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Achter Band. O bis Q.
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Peru

4)Puno , Hauptst. Guancavelica, mit Äuecksilbergrubenz auf den Hochebenenzahlreiche Heerden des peruvianischen Schafts, oder Vicuna. 6) Ayacucho von dem Dorfe, wo der Sieg am 9. Dec. 1824 die spanische Herrschaft vernich-tete; mit der Hauptst. Guamanga, oder S.-Iuan de la Victoria (26,000 Einw.).In den Gebirgen gibt es Heerden von dem peruvianischen Kameel oder Huanucos.6) Cusco (s. d.). 7) Arequipa , die Hauptst. gl. N-, mit 25,000 20

span. Meilen davon der Haftn Aranta , und 96M. weit der Haftn Ocana. Aufdem Rucken des hohen Caylloma entspringt der Apurimac, der eigentliche Maran-hon, aus einem kleinen Bergfte (16° 10' S. Br.). An die„Provinzen des Plata»stroms grenzt der District ?srica, Stadt und Haftn gl.N. Östlich von der perua-nischen Andenkette breiten sich große Landstrecken, zusammen von 8—10,000 s^M.,bis in das Platagebiet und nach Brasilien aus; dahin gehören südöstl. das reicheBergland VlontLna kenl, und nordöstl. die Pampas del Sacramento oder dasLand der Missionen, am Ucavale, Cassiguin und Pvari, in welchem die Jesuiten mehre indianische Stamme bekehrt hatten. Der letzte Reisende in diesem Lande,Pater Girval, will hier 1791 an 25 verschiedene Stämme entdeckt haben, unterwelchen die Tonibos, Panos, Chipeos, Piros u. a. m. zum Theil das Christen-thum angenommen haben, die übrigen aber sehr wild und kriegerisch, einige sogarAnthropophagen sind. Dieses Land ist mit undurchdringlichen Wäldern bedeckt;doch haben die Missionarien Dörfer für Ackerbau und Viehzucht angelegt, undPater Girval sah im Lande der Panos in dem Dorfe Sariacu ein Kloster, dasAnna Rosa, eine in Lima erzogene Italienerin, die von dem Stamme wie einOberhaupt verehrt wurde, gestiftet hatte. Andre Nomadenstämme, die nördlichvon den Pampas der Missionen den Landstrich Chunchos, zwischen Brasilien undPeru bewohnen, sind wenig bekannt.

In Peru regte sich der Geist der Unabhängigkeit erst 1815. (S.Südame-r» konische Revolution.) Die republikanische Partei rief endlich 1823 denBeistand der Republik Colombia an, deren Präsident, Bolivar , mit einem HeerePerus Unabhängigkeit erkämpfte, welche der colombische Unterfeldherr Sucre durchden Lsieg bei Avacucho (9. Dec. 1824) befestigte. Hierauf trat der Congreß vonPeru den 12. Febr. 1825 zusammen. Öberperu (s. Bolivia ) trennte sich indems. I. von Niederperu. Nun machte der bisherige Dictator von Peru, Boli-var, für Peru einen ConstitutionSentwurf bekannt, nach welchem er Präsident derRepublik auf Lebenszeit, mit dem Rechte, seinen Nachfolger zu ernennen, werdensollte. Dies reizte eine Gegenpartei so mächtig auf, daß Bolivar mehre Einw.von Lima und 44 Ofsiciere des peruanischen Heeres verhaften ließ. Daraufkehrteer nach Colombia zurück. Die von ihm eingesetzte Regierungsbehörde versammeltedie Wahlmänner, welche jenen Entwurf annahmen und den 9. Dec. 1826 denBefreier Bolivar als lebenslänglichen Präsidenten der Republik Peru ausriefen.Allein in der Nacht vom 26.Jan. 1827 erhob sich die Partei der Unzufriedenen un-ter Bustamante und Lobera; die Anhänger Bolivar's , meistens colombische Ge-nerale, wurden verhaftet und eingeschifft. Nunmehr stellten die Peruaner denGeneral Santa-Cruz an die Spitze der Regierung. Dieser berief den Congreß,welcher am 4. Juni 1827 den General Lamar zum Präsidenten der Regierung er-wählte. Auch erklärte P. den Krieg an Colombia ; allein die peruan. Flotte wardbei dem Angriffe des Hafens Guayaquil im Dec. 1828 zurückgeschlagen, wobeiAdmiral Guise blieb, und die Schlacht bei Torgoni, 26. Febr. 1829, welche Gen.Sucre mit 4000 Colomb. über 8000 Per. unter dem Gen. Lima gewann, hatteeinen Präliminarfrieden zur Folge; allein die Regierung von Lima bestätigte den-selben nicht. Der Krieg ward erneuert, und Bolivar machte rasche Fortschritte.Da stellte sich in Lima General La Fuente an die Spitze der Partei Bolivar's , undGeneral Gamarra trat am 6. Juni 1829 an die Stelle des Pnäsid. Lamar, wel-cher verbannt wurde. Darauf kam am 27. Juni mit Colombia ein Waffenstillstand,