäische Hausthiere, Lamas, Vicug-nas, Quanacos, Fische, Perlenmuscheln, Purpurschnecken, Cochenille, Sei-denwürmer, Getreide, Wein, Taback, Zucker, Caffee , Cacao, Vanille, Baum-wolle, Chinarinde, peruanischer Balsam, Indigo, Ingwer, Zimmt, Bananas -c.Vorzüglich reich ist Peru an Gold und Silber. Humboldt berechnet den jährlichenWerth des Gewinnes dieser edeln Metalle auf mehr als 6 Mill. Piaster. Auch hakman Platina , Kupfer, Zinn, Blei, Quecksilber, Edelsteine, Siein- und Seesalz,Alaun, Salpeter, Steinkohlen, Schwefel rc. Die Einw. sind theils Spanier undCreolen (140,000 im I. 1827), theils Mestizen (280,000), Mulatten (50,000)und Neger (50,000), theils Eingeborene oder Indiancr (In<ü„5 tickele,. 844,000),wovon ein Theil die kath. Religion angenommen hat. Die Indianer (be->v„«,bai bsro», 250,000) in den Gebirgen lebten stets unabhängig von der span. Herr-schaft. Die unterwürfigen Indianer wurden als Unmündige angesehen und konn-ten zu keiner Art von Sraatsbekienungen gelangen. Diese wurden bloß mit Spa-niern beseht, und zu den einträglichste» gelangte nicht einmal ein Kreole, geschweigeein Mestize. Ackerbau und Viehzucht wurden äußerst nachlüßig betrieben. DieGewerbe beschränkten sich auf einige Tuch-, Baumwollen-, Leder- und Goldfabri-ken in den Städten.

Der Handel ward durch die neuesten Zeitereignisse sehr gestört; der wichtigeWallfischfang an der Küste (besonders KachelotS) befindet sich ganz in den Händender Briten und Nvrdamerikaner. Für ihn 'bietet die 400 Stunden lange Küste mitmehr als 30 Häsin, 20 Buchten und 60 Rheden große natürliche Vortheile dar.Man führt aus: Kupfer, Cacao, China, Schaf- und Vigognewolle und Chinchilla -häute; eingeführt werden: Seitenwaaren, Linnen, Tuch, Wein, Damenputztc.Der Bergbau wird bei dem Mangel an Quecksilber und Holz nicht sorgfältig be-trieben. Es gibt 4 Kupfer-, 4 Quecksilber-, 12 Blei- und 680 Silbergruben,70 Goldbergwerke und Wüschen. Die reichst» Silbergruben sind die von Pascound Lauricocha. Sie liege» 13,000 Fuß hoch über dem Meere und liefern jährl.2 Mill. Piaster Ausbeute. Die Minen' von Chota oder Gualgayoc in Truyillosind reicher als die von Potcsi, liegen 18,385 F. hoch und geben jährl. bloß anSilber gegen 44,000 Pf. Ausbeute, die von Huantajaya in Arica , in einer Wasser-leeren Wüste, geben jährl. 52,000 Pf. Hier fand man kürzlich gediegene MassenSilber, die eine von 2, die andre von 8 Cntrn. Gold gewinnt Man in Tarmaauü den Bergwerken zu Pataz und HuilieS und in der Wäsche an den Ufern desMaranhon Alto. Von 1791 — 1801 wurde in Lima der Betrag von 32,800,000Thalern ausgemünzt, darunter 3450 Mk. Gold und 570,000 Mk. Silber. <—Niederperu, jetzt die Republik Peru (24,461 s^M. mit 1,570,000 E.), hatte 7Intendancias, jetzt 7 Deport.! 1) Truxillo, das nördlichste, mit der Hauptst. gl.N>(8000 Einw.), Hasenst.: Guanchaco. Die Stadt Piura, die erste Niederlassungder Spanier in Peru , 1631 von Pizarro gegründet, hat 9000 E. Diese Ge-gendist bisweilen 10 Jahre ohne Regen. In Cayamarca steht noch der Palast desInka Atahualpa, den die von ihn: abstammende Familie Asiorpilcos bewohnt.2) Juni», Hauptst. Tarma, 5600 E. In Guanuco sieht man die Rinnen ei-nes Palastes der Inkas , eines Sonnentempels, und aus dem Paramo de! Assuayein Plateau unter dem Äquator, das höher als der Pik von Teneriffa ist, die Restsder großen Straße von Cusco nachQuito. (S. Inkasstraße.) 3) Lima (s.d.),EviwtrsalioiiKLcz'ie»». Bd. 7711. 26